Erfahrbare Wände

Erfahrbare Wände von Gabriella Fekete

Gewerkschafter-Denkmal vor Ruhrorter Str. 9-11 in Duisburg-Kasslerfeld. Aufgebaut 1999. Das Mahnmal "Erfahrbare Wände" der Künstlerin Gabriella Fekete (Jahrgang 1944) erinnert an die vier Duisburger Gewerkschafter, die dort am 2. Mai 1933 von den Schergen der Nationalsozialisten grausam ermordet wurden: Julius Birck, Emil Rentmeister, Michael Rodenstock und Johann Schlösser.

Die Bildhauerin Gabrielle Fekete schuf 1999 das Mahnmal „Erfahrbare Wände“, das mit seinen vier Stühlen an  vier Duisburger Gewerkschafter erinnert, die 1933 durch Nationalsozialisten im Keller des Hauses zu Tode geprügelt wurden. Die vier leeren Stühle zwischen den Betonwänden symbolisieren Abschied und erinnern an die qualvolle Situation der Männer. 

Gabriella Fekete griff auf einfachste Verständigungsmittel zurück, um das Drama des Einzelnen, seine Machtlosigkeit gegenüber der Gewalt darzustellen. Das Mahnmal dokumentiert nicht nur die tragischen Ereignisse des 2. Mai 1933, sondern der Bildhauerin gelang es, die Atmosphäre der damaligen Zeit eindrucksvoll festzuhalten und daran die Botschaft zu knüpfen, dass Gewalt nur in gesellschaftlicher Kälte und einer teilnahmslosen Welt gedeihen kann.

Die Tafel mit der Mahnung „Erinnern lehrt Vorbeugen“ signalisiert Feketes Appell an das Gewissen und Engagement der heutigen Gesellschaft.

Standort: Ruhrorter Str. 11 in Du-Kaßlerfeld
Künstlerin: Gabriella Fekete
Material: Beton und Eisen
Jahr: 1999
Maße: 125 x 650 x 100 cm