Schützenswerte Böden

Nach dem Landesbodenschutzgesetz NRW sind "Böden, welche die natürlichen Bodenfunktionen und die Funktion als Archiv der Natur- und Kulturgeschichte in besonderem Maße erfüllen, besonders zu schützen".

Beschreibung

Beschreibung

Das vordergründige Ziel ist es, zu vermeiden, dass solche schützenswerten Böden durch Planungsvorhaben beansprucht werden.

In Zusammenarbeit mit der IFUA-Projekt-GmbH hat die Stadt Duisburg daher „Planungskarten zum Bodenschutz“ entwickelt und Bodenschutzvorrangflächen ausgewiesen, die vor einer Inanspruchnahme geschützt werden sollen (in der Abbildung Grün dargestellt).

Unvermeidbare Eingriffe in das Schutzgut Boden müssen  im Rahmen der naturschutzrechtlichen Eingriffs-/Ausgleichsregelung bilanziert werden. Da es in NRW bislang kein einheitlich vorgegebenes Ermittlungs- und Bewertungsverfahren gibt, wird in Duisburg zur Sicherstellung eines einheitlichen Vollzuges das „Bodenbewertungsverfahren aus Baden-Württemberg“ erfolgreich angewendet.

Das Verfahren aus Baden-Württemberg ermöglicht es, mit vertretbarem Aufwand die Auswirkungen von Bau- und Planverfahren auf das Schutzgut Boden mittels Bodenwerteinheiten (BWE) zu quantifizieren, und wurde im Leitfaden „Bodenschutz in der Umweltprüfung nach BauGB“, der  auch in NRW eingeführt worden ist, angewandt. 

Zur Umrechnung der Bodenwerteinheiten in naturschutzrechtliche Ökopunkte wurde ein Umrechnungsfaktor von 1,72 abgeleitet.

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