Zukunftsinitiative Wasser in der Stadt von morgen Umweltausschuss diskutiert über Klimaanpassung

Der Umweltausschuss beschäftigt sich in seiner heutigen Sitzung mit dem Thema Klimaanpassung. Im Rahmen der Zukunftsinitiative „Wasser in der Stadt von morgen“ haben sich die 16 Emscher-Städte und die Emschergenossenschaft Anfang des Jahres auf ein gemeinsames Vorhaben für eine regionale Klimaanpassungsstra-tegie verständigt.

Freitag, 13. September 2019 | Stadt Duisburg - Gleichzeitig verfolgen die Partner das Ziel, auch den Ruhrverband, den Lippeverband, die Linksniederrheinische Entwässerungs-Genossenschaft, den Niersverband, sowie den Regionalverband Ruhr mit einzubinden. Denn Hochwasser, extreme Wettersituationen wie z.B. Starkregen und Hitzewellen machen nicht an Stadtgrenzen oder Wasserscheiden Halt, der Herausforderung Klimawandel muss sich das Ruhrgebiet integral stellen.
Unter der Leitlinie „Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft“ wurde das Vorhaben in das Themenforum „Grüne Infrastruktur“ bei der Ruhrkonferenz eingebracht. Im Herbst entscheidet das NRW-Landeskabinett über die Umsetzung und Förderung des Projektes.
Die Zukunftsinitiative „Wasser in der Stadt von morgen“ wurde 2014 von der Emschergenossenschaft gemeinsam mit den Emscher-Kommunen und dem NRW-Umweltministerium ins Leben gerufen, um unter anderem Themen wie Siedlungswasserwirtschaft, Stadtentwicklung, Städtebau, Freiraumplanung, Klimaanpassung und Straßenbau enger zusammenzuführen und zu verknüpfen.
Die Emscher-Region verändert sich nicht nur durch den Strukturwandel. Auch der demographische Wandel und der Klimawandel ändern die Ausrichtungen in der städtebaulichen Entwicklung und stellen die Region vor neue nachhaltige Herausforderungen. Diese Anforderungen müssen die Planungen aller Beteiligten in der Region in abgestimmten Prozessen ausgewogen berücksichtigen und umsetzen können.
Die Anpassung an den Klimawandel ist eine elementare Aufgabe aller Planungsprozesse. Der Umgang mit dem Regenwasser als Bestandteil der integralen Wasserwirtschaft in Siedlungsgebieten ist ein Leitthema für nahezu alle Ziele. Die Wasserwirtschaft hat damit eine tragende Rolle in der Stadtgestaltung und Stadtentwicklung.
Die Vernetzung von Grünzügen und Wasserachsen, d.h. „Grün-Blaue Infrastruktur“, temperaturregulierende Wasserflächen, dezentrale Puffer- und Speicherräume zum Rückhalt von Starkregen, die Förderung der Grundwasserneubildungsrate, die Gestaltung von urbaner Landschaft mit der Bewirtschaftung von Regenwasser sind wichtige elementare Bestandteile in der ökologisch ausgerichteten Stadtentwicklung und der Anpassung und Minderung der Klimawandelfolgen.

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