FAQ Asiatische Hornisse
Fragen und Antworten zur Asiatischen Hornisse
Wo kommt die Asiatische Hornisse her, wie sieht sie aus und was frisst sie?
Herkunft
Die Asiatische Hornisse stammt, wie ihr Name bereits verrät, aus Asien. In Asien ist sie weitverbreitet. In Europa wurde sie das erste Mal im Jahr 2004 im Südwesten Frankreichs nachgewiesen. Es wird vermutet, dass die Asiatische Hornisse mit einer Schiffslieferung Europa erreichte. Das Schiff lieferte Bonsai-Töpfe aus der Region Shanghai nach Frankreich.
In Duisburg wurde das erste Nest der Asiatischen Hornisse im Herbst 2022 entdeckt.
Aussehen
Asiatische Hornissen sind ungefähr 2,5 cm lang, die Königin kann bis zu 3 cm lang sein. Demnach sind Asiatische Hornissen etwas kleiner als die Europäische Hornissen, jedoch größer als Wespen.
Im Vergleich zur Europäischen Hornisse, die eher gelb/braun gefärbt ist, schwarze Streifen und dunkle Beine hat, ist die Asiatische Hornisse eher dunkel (schwarz) gefärbt, hat einen dünnen und einen breiten gelbe Streifen sowie gelbe Füße.
Nahrung
Die Asiatische Hornisse ist, wie die Europäische Hornisse und Wespe, ein Allesfresser. Größtenteils ernährt sie sich von Insekten, hauptsächlich von Wespen, Bienen, Fliegen, Mücken und Käfern.
Ein großer Anteil ihrer Nahrung besteht, insbesondere im Spätsommer und Herbst, aus Honigbienen. Asiatische Hornissen verfügen über ein artspezifisches Jagdverhalten an Bienenständen: Die Asiatische Hornisse schwebt vor dem Einflugloch des Bienenstocks und fängt ein- und ausfliegende Honigbienen in der Luft.
Asiatische Hornissen ernähren sich zudem von Nektar und Honigtau an Blüten, von reifen Früchten und von Aas toter Tiere (z. B. Vögel, Säugetiere).
Welche Nester baut die Asiatische Hornisse und wie entwickelt sich das Volk im Jahr?
Primärnest
Asiatische Hornissen leben in einer Gemeinschaft, einem sogenannten Staat. Gegründet wird dieser Staat im Frühjahr von einer Königin, die den Winter in ihrem Versteck überlebt hat.
Im Frühjahr (Februar – April) beginnt die Königin, sobald die Temperaturen milder werden (>12 Grad Celsius Tagestemperatur), mit dem Nestbau. Das sogenannte Primärnest befindet sich häufig an geschützten Orten, zum Beispiel in Garagen, Gartenhäusern, Carports oder in dicht gewachsenen Hecken. Das Primärnest kann die Größe eines Handballs erreichen.
Sekundärnest
Ab etwa Ende Juni/Anfang Juli bauen die Asiatischen Hornissen das sogenannte Sekundärnest, meistens in Baumkronen. In seltenen Fällen kann das Primärnest zum Sekundärnest ausgebaut werden, und die Tiere bleiben vor Ort, oder die Hornissen bauen das Sekundärnest in Hecken oder an/in Gebäuden. Das Sekundärnest erreicht ungefähr die Größe eines Fußballs. Die Sekundärnester werden häufig erst nach dem herbstlichen Laubfall in den Bäumen entdeckt.
Im Spätsommer/Herbst (je nach Witterung/Temperaturen) schlüpfen junge Königinnen, die sich mit geschlechtsreifen Männchen paaren. Das Hornissenvolk stirbt dann langsam ab, während die befruchteten Jungköniginnen geeignete Überwinterungsplätze suchen. Die Nester können, je nach Witterung, bis in den Dezember aktiv sein. Die Nester verwittern im Laufe des Herbstes/Winters; die Sekundärnester werden häufig von Vögeln zerstört, da Spechte, Meisen und Co. die verbliebenden Larven aus den Nestern fressen.
Im kommenden Frühjahr erwachen die Königinnen, die den Winter überlebt haben, und beginnen erneut mit dem Nestbau an geeigneter Stelle. Nester aus dem Vorjahr werden nicht erneut genutzt.
