Ruhrdeutsch und niederrheinisch Platt

Hömma, Ruhrdeutsch - kennze?

Duisburger Mundart

"Hömma, kannze ma aushelfen bei mein Omma ihr Häusken?" "Sicha dat, bin immer gern am helfen!"

Zusammenziehen von Worten ("hömma" - höre einmal, "kannze" - kannst du"), Verkleinerungsformen die auf -ken enden ("Häusken") und Verlaufsformen ("am helfen") sind typisch für die ruhrdeutsche Sprechweise.

Der Duisburger Dialekt ist vielmehr ein Regiolekt, der sich durch die Zuwanderung seit dem 18. Jahrhundert im Laufe der Industrialisierung gebildet hat. Besonders die Einflüsse aus dem osteuropäischen Raum haben dem niederdeutschen hier seine ganz eigene Färbung mitgegeben. 

Der Übergang von Latein zu Deutsch als Amtssprache geschah im Jahre 1377/78, erkennbar an Urkunden und Stadtrechnungen, die ab diesem Zeitpunkt als deutsche Texte verfasst wurden. Neben der offiziellen Amtssprache sprachen weite Teile der Bevölkerung mundartliche Dialekte, die noch bis in die 1950er Jahre in Ruhrort, insbesondere aber in den bäuerlich geprägten Stadtteilen am Rande Duisburgs gesprochen wurde.

Hierbei handelt es sich um einen niederrheinisch-bergischen Dialekt, der in Betonung und Aussprache eine hohe Verwandtschaft zum Niederländischen aufweist. In den letzten Jahrzehnten führte die zunehmende Mobilität im Ruhrgebiet vermehrt zu einem Einfluss des sogenannten "Ruhrpott-Deutsch", einem Dialekt, deren Wurzeln eher im westfälischen Sprachraum liegen. Heimatdichter oder Hobby-Lyriker halten aus ihrer Erinnerung altes "Duisburger Platt" mit ihrer Lyrik am Leben. Beispiele für solche Mundart sind die Gedichte des Duisburgers Hans Weidenbruch.