Das radrevier.ruhr ist das wohl ungewöhnlichste Radrevier Deutschlands – und Duisburg spielt dabei eine Schlüsselrolle. Im westlichen Ruhrgebiet gelegen, ist die Stadt nicht nur Start- oder Endpunkt bedeutender Fernradwege wie dem RuhrtalRadweg oder der Route der Industriekultur (Öffnet in einem neuen Tab), sondern auch ein zentraler Knoten im 1.200 Kilometer langen Streckennetz, das das gesamte Ruhrgebiet durchzieht.
Duisburg bietet dabei alles, was eine urbane Radreiseregion ausmacht: sichere, entspannte Strecken auf ehemaligen Bahntrassen, abwechslungsreiche Wege entlang von Kanälen und Flüssen und eine enorme Dichte an Industriekultur zum Anfassen. Alte Werkbahnen werden zu Erlebnisachsen, Halden zu Aussichtspunkten, Gleise zu grünen Pfaden. Duisburg mit der Mischung aus Hafenblick, Großstadtenergie und Naherholungsflächen wie der Sechs-Seen-Platte reiht sich ein in die Liste der passenden Eigenschaften.
Das Knotenpunktnetz im radrevier.ruhr macht die Orientierung superleicht! Anstatt komplizierter Navigation radelt ihr einfach den Nummer nach, ganz intuitiv, flexibel und individuell. Unser Tipp: Die RevierRoute „Stahlküche“! Sie führt direkt von Duisburg aus über zwei der bekanntesten Trassen der Region – die HOAG-Trasse und den Grünen Pfad. Beide verlaufen größtenteils autofrei, angenehm flach und bieten dabei nicht nur Radkomfort, sondern jede Menge Industriegeschichte zum Miterleben. Verlassene Gleise, umgewidmete Bahnhöfe, ehemalige Zechen und Gießhallen reihen sich entlang der Strecke – und erzählen von Transformation, Wandel und neuer Energie auf alten Wegen.
Der RuhrtalRadweg endet, wo Duisburg beginnt – und das mit einem echten Finale. Auf über 240 Kilometern führt euch die Route von Winterberg im Sauerland bis in den Duisburger Innenhafen. Eigentlich endet der Weg genau dort, wo die Ruhr in den Rhein mündet. Wegen einer Baustelle müsst ihr für das große Finale jedoch einer Umleitung zur Ruhrmündung folgen, die auf der Webseite des Ruhrtalradwegs beschrieben ist und an deren Ende einer der eindrucksvollsten Abschlüsse einer Radreise überhaupt auf euch wartet: Der Blick auf den größten Binnenhafen der Welt, vorbei an Containerkränen, Hafenrundfahrtanlegern und dem vibrierenden Puls des Reviers. Der letzte Streckenabschnitt durch Duisburg ist dabei nicht nur Endpunkt, sondern ein Ort, der die ganze Bandbreite des Ruhrgebiets noch einmal spürbar macht. Vom sanften Flussufer durch Stadtteile mit Geschichte, über grüne Deiche bis hin zur spektakulären Hafenkulisse. Der Weg ist durchgängig beschildert, überwiegend flussnah geführt und vom ADFC als Qualitätsroute ausgezeichnet. Ob ihr eure Tour hier beendet oder erst beginnt, bleibt euch überlassen. Für den besten Lohn, Rheinwind im Gesicht und Industriekultur im Blick, wäre der Start in Winterberg unsere klare Empfehlung.
Der RheinRadWeg – auch bekannt als EuroVelo 15 – gehört zu den beeindruckendsten Fernradwegen Europas. Über 1.000 Kilometer folgt er dem Lauf des Rheins von seiner Quelle in den Schweizer Alpen bis zur Nordsee. Und mittendrin: Duisburg – ein Abschnitt, der die ganze Kraft des Flusses spürbar macht und euch mit einem Mix aus Natur, Hafenflair und urbaner Energie überrascht. Der Rhein zeigt sich hier von vielen Seiten: Mal gleitet ihr ruhig entlang grüner Deichwege und durch weitläufige Flussauen, dann wieder öffnet sich der Blick auf das geschäftige Treiben im größten Binnenhafen der Welt. Besonders eindrucksvoll ist die Fahrt entlang des Rheinparks Duisburg. Hier wird Radfahren zwischen Kran, Kunst und Café zur Momentaufnahme. Wer den RheinRadWeg durch Duisburg fährt, erlebt einen Übergang zwischen Industrie und Idylle, Vergangenheit und Aufbruch. Die Strecke ist bestens ausgebaut, flach und familienfreundlich – mit vielen Möglichkeiten zum Verweilen, Fotografieren und Innehalten.