Warum ist die Asiatische Hornisse eine invasive Tierart und was bedeutet das?
Da die Anzahl der Asiatischen Hornissen pro Staat sehr hoch ist, besteht der Verdacht, dass es insbesondere im Spätsommer sowie im Herbst UND bei hohen Nestdichten (pro Quadratkilometer) zur Minderung der Bestäuberleistungen durch Honig- und Wildbienen kommen kann, wenn diese von der Asiatischen Hornisse erbeutet werden.
Hierzu folgende Beispiele:
- In Nordwest-Spanien wurde die Veränderung der Bestäubergemeinschaft am Beispiel der Minze dokumentiert. Blühende Minzebestände wurden in Gebieten, in denen die Asiatische Hornisse nachgewiesen wurde, deutlich seltener von anderen Insekten besucht als blühende Bestände ohne das Vorkommen der Asiatischen Hornisse. Die Bestäubungsleistung und damit auch die Fruchtbildung dieser Nektarpflanze waren reduziert.
- Am Irischen Efeu wurde festgestellt, dass die Bestäuberleistung und Samenbildung im Zusammenhang mit dem Vorkommen der Asiatischen Hornisse reduziert war.
- In Südkorea zeigen Untersuchungen, dass die Anteile heimischer Hornissen-Arten an der Gesamtpopulation der Hornissen nach Etablierung der Asiatischen Hornisse zurückgegangen sind.
Die Volksstärke der Asiatischen Hornisse ist beispielsweise dreifach so hoch wie die der Europäischen Hornisse. Die Nestdichte der Sekundärnester betrug in Frankreich beispielsweise in den Jahren 2007 bis 2014 durchschnittlich 4,8 Nester pro Quadratkilometer, in urbanen Gebieten konnten jedoch auch bis zu zwölf Nester pro Quadratkilometer festgestellt werden.
Die rasche Ausbreitung und die Erreichung hoher Siedlungsdichten in kurzer Zeit sowie die Annahme, dass die Asiatische Hornisse negative Auswirkungen auf die Bestäuberleistung haben könnte, führten dazu, dass die Art in Europa als invasiv eingestuft wurde.
Aktuell liegen noch keine gesicherten, aber auch keine abschließenden, Erkenntnisse vor, dass von der Asiatischen Hornisse negative Auswirkungen auf heimische Tierarten, wie z. B. die heimischen Insekten (z. B. Wildbienen oder Europäische Hornissen), ausgehen.
Die Asiatische Hornisse musste bis zum Jahr 2025 gemäß den Vorgaben der EU-Verordnung (VO (EU) Nr. 1143/2014) (Öffnet in einem neuen Tab) durch die zuständigen Behörden als invasive gebietsfremde Art beseitigt werden. In Duisburg war die Untere Naturschutzbehörde für die Beseitigung aller gemeldeten Primär- und Sekundärnester im Stadtgebiet verantwortlich. Ziel dieser rechtlichen Vorgabe ist die vollständige und dauerhafte Beseitigung der Population der betroffenen invasiven Art.
Im Herbst 2022 wurde der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) (Öffnet in einem neuen Tab) das erste (und in diesem Jahr auch das einzige) Nest der Asiatischen Hornisse in Duisburg gemeldet. Bürgerinnen und Bürger waren aufgerufen, jedes potenzielle Nest der Asiatischen Hornisse an die UNB zu melden. In den darauffolgenden Jahren stiegen die Meldungen langsam aber stetig an. Jedes gemeldete Nest wurde auf Kosten der Stadt Duisburg beseitigt. Trotz der sofortigen und kostenaufwendigen Beseitigung aller gemeldeten Nester ist es weder gelungen, die Etablierung der Art zu stoppen, noch eine Expansion der Art zu verlangsamen.
Seit März 2025 wird die Asiatische Hornisse als „weit verbreitet“ in Deutschland eingestuft. Die flächendeckende Bekämpfung der Asiatischen Hornisse ist seitdem nicht mehr rechtlich verpflichtend, da ein vollständiges Zurückdrängen dieser Art nicht mehr realistisch ist. Die Stadt Duisburg übernahm im Jahr 2025 noch einmal die Kosten für die Beseitigung von Nestern der Asiatischen Hornisse, sofern die EigentümerInnen die Nester, inklusive Fotos der Tiere als Nachweis, bei der UNB meldeten.
