Untere Naturschutzbehörde informiert: Die Amphibienwanderung hat begonnen
23. Februar 2026
Sobald die Temperaturen milder werden, setzt die jährliche Wanderung von Amphibien ein. Diese kann bis etwa Mitte oder Ende April andauern. Besonders in den Abendstunden und bei feuchtem Wetter begeben sich zahlreiche Erdkröten, Grasfrösche, Teich- sowie Bergmolche auf die gefährliche Reise zu ihren Laichgewässern.
Die Untere Naturschutzbehörde Duisburg appelliert daher eindringlich an alle, die mit dem Auto unterwegs sind, in den kommenden Monaten besonders vorsichtig zu fahren, wenn die Nachttemperaturen über 5 Grad liegen. Sie sollen auf die Wanderstrecken der Amphibien achten. In Straßenbereichen mit bekannter Amphibienwanderung weisen entsprechende Verkehrsschilder auf die mögliche Gefährdung von Tieren hin.
Der Straßenverkehr stellt eine große Gefahr für die Tiere dar. Untersuchungen zeigen, dass bereits ein geringes Verkehrsaufkommen ausreicht, um für viele wandernde Amphibien tödlich zu enden. Schon Luftdruckveränderungen durch Fahrzeuge über 30 km/h können die inneren Organe der Tiere schädigen – ein direktes Überfahren von Amphibien ist daher häufig nicht die eigentliche Todesursache.
Zusätzliche Aufmerksamkeit gilt den Menschen, die sich ehrenamtlich in den Morgen- und Abendstunden entlang von Straßen engagieren, um die Amphibien vor dem Verkehrstod zu bewahren. Sie sammeln die Tiere, zum Teil an Amphibienschutzzäunen, ein und tragen sie sicher über die Straße. Dabei sind sie auch selbst den Gefahren des Straßenverkehrs ausgesetzt.
Hinweise auf bislang nicht gekennzeichnete Straßenabschnitte, an denen Amphibien auf ihrer Wanderung gefährdet sind, können an die Untere Naturschutzbehörde per E-Mail an unbstadt-duisburgde gemeldet werden.
Neben dem Straßenraum kann auch im häuslichen Umfeld ein Beitrag geleistet werden, indem Licht- und Kellerschächte, Gruben oder Außentreppen regelmäßig kontrolliert oder mit geeigneten Abdeckungen versehen werden, um zu verhindern, dass diese zu Amphibienfallen werden.