Markant
Stahl, Schweiß, Wandel – kaum eine Stadt lebt die Transformation ihrer Industrie-Geschichte so eindrucksvoll wie Duisburg! Wo früher geschuftet und geschmolzen wurde, wird heute gestaunt, gefeiert, geklettert, geschlemmt und geradelt. Industriedenkmäler sind in Duisburg keine Kulisse, sondern lebendige Bühnen.
Blickachsen aus Stahl und Backstein
Der Landschaftspark Duisburg-Nord ist eine Ikone des Wandels! Dort, wo während der Industrialisierung Hochöfen glühten, findet ihr mit dem Landschaftspark Duisburg-Nord heute einen der faszinierendsten Orte im Ruhrgebiet! Auf 200 Hektar treffen Industriekulisse, Natur und Freizeitaktivitäten aufeinander. Ihr könnt im Gasometer tauchen, in der Gießhalle klettern, durch Ruinen streifen, über den Hochofen bis zur Aussichtsplattform steigen oder einfach auf den Wiesen entspannen. Abends verwandelt die Lichtinstallation den Park in ein surreales Farbenmeer. Mit Guides – teils sogar ehemaligen Hüttenarbeitern – könnt ihr hier auf Zeitreise gehen. Sie erzählen vom harten Alltag, der „Maloche“ und davon, was den Ort zu einem Symbol der Transformation macht. Das geht tagsüber oder als Fackeltour im Dunkeln.
Tiger & Turtle – Magic Mountain
Eine Achterbahn, die man zu Fuß läuft: Tiger & Turtle ist Kunstwerk, Landmarke und Selfie-Spot in einem. Schritt für Schritt erklimmt ihr Kurven, Wellen und Steigungen. Nur der Looping bleibt tabu. Von oben reicht der Blick über Containerterminals, den Rhein und die Skyline bis nach Düsseldorf. Abends zeichnen 880 LEDs die Linien der Skulptur in den Himmel. In der Dämmerung entfaltet Tiger & Turtle seinen ganzen Zauber. Guides erzählen von der künstlerischen Idee und der Bedeutung dieses ungewöhnlichen Bauwerks, das im Rahmen der Kulturhauptstadt RUHR.2010 entstand. Mit festem Schuhwerk und Taschenlampe wird der Rundgang zum atmosphärischen Erlebnis.
Natur trifft Industrie
50 Meter über dem Rhein erhebt sich auf dem Alsumer Berg die grüne Halde im Duisburger Norden. Der Blick schweift von den Hochöfen der Hüttenwerke Krupp Mannesmann über den Strom bis in die Weite des Niederrheins. Wo einst ein Fischerdorf lag und später Schutt abgeladen wurde, ist heute ein Naturraum entstanden, der besonders bei Sonnenuntergang fantastische Fotomotive bietet.
Ein sehr lebendiges Denkmal
Zwischen Backstein und Vorgärten erzählt die Siedlung Rheinpreußen die Geschichte von Menschen, die im Berg arbeiteten, von Protest und von Rettung. Fast abgerissen, wurde sie in den 1970ern durch eine Bewegung durch die Bürgerschaft bewahrt. Heute ist sie ein lebendiges Denkmal, Teil der Route der Industriekultur und zugleich ein begehrter Wohnort, in dem jedes Haus seine Eigenheiten hat. Ein Spaziergang durch die Straßen fühlt sich wie eine Zeitreise an.
Vom „Brotkorb“ zum Szeneviertel
Wo einst Getreide verladen wurde, prägen heute Cafés, Restaurants, Museen und moderne Architektur das Bild. Der Innenhafen ist das Paradebeispiel für Duisburgs Strukturwandel: Speichergebäude neben Stararchitektur, Wasserflächen neben Kunstorten wie dem Museum Küppersmühle. Auf den geführten Touren erfahrt ihr, wie aus dem „Brotkorb des Ruhrgebiets“ ein modernes Vorzeigeviertel wurde oder ihr entdeckt, wie internationale Stararchitektur das Viertel prägt.
Festivals in Stahl und Stein
Industriekultur ist in Duisburg keine graue Vergangenheit, sondern bunte Gegenwart. Einige der spannendsten Festivals der Region finden mitten in ehemaligen Industrieanlagen statt:
- Ruhr Games: Europas größtes Jugendfestival für Sport und Urban Art – mit Skateboard-Finals, Tanz-Battles, Graffiti-Workshops und Live-Konzerten im Landschaftspark[DF1] .
- Traumzeitfestival: Drei Tage Indie, Jazz, Pop und Weltmusik im Juni. Musik trifft auf magische Lichtstimmungen zwischen Hochöfen und Sternenhimmel.
- Stadtwerke Sommerkino: Über 40 Nächte Open-Air-Kino vor Stahlkulisse – Blockbuster, Klassiker und Arthouse mit Gänsehautgarantie.
- Street Food Festival: Internationale Küche trifft auf Industriekulisse. Sowohl im Frühjahr als auch im Herbst wird der Landschaftspark zur Markthalle unter freiem Himmel.
Kunst im Industriegewand
Die Küppersmühle für moderne Kunst ist ein ehemalig Mühlengebäude im Innenhafen und gilt heute als eine Ikone moderner Museumsarchitektur. Auf 5.000 Quadratmetern begegnet ihr Werken von Gerhard Richter, Anselm Kiefer oder Markus Lüpertz. Sichtbeton, Stahl und roter Backstein schaffen eine klare Bühne für Kunst von Weltrang. Der Erweiterungsbau mit Aussichtsplattform auf den Silos macht den Ort noch spektakulärer – innen wie außen ein Symbol für den Wandel Duisburgs.