Die UNB (Öffnet in einem neuen Tab)ist aktuell nur im Einzelfall für die Beseitigung von Nestern verantwortlich, nämlich dann wenn das Vorkommen der Asiatischen Hornisse nachgewiesene negative Auswirkungen auf die Biodiversität und die damit verbundenen Ökosystemdienstleistungen hat.
Muss ich die Sichtung von Asiatischen Hornissen und/oder ihren Nestern melden?
Die Meldepflicht für Asiatische Hornissen endete im März 2025, da die rechtliche Beseitigungspflicht in Deutschland mit der Einstufung als „weit verbreitete Art“ zu dieser Zeit endete.
Asiatische Hornissen, die als Einzeltiere festgestellt werden, sollen keiner Stelle gemeldet werden.
Standorte von Nestern, egal ob ein Primär- oder ein Sekundärnest entdeckt wird, können mit Foto an das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK) gemeldet werden:
Nest der Asiatischen Hornisse melden
Nester der Asiatischen Hornisse, die sich im öffentlichen Raum befinden, können Sie der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Duisburg melden. Bitte senden Sie dazu eine E-Mail an die unten stehende E-Mail-Adresse, in der Sie den genauen Standort des Nestes (Straße + Hausnummer + Postleitzahl) angeben sowie ein Foto des Nestes beifügen. Sofern sich der Standort des Nestes nicht in der unmittelbaren Nähe zu einer Straße + Hausnummer befindet sollten Sie die Lage des Nestes auf einem Luftbild kennzeichnen und eine Ortsbezeichnung in der Nähe (z. B. Straße + Postleitzahl) benennen.
Die Untere Naturschutzbehörde (Öffnet in einem neuen Tab) prüft, ob sich der Standort des Nestes auf städtischen Grund befindet und sendet Ihre Anzeige, im Falle einer städtischen Zuständigkeit, an die unterhaltungspflichtige Stelle der Stadt. Die unterhaltungspflichtige Stelle entscheidet dann in eigener Verantwortung, ob das Nest beseitigt werden muss/soll oder, ob das Nest vor Ort verbleibt.
Sofern die Stadt Duisburg nicht Eigentümerin des betroffenen Grundstücks ist, kann Ihre Anzeige nicht an die Eigentümerin des Grundstücks weitergeleitet werden.
Sie erhalten in jedem Fall eine kurze Rückmeldung auf Ihre Anzeige.
Ihre Anzeige über den Fundort eines Nestes der Asiatischen Hornisse im öffentlichen Raum können Sie an die folgende E-Mail-Adresse senden:
Befindet sich das Nest der Asiatischen Hornisse auf privaten Grundstück muss die Eigentümerin/der Eigentümer des Grundstücks in eigener Verantwortung entscheiden, ob das Nest beseitigt werden soll/muss oder, ob das Nest vor Ort verbleiben kann.
Beseitigung von Nestern der Asiatischen Hornisse
Wer ist für die Beseitigung von Nestern verantwortlich?
Die Eigentümerin und/oder der Eigentümer eines Grundstücks, auf dem das Nest der Asiatischen Hornisse festgestellt wird, trifft in eigener Verantwortung die Entscheidung, ob das Nest beseitigt werden muss/soll oder, ob das Nest vor Ort verbleiben kann/soll.
Wer beseitigt die Nester?
Die Beseitigung der Nester sollte von fachkundigen Personen (z. B. Schädlingsbekämpfer) durchgeführt werden, um das Leid der Tiere während der Tötung des Volkes zu mindern und um Gefahren, wie zum Beispiel Verletzungen von Menschen im Umfeld des Nestes, das beseitigt wird, durch die Hornissen zu vermeiden. Die fachkundige Person wendet in der Regel auch zugelassene und wirksame Methoden und Substanzen an, um das Volk der Asiatischen Hornissen zu töten und das Nest zu beseitigen.
Die fachkundige Person kann zudem die Art, die das Nest bewohnt, bestimmen. Sofern das Nest von der Europäischen Hornisse ist, darf das Nest nicht beseitigt werden. In diesem Fall wenden Sie sich bitte an die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Duisburg unter artenschutzstadt-duisburgde unter Angabe Ihres Namens, Ihrer Anschrift und, sofern möglich, Ihrer Telefonnummer.
Schädlingsbekämpfer, die ihre Unternehmen in Duisburg haben, finden Sie über die gängigen Suchmaschinen im Internet oder in den Gelben Seiten.
Das Bürgerportal „Meldeportal Vespa velutina“ bietet Ihnen ebenfalls Unterstützung in Bezug auf die Asiatische Hornisse an. Das Portal liefert Informationen zur Asiatischen Hornisse und bietet an, fachkundige Ansprechpartner in Ihrer Umgebung zur Beseitigung von Nestern der Asiatischen Hornisse zu finden:
Meldeportal
Wer trägt die Kosten für die Beseitigung?
Die Kosten für die Beseitigung der Nester der Asiatischen Hornisse trägt die Eigentümerin/der Eigentümer des Grundstücks bzw. die Person, die die Beseitigung des Nestes beauftragt hat. Allerdings gibt es ein Förderkonzept des Landes NRW, über das geschulte Imkerinnen und Imker finanzielle Unterstützung sowie Prämien (z. B. 150 € für Primärnester, 300 € für Sekundärnester) für die fachgerechte Nestbeseitigung über die Landwirtschaftskammer beantragen können. Die Prämien können von geschulten Imkerinnen und Imkern in Anspruch genommen werden, die Nester selbst beseitigen oder dafür einen professionellen Schädlingsbekämpfer beauftragen.
Informationen des Ministeriums:
Ist die Beseitigung von Nestern der Asiatischen Hornisse sinnvoll?
Im Frühjahr und Frühsommer ist die Beseitigung der Primärnestern und die gleichzeitige Tötung der Königin eine effektive Maßnahme, um die weitere Vermehrung und Ausbreitung der Asiatischen Hornisse zu verhindern. Die Kosten für die Beseitigung von Primärnestern sind in der Regel ähnlich hoch wie die Kosten für die Beseitigung eines Wespennestes.
Die Beseitigung von Sekundärnestern ist eine effektive Maßnahme zur Unterbindung der weiteren Vermehrung der Asiatischen Hornisse, sofern die sogenannten Geschlechtstiere (insbesondere die Jungköniginnen) das Nest noch nicht verlassen haben. Die Kosten für die Beseitigung von Sekundärnestern sind, je nach Lage/Standort des Nestes, höher als die durchschnittlichen Kosten für die Beseitigung eines Wespennestes.
Ist die Asiatische Hornisse für den Menschen gefährlich?
Die Asiatische Hornisse verhält sich, ähnlich wie Hummeln oder Europäische Hornissen, friedlich gegenüber dem Menschen. Wespen dagegen verhalten sich häufig „distanzlos“ zu Menschen. Sie untersuchen Haare und Kleidung nach Gerüchen oder überfliegen Speisen und Getränke, wenn diese zum Beispiel im Freien konsumiert werden – und das nicht nur einmal pro Tier. Dieses, auf uns „distanzlos“ wirkende Verhalten, bewegt zu Abwehrverhalten, wie zum Beispiel Armbewegungen in Richtung der Wespe oder löst ein Schlagen nach der Wespe aus. Wespen und Menschen geraten daher häufig in Konflikte und es kommt zu Stichen.
Hornissen sind nicht an uns und unseren Gerüchen interessiert; an unserer Nahrung finden sie kein bzw. kaum Interesse, vor allem nicht an Süßspeisen. Sofern eine Hornisse an dem Fleisch auf unseren Tellern interessiert ist, verhält sie sich, bei ruhigen Abwehrverhalten, wie z. B. einer langsamen Handbewegung in Richtung Hornisse, gegenüber dem Menschen eher scheu. Grundlos werden Menschen nicht von Hornissen angegriffen. Zu Stichverletzungen durch Hornissen kommt es bei direkter Bedrohung der Tiere, wie z. B. dem mehrfachen Schlagen nach einem Tier oder wenn man zum Beispiel reifes Obst erntet und die Hornisse dabei mit den Fingern einklemmt.
In Nestnähe verhalten sich alle sozialen Insekten wie Hornissen, Hummeln oder Wespen aggressiv gegenüber potenziellen Angreifern, da nicht nur die Königin in dem Nest ist, sondern auch ihr Nachwuchs. Asiatische Hornissen verteidigen ihr Nest stärker als die Europäische Hornisse. Daher gilt generell, aber vor allem für die Asiatische Hornisse: Halten Sie Abstand (ca. drei bis fünf Meter) zum Nest der Hornissen, tätigen Sie keine Handlungen, die zu Erschütterungen des Nestes führen können, und versuchen Sie nicht, das Nest zu beschädigen. Die Ein- und Ausflugschneise der Hornissen, die in Nestnähe anhand des Flugverkehrs gut erkennbar ist, sollen Sie nicht stören, da die Hornissen dies schon als potenzielle Gefahr für ihr Nest begreifen können.
Von Asiatischen Hornissen, die bereits in den Sekundärnestern leben, geht in der Regel keine Gefahr aus, da die Sekundärnester meist sehr hoch in den Baumkronen hängen und man mit den Tieren in Nestnähe nicht in Kontakt kommt.
Bedroht die Asiatische Hornissen heimische Insekten, wie z. B. Bienen?
Die Asiatische Hornisse ist ein Allesfresser; sie ernährt sich, ähnlich wie die Europäische Hornisse, insgesamt vielfältig. Größtenteils ernährt sie sich von Insekten, sie nimmt jedoch auch Nektar und Honigtau an Blüten zu sich, frisst reife Früchte und Aas toter Tiere (z. B. Vögel, Säugetiere).
Wenn sie Insekten erbeutet, fängt sie zum Beispiel Wespen, Fliegen, Mücken, Bienen und Käfer. Honigbienen machen, insbesondere im Spätsommer und im Herbst, einen Großteil ihrer Nahrung aus. Asiatische Hornissen verfügen über ein artspezifisches Jagdverhalten an Bienenstöcken über das die Europäische Hornisse nicht verfügt: Die Asiatische Hornisse schwebt vor dem Einflugloch des Bienenstocks und fängt ein- und ausfliegende Honigbienen in der Luft.
Honigbienen sind also insbesondere im Spätsommer und im Herbst eine attraktive Nahrungsquelle für Asiatische Hornissen, da die Verfügbarkeit von Honigbienen im Siedlungsraum im Vergleich zu wildlebenden Insekten höher ist. Wildlebende Insekten sind zu diesen Jahreszeiten aufgrund von Nahrungsmangel und anderen Faktoren (z. B. Einsatz von Pestiziden) weniger stark vorhanden als die Honigbienen, die von Imkerinnen und Imkern gepflegt und gefüttert werden. Zudem sind Honigbienen an Bienenstöcken punktuell in hoher Anzahl verfügbar, auf andere wildlebende Insekten, wie z. B. Wildbienen, trifft dies natürlicherweise nicht zu.
Nach derzeitigem Wissensstand wird davon ausgegangen, dass keine Gefahr für die Bestände von Wildbienen und anderen Insektenarten durch das Vorkommen der Asiatischen Hornisse zu erwarten ist.
Das Land Nordrhein-Westfalen stärkt den Schutz der Honigbiene mit einem Förderkonzept für Imkerinnen und Imkern das gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer, den nordrhein-westfälischen Imkerverbänden und dem Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbund entwickelt wurde.
Das Förderkonzept basiert auf drei Säulen:
- Schulungen für die sachkundige Bekämpfung: Schulung zu Wespen- und Hornissenberatern sowie Schulung zur Entfernung/Bekämpfung von Nestern
- Finanzielle Förderung von Schutzausrüstung und Technik für Imkerinnen und Imker
- Prämien für die Entfernung von Nestern: Die Prämien können von geschulten Imkerinnen und Imkern in Anspruch genommen werden, die Nester selbst beseitigen oder dafür einen professionellen Schädlingsbekämpfer beauftragen.
Links und Downloads
- Landesamt für Natur, Umwelt und Klima NRW (Öffnet in einem neuen Tab)
- Bürgerportal Vespa velutina (Öffnet in einem neuen Tab)
- Velutina Netzwerk Duisburg (Öffnet in einem neuen Tab)
- Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW (Öffnet in einem neuen Tab)
- Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Öffnet in einem neuen Tab)
- Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (Öffnet in einem neuen Tab)
Kontakt
Anschrift
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