Was tun bei Hitze?
Klettern die Temperaturen über die 30° Marke, wird es anstrengend - wie ihr der Hitze begegnen könnt.
Der Sommer ist da. Und wie! Die Ozonwerte steigen - wir merken das an unserem eigenen körperlichen Befinden. Wir sind schneller müde, mitunter gesellen sich Kopfschmerz und Atembeschwerden dazu.
Generell sollten wir uns die Ozonwerte im Auge behalten, um uns zu schützen.
Den aktuellen Einstundenwert für Ozon sowie der höchste Einstundenwert des bisherigen Tages für alle Dauermessstationen im LUQS-Messnetz:
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Tipps für die Gesundheit
- Trinkt stündlich 1 Glas Wasser (gerne auch mit Zitrone/Minze) oder ungesüßte Tees. Kalte und zuckerhaltige Getränke sowie Alkohol vermeiden!
Hinweis: Zuckerhaltige Getränke entziehen dem Körper Flüssigkeit, alkohol- oder koffeinhaltige Getränke belasten den Kreislauf zusätzlich.
Achtung: Sollte bei euch jedoch eine Erkrankung von Herz oder Nieren vorliegen, besprecht eure Trinkmenge mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt. - Passt eure sportlichen Aktivitäten an.
Reduziert sowohl die Dauer als auch die Intensität eurer Trainingseinheiten. Nutzt zum Training am besten die kühleren Morgen- oder späten Abendstunden. - Verlegt schwere körperliche Arbeiten und andere Aufgaben bzw. Termine in die kühleren Morgen- und Abendstunden.
Achtet auch darauf, besonders bei anstrengenden Tätigkeiten genug zu trinken. - Geht nur mit Sonnenschutz nach draußen!
Auch wenn ihr euch „nur“ in den Schatten setzen wollt – benutzt eine Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 30 oder höher. Lange, luftige Kleidung und eine Kopfbedeckung schützen zusätzlich. Zum Schutz der Augen sollte eine Sonnenbrille verwendet werden.
Hinweis: Ein UV-Index von 1 oder 2 gilt als unbedenklich, ab 3 bzw. 4 ist ein Sonnenschutz erforderlich.
Meidet Orte mit direkter Sonneneinstrahlung.
Meidet große Asphalt- oder Betonflächen, denn diese Materialien speichern die Wärme und lassen die Umgebungstemperatur noch weiter ansteigen. Sucht zur Abkühlung nach schattigen Plätzen in nahegelegenen Parks, Gärten oder Hinterhöfen. Oder legt dort zumindest kurze Pausen ein. - Lasst eure Arzneimittel auf Hitzeverträglichkeit prüfen.
Besprecht daher mit eurer Ärztin oder eurem Arzt, ob eure Arzneimittel bei Hitze ein Risiko darstellen.
Z. B. blutdrucksenkende Mittel wie Betarezeptorenblocker und Diuretika (Entwässerungsmittel), Benzodiazepine (schlafverursachende und stark betäubende Mittel), Sedativa (Beruhigungsmittel) sowie bestimmte Antidepressiva und Neuroleptika. - Esst möglichst leichte, frische und kühle Nahrungsmittel wie z. B. Obst, Gemüse, Salat oder fettarme Suppen.
Tipps für das Aufhalten in Innenräumen
- Morgens lüften, dann die Fenster schließen und die Räume abdunkeln.
- Jalousien, Rollläden oder Markisen nutzen, um weniger Sonne in die Wohnung bzw. in das Haus zu lassen.
- Erfrischend kann eine umfunktionierte Wärmflasche sein: Einfach mit kühlem Wasser befüllen.
- Elektronische Geräte produzieren Abwärme. Wenn ihr Fernseher, Stehlampe, Computer und Co. nicht nutzt, trennt sie vom Strom.
- Morgens lüften, am besten mit Durchzug (ca. eine Stunde).
- Einen Tischventilator nutzen.
- Effektiven Lichtschutz nutzen (Rollläden, Jalousien).
Kinder vor Hitze schützen!
In den nächsten Tagen bleibt es sommerlich war. An solch warmen Sommertagen ist es besonders wichtig, achtsam miteinander umzugehen und – wenn nötig – Hilfe anzubieten.
Besonders Kinder reagieren empfindlicher auf hohe Temperaturen: Sie schwitzen weniger als Erwachsene und ihr Körper kann die Temperatur noch nicht so gut regulieren. Zudem nehmen sie Hitze oft nicht bewusst wahr und ihre empfindlichere Haut reagiert schneller auf UV-Strahlung. Das kann dazu führen, dass der Körper stärker belastet wird. Auch typische Beschwerden wie Sonnenstich, Hitzeerschöpfung oder Dehydration können auftreten. Und auf lange Sicht können häufige Sonnenbrände das Immunsystem schwächen und das Hautkrebsrisiko erhöhen.
Ein paar einfache Maßnahmen helfen dabei, Kinder gut durch heiße Tage zu begleiten:
- Viel trinken: Wasser, ungesüßter Tee oder Schorlen sind ideal. Auch wasserreiches Obst und Gemüse wie Melone, Gurke oder Beeren leisten einen guten Beitrag.
- Leichte Kleidung: Am besten eignen sich luftige, langärmlige Kleidungsstücke und eine Kopfbedeckung mit Nackenschutz. Wichtig ist, dass sich darunter keine Hitze staut.
- Sonnenschutz: Der UV-Index zeigt, wie stark die Strahlung ist. Eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF 50+), 20 Minuten vor dem Aufenthalt im Freien aufgetragen, schützt die empfindliche Kinderhaut. Und am besten denkt man direkt auch an eine Sonnenbrille mit.
Tipps rund ums Haustier
- Verlegt die Spaziergänge auf die Morgen- und Abendstunden.
- Schützt Tiere vor der prallen Sonne (manchmal hilft ein feuchtes Tuch über dem Gehege).
- Sorgt für genügend Trinkmöglichkeiten.
- Stellt Vögeln Bademöglichkeiten zur Verfügung.
- Vermeidet Durchzug.
- Achtet bei Aquarien darauf, dass sich das Wasser nicht zu sehr erwärmt.
- Lasst Tiere nicht im Auto zurück!
- Kühlt Tiere bei einem Stau gegebenenfalls mit feuchten Tüchern ab.
Tipps rund ums Auto
- Nicht auf trockenen Gras parken (das kann sich schnell entzünden).
- Sonnenschutz an den hinteren Fenstern anbringen (gerade wenn Kinder mitfahren).
- Kinder und Tiere nicht im Wagen zurücklassen!
- Während der Fahrt ausreichend Wasser trinken.
- Bei hohen Temperaturen nicht ganz volltanken (Es besteht durch Kraftstoffausdehnung Entzündungsgefahr).
- Auto öfter mal stehen lassen.
- Bei langen Fahrten ausreichend Pausen machen.
Tipps der Feuerwehr
- Raucht nicht im Wald, auf trockenen Rasenflächen oder Lichtungen. Das gilt nicht nur für Zigaretten, sondern auch für Shishas oder Ähnliches.
- Werft keine Zigarettenkippen einfach aus dem Auto, auf Rasenflächen, Felder, ins Gebüsch oder in den Wald!
- Stellt keinen Grill einfach auf den Rasen! Lasst den Grill nicht unbeaufsichtigt! Entsorgt die Grillkohle nicht in der Landschaft, sondern lasst sie ausreichend abkühlen und entsorgt sie anschließend in geeigneten Behältnissen.
- Macht keine Lagerfeuer auf Wiesenflächen, in der Nähe von Büschen oder Bäumen!
- Werft keinen Müll einfach irgendwohin. Auch Glasflaschen oder Scherben können Brände auslösen.
- Parkt eure Kraftfahrzeuge nicht auf trockenen Wiesen. Die heiße Abgasanlage kann Brände auslösen.
Auch Wiesenflächen, z. B. am Rhein, sind trocken und können schnell in Brand geraten. - Wenn ihr eine Gefahr erkennt, wählt den Notruf 112! Der NOTRUF 112 kann von jedem Telefon gebührenfrei und ohne Vorwahl angerufen werden.
- Stellt keine brennenden Grabkerzen auf den städtischen Friedhöfen auf. Angesichts der anhaltenden Trockenheit bitten wir euch, auf den städtischen Friedhöfen auf brennende Grablichter zu verzichten.
Tipps zu kühlen Orten in Duisburg
Weitere Tipps & Erläuterungen unter
- Kommt gut durch die nächste Hitzewelle (Öffnet in einem neuen Tab)
- Hitze Service für Kommunen (Öffnet in einem neuen Tab)
- Klima, Mensch, Gesundheit - Mediathek (Öffnet in einem neuen Tab)
- Angebote für Kindergärten und Schulen (Öffnet in einem neuen Tab)
- Link-Tipps zum Thema Sonnenschutz (Öffnet in einem neuen Tab)
- Hitzeknigge des Bundesumweltamtes (Öffnet in einem neuen Tab)

