Bergbau in Duisburg

In diesem Jahr schließt mit "Prosper Haniel" die letzte Zeche im Ruhrgebiet. Das Ende einer Ära.

In Duisburg hat sich die letzte Zeche früher verabschiedet. Genauer gesagt war 2008 Schluss mit dem Bergbau hier als die Zeche Walsum den Betrieb einstellte.

Haniel, Grillo, Morian und Thyssen sind mit der Stadt fest verbundene Namen. Auch wenn die Geschäftsfelder sich heute verlagert haben, so verdanken diese Firmen der Kohle ihren Aufstieg und Duisburgs kohleverschiffender Hafen entwickelte sich zum grüßten Binnenhafen der Welt!

Bergwerke in Duisburg

Impressionen

Bergwerk Walsum
Zeche Friedrich Thyssen Schacht VI
Lohnhalle Bergwerk Walsum
Zeche Friedrich Thyssen Schacht VI
Zeche Friedrich Thyssen Schacht VI

Und heute?

Auch wenn noch hier und da ein Förderturm im Stadtbild zu finden ist oder am Kreisverkehr eine Kohlenlore steht - so nach und nach verschwindet der Bergbau, der diese Stadt und Region so sehr geprägt hat. An Orten, die auf den ersten Blick nichts von Bergbauhistorie erahnen lassen, verraten höchsten die Straßennamen mehr über den Standort: Bergmannsplatz, Zechenstraße, Steigerstraße, Schachtstraße...

Doch auch das kann sich ändern: Die Memelstraße in Neudorf hieß bis zum Jahr 1912 "Zechenstraße".

Ehemalige Bergarbeitersiedlungen sind heute beliebte und nachgefragte Immobilien.

Ansonsten verlagert sich die Bergbauhistorie ins Folkloristische. In der Tourist Information können "Kohlenwäsche" (schwarze Seife) oder "Grubensalz" (schwarz eingefärbt)  als Andenken gekauft werden.

Und der Bergmannsgruß "Glück auf!" gehört hier zum guten Ton. :-)

Bergmann-Ampelmännchen

Ganz frisch im Stadtbild sind die Bergarbeiterampelmännchen. Die erste Ampel, die sich durch diese Figuren schmückt steht am Duisburger Zoo. Mit seinen vielen Besucherinnen und Besuchern aus dem nahen und fernen Umland der perfekte Ort, um hier auf Duisburgs Bergbauvergangenheit aufmerksam zu machen.

Fünf weitere Ampeln werden zukünftig an zentralen Orten im Stadtgebiet zu sehen sein:

  • Friedrich-Ebert-Str. / Hildegard-Bienen-Str. / Friedrich-Ebert-Platz (Bezirk Walsum)
  • Duisburger Str.  / Gehrstr. (Bezirk Homberg)
  • Auf dem Damm / Gabelsberger Str. (Bezirk Meiderich/Beeck)
  • Moerser Str. / Duisburger Str. (Bezirk Homberg/Ruhrort/Baerl:     
  • Krefelder Str. / Friedrich-Alfred-Str. (Bezirk Rheinhausen)

Bergarbeitersiedlungen

Entstanden sind sie aus einer sozialen Notsituation: Die Industriealisierung sorgte für Arbeitsplätze und dies wiederum sorgte für Wohnungsnot. Eng angebunden an die Zechen entstanden die "Arbeitersiedlungen", die heute mitunter unter Denkmalschutz stehen.

Bergmannssiedlung Neumühl
Bergmannssiedlung Neumühl
Siedlung Johannenhof
Siedlung Johannenhof
Rheinpreussensiedlung
Rheinpreußensiedlung

Mevissen-Hafen

OK, hier ist ein wenig Hintergrundwissen nötig (oder auch einfach etwas Fantasie?), um zu erahnen, dass das folgende Bild einen wahrhaftigen Hafen zeigt:

Von diesem Hafenbecken in Bergheim wurde die Steinkohle abtransportiert. Keine großen Ladekräne und Frachter mehr - heute geht man hier gemütlich spazieren und genießt die Natur.

Rheinhausener Bergwerkssammlung

Auf 350qm finden sich über 1000 Ausstellungsstücke in 5 Räumen. Zu Bestaunen gibt es Arbeitsgeräte, Dokumente, Werkzeuge, Mineralien und vieles mehr, das die Arbeits- und Lebenswelt der Bergmänner beschreibt. Vielfach sind es persönliche Erinnerungsstücke, denn die Sammlung wurde von ehrenamtlich tätigen ehemaligen Bergleute der Rheinhauser Zeche Diergardt-Mevissen ins Leben gerufen und wird auch heute noch von ihnen betreuet.

Eintritt und Führungen sind kostenlos!

Sonderausstellungen zum Thema in Essen, Bergbaumuseum Bochum und den RuhrKunstMuseen

Sonderausstellung Das Zeitalter der Kohle. Eine europäische Geschichte

Ruhrmuseum - April bis November 2018

WhatsApp Countdown - Die letzten 100 Tage Bergbau

Countdown des WDR

Schachtzeichen

Glück auf - Das Steigerlied

Literatur