Tag des offenen Denkmals® 2026
Am 13. September 2026 ist Tag des offenen Denkmals®!
Motto: „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“
Bundesweit werden erneut die Türen tausender Denkmäler für Besucher und Besucherinnen geöffnet. Koordiniert wird die größte Kulturveranstaltung Deutschlands von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
Mit dabei – na klar – Duisburg!
So könnt könnt ihr am Sonntag, den 13. September 2026, bedeutende „NetzWERKE“ entdecken. Freut euch auf spannende Einblicke in herausragende Ingenieurbaukunst, außergewöhnliche Ästhetik und die Geschichten hinter den Bauwerken. Entdeckt Brückenkonstruktionen, Wassertürme, historische Transport- und Verkehrsmittel, Pumpwerke sowie Kirchen und Museen. Auch denkmalgeschützte Bauensembles wie die Rheinpreußensiedlung und das Dorf Friemersheim sind dabei und machen die vielfältige Bau- und Kulturgeschichte Duisburgs für euch erlebbar.
Wir zeigen euch hier eine kleine Auswahl.
Freies Kolumbarium Rheinkirche
Entdeckt das Freie Kolumbarium Rheinkirche in einem neugotischen Kirchenbau direkt am Rhein. Die denkmalgeschützte Kirche verbindet historische Architektur mit moderner Bestattungskultur: Eine einzigartige Stelen-Landschaft aus Eichenholz fügt sich harmonisch in den Kirchenraum ein. So entsteht ein besonderer Ort, an dem Geschichte, Gegenwart und Zukunft zusammenfinden.
Museum der Deutschen Binnenschifffahrt
Im Stadtteil Ruhrort erwartet euch das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt im restaurierten Jugendstilgebäude der ehemaligen Ruhrorter Badeanstalt. Die zwischen 1908 und 1910 errichtete Anlage vermittelt die Geschichte der Binnenschifffahrt von der Steinzeit bis heute – mit detailgetreuen Modellen, zahlreichen Exponaten und multimedialen Einblicken.
Vom Museum führt ein Erlebnisweg entlang des Leinpfades zu den Museumsschiffen unterhalb der ehemaligen Schifferbörse. Nach aufwändiger Instandsetzung ist der Radschleppdampfer OSCAR HUBER wieder für euch zugänglich. Das 1922 gebaute Schiff ist ein einzigartiges technisches Kulturdenkmal und macht Geschichte lebendig.
Rheinpreußensiedlung
In Homberg erinnert die Rheinpreußensiedlung an die Geschichte der Zeche Rheinpreußen und den Duisburger Bergbau. Ab 1903 entstand sie als frühes Beispiel der Gartenstadtbewegung: Kleine Häuser mit Gärten boten Bergarbeiterfamilien ein Zuhause mit hoher Wohn- und Lebensqualität. Dank des Engagements einer Bürgerinitiative blieb die Siedlung trotz geplanter Abrisse in den 1960er-Jahren erhalten. Heute steht sie unter Denkmalschutz. Ihr könnt die Siedlung bei Führungen kennenlernen. Im Rheinpreußenhaus erwarten euch zudem eine Fotoausstellung und Ausschnitte aus „Ruhrgebiets Oasen – Drei Siedlungen“.
Lohmühle
Die Lohmühle in Baerl ist eine vierstöckige Turmwindmühle, die 1834 auf dem Deich eines alten Rheinarms errichtet wurde. Als lebendiges Technikdenkmal zeugt sie von der Geschichte des Müllerhandwerks. Das originale Mahlwerk ist vollständig erhalten und wurde umfassend restauriert. Auch das Flügelkreuz kann heute wieder in Gang gesetzt werden. Erfahrt während einer Führung, wie in der Getreidemühle einst Korn zu Mehl gemahlen wurde.
Friemersheimer Dorfkirche
Die denkmalgeschützte Dorfkirche ist die älteste Kirche in Friemersheim. Bereits 1147 wird eine Kapelle an diesem Ort erwähnt, eine Kirche entstand erstmals Ende des 15. Jahrhunderts. Über die Jahrhunderte wurde sie mehrfach umgebaut. Ihr heutiges Erscheinungsbild mit dreischiffigem Kirchenschiff, spätgotischem Chor und Turm mit geschwungener Haube entspricht weitgehend dem ausgehenden 18. Jahrhundert.
Die zentral gelegene Kirche prägt bis heute das historische Dorfgefüge von Friemersheim. Gemeinsam mit dem erhaltenen, landwirtschaftlich geprägten Dorfkern hat sie den tiefgreifenden Wandel der Region durch die Industrialisierung überdauert. Ein Klassiker, der sich über euren Besuch freut.





