Winterfütterung von Vögeln: Untere Naturschutzbehörde informiert

9. Januar 2026

Füttern oder nicht? In der kalten Jahreszeit überlegen viele Bürgerinnen und Bürger, ob und in welchem Umfang Vögel im Winter gefüttert werden sollten. Die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Duisburg informiert hierzu und beantwortet die wichtigsten Fragen. 

Ist die Winterfütterung aus naturschutzfachlicher Sicht sinnvoll?

Wildvögel sind grundsätzlich an die winterlichen Bedingungen in unseren Breiten angepasst. Auch bei Frost und Schneefall finden sie in der Regel ausreichend Nahrung oder weichen in günstigere Lebensräume aus. Eine Fütterung ist daher nicht zwingend notwendig und ersetzt keinen aktiven Naturschutz. Gleichzeitig haben sich die Lebensbedingungen vieler Vogelarten in den vergangenen Jahrzehnten verschlechtert. Versiegelte Flächen, strukturarme Gärten und der Rückgang heimischer Pflanzen führen dazu, dass natürliche Nahrungsquellen insbesondere im Siedlungsbereich knapper werden. In solchen Fällen kann eine maßvolle Winterfütterung helfen, diese Defizite teilweise auszugleichen.

Eine solche Fütterung kann den Energiehaushalt der Vögel stabilisieren und ihre Überlebenschancen in der kalten Jahreszeit verbessern. Gleichzeitig bietet sie die Möglichkeit, Vögel aus nächster Nähe zu beobachten und fördert bei vielen Menschen das Interesse an Natur- und Artenschutz. Wichtig ist jedoch, dass die Fütterung auf die Wintermonate beschränkt bleibt und mit dem Beginn der Brutzeit im Frühjahr wieder eingestellt wird. Eine ganzjährige Fütterung führt nicht zu einer nachhaltigen Förderung der Artenvielfalt, sondern begünstigt vor allem häufige Körnerfresser, während viele andere Vogelarten kaum davon profitieren.

Worauf sollten Bürgerinnen und Bürger achten?

Die Auswahl des Futters spielt eine entscheidende Rolle. Geeignet sind heimische Samen und Körner wie Sonnenblumenkerne, Bucheckern oder Eicheln sowie in Maßen frisches Obst. Fettreiches Futter kann den erhöhten Energiebedarf im Winter decken, sollte jedoch naturverträglich sein. Samen nichtheimischer Pflanzen oder stark verarbeitete Lebensmittel sind zu vermeiden. 

Auch die Art der Futterstelle ist zu berücksichtigen. Futtersilos oder Futterspender sind hygienischer als offene Futterhäuschen, da sie den direkten Kontakt der Tiere mit dem Futter und eine Verunreinigung durch Kot reduzieren. Eine regelmäßige Reinigung der Futterstellen beugt Krankheiten vor und verhindert die Anlockung unerwünschter Tiere.  Die Untere Naturschutzbehörde rät ausdrücklich davon ab, Wasservögel wie Enten, Gänse oder Schwäne zu füttern. Diese Tiere sind in der Lage, sich selbst ausreichend zu ernähren. Zusätzliches Füttern, insbesondere mit Brot, kann zu gesundheitlichen Problemen, Verhaltensänderungen und einer Belastung der Gewässer führen.

Weiterführende Informationen und Hinweise zur naturnahen Gestaltung von Gärten sowie zur Winterfütterung von Vögeln finden sich auf der Internetseite der Stadt Duisburg unter www.duisburg.de