Durch die bewusste Planung und Gestaltung Ihres Gartens können Sie einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Umwelt leisten und gleichzeitig die Schönheit und Funktionalität Ihres Gartens steigern.
Ein gut gestalteter, naturnaher Garten mit einer ausgewogenen Mischung aus Sträuchern und Bäumen bietet einen hohen Erholungswert und kann den Wert Ihrer Immobilie steigern.
Grundlegendes Ziel einer naturnahen („ökologischen“) Gartengestaltung ist die Schaffung von Lebensräumen. Ein abwechslungsreich bepflanzter Garten mit zahlreichen Arten an einheimischen Kräutern und Stauden bietet für Insekten das gesamte Jahr über Nahrung. Lassen Sie eine Ecke Ihres Gartens verwildern und eine Wildblumenwiese entstehen. Die Anlage eines Gartenteiches bietet Lebensraum für Amphibien und Insekten, z.B. Libellen. Sträucher und Bäume bieten Vögeln, Insekten und Kleintieren Unterschlupf, Nistplätze und Nahrungsquellen (z.B. Holunder, Eberesche), insbesondere für die Vögel im Winter.
Die Verwendung natürlicher Materialien wie Rasen, Holz und Pflanzen bietet zahlreiche Vorteile für Ihren Garten und die Umwelt: Natürliche Materialien schaffen Lebensräume für Insekten, Vögel und andere Kleintiere.
Grundlegende Überlegungen zur Planung
Je nach dem, ob Ihr Garten eher sonnig, halbschattig oder schattig ist, wählen Sie Pflanzen, die zu den Boden- und Lichtverhältnissen in Ihrem Garten passen.
Sträucher können als Hecken angelegt oder in Gruppen gepflanzt werden. Eine dichte Hecke bietet Sichtschutz, Lärmschutz und einen idealen Rückzugsort für Vögel und Insekten. In Gruppen gepflanzte Sträucher können als gestalterisches Element dienen und gleichzeitig wertvollen Lebensraum schaffen.
Ein einzelner Baum kann als zentraler Blickfang im Garten dienen. Bäume wie die Rotbuche oder die Winterlinde sind nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern auch ökologisch wertvoll.
Auswahl geeigneter Pflanzen
Setzen Sie auf heimische Pflanzenarten, da diese besser an die lokalen Bedingungen angepasst sind und heimische Insekten und Vögel unterstützen. Mindestens 10 % Ihrer Gartenfläche sollten mit Sträuchern bepflanzt werden. Sträucher und Bäume sind zentrale Elemente in einem naturnahen Garten. Durch ihre vielfältigen Strukturen und die Möglichkeit, Nistplätze und Nahrung zu bieten, schaffen sie wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tierarten.
Beispiele für Sträucher und Bäume sind der Weißdorn, die Kornelkirsche und die Eberesche. Weitere Beispiele finden Sie zum Download.
Wählen Sie Pflanzen aus, die gut an die lokalen Bedingungen angepasst sind. Trockenheitsresistente Pflanzen wie Lavendel, Thymian oder Gräser sind ideal für Bereiche, die weniger bewässert werden können. Achten Sie ferner darauf, Pflanzen mit unterschiedlichen Blüh- und Fruchtzeiten auszuwählen, um das ganze Jahr über Nahrung für Insekten und Vögel bereitzustellen.
Frühblüher wie Schneeglöckchen, Krokusse oder Buschwindröschen blühen bereits sehr früh im Jahr und nutzen das Sonnenlicht, bevor die Bäume Blätter tragen. Sie sind nicht nur für das Auge schön anzusehen, sondern auch für die Natur besonders wichtig, da sie nach dem Winter eine der ersten Nahrungsquellen für Insekten wie unsere heimischen Wildbienen bieten. Diese Insekten vermehren sich dadurch schnell und stehen nach dem kräftezehrenden Vogelzug im Frühling den zurückkehrenden Vögeln als Futter zur Verfügung. Besonders während der Brutzeit und der Jungenaufzucht sind sie lebenswichtig. So tragen Frühblüher dazu bei, den natürlichen Kreislauf nach dem Winter wieder in Gang zu setzen.
Pflanzung und Pflege
Bodenvorbereitung
Lockern Sie den Boden gut auf und entfernen Sie Unkraut. Bei schweren Böden kann eine Verbesserung durch Sand oder Kompost sinnvoll sein. Lassen Sie ausreichend Platz zwischen den Pflanzen, damit sie sich gut entwickeln können. Beachten Sie die Endgröße der Pflanzen, um zu vermeiden, dass sie sich später gegenseitig bedrängen.
Bewässerung
Besonders in den ersten Jahren benötigen Sträucher und Bäume regelmäßige Wassergaben, besonders in trockenen Perioden.
Nutzen Sie Regenwasser zur Bewässerung Ihrer Pflanzen, um natürliche Ressourcen zu schonen und die Pflanzen optimal zu versorgen. Die Nutzung von Regenwasser zur Bewässerung trägt nicht nur zur Schonung der Trinkwasserreserven bei, sondern fördert auch die Gesundheit Ihrer Pflanzen. Regenwasser ist frei von chemischen Zusätzen wie Chlor und enthält weniger Kalk als Leitungswasser, was es besonders für Pflanzen geeignet macht.
Formschnitte
Sträucher sollten regelmäßig, jedoch behutsam geschnitten werden, um ihre Form zu erhalten und das Wachstum zu fördern.
Vermeiden Sie radikale Rückschnitte während der Vogelbrutzeit zwischen dem 1. März und Anfang Oktober.
Rasen
Verwenden Sie regionale Grasmischungen, die an das lokale Klima angepasst sind und weniger Pflege benötigen.
Mähen Sie Ihren Rasen nicht zu kurz, um die Bildung eines dichten Rasenteppichs zu fördern und die Artenvielfalt zu erhöhen.
Überlegen Sie, ob Sie einen Teil Ihrer Rasenfläche in eine Blumenwiese oder einen Gemüsegarten umwandeln können.
Weitere Gestaltungselemente
Holz
Verwenden Sie unbehandeltes Holz für Zäune, Gartenmöbel und Spielgeräte.
Bevorzugen Sie Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft und aus Ihrer Region.
Verwenden Sie natürliche Holzschutzmittel wie Leinöl oder Holzöl.
Steine und Kies
Verwenden Sie Natursteine für Wege und Beeteinfassungen.
Kies kann als Wegebelag verwendet werden, sollte jedoch nicht zu großflächig eingesetzt werden, um die Bodenversiegelung zu minimieren. Befindet sich Ihr Gartengrundstück in einem Landschaftsschutzgebiet, sollten Sie sich mit der Unteren Naturschutzbehörde in Verbindung setzen, um zu klären, inwieweit das Ausbringen von Kies gestattet ist.
Mulch
Decken Sie den Boden mit einer Schicht aus Rindenmulch oder Laub ab, um die Feuchtigkeit zu speichern und das Wachstum von Unkraut zu hemmen. Mulchschichten aus organischem Material wie Rindenmulch oder Laub halten den Boden feucht und reduzieren den Bewässerungsbedarf. Sie verhindern das schnelle Verdunsten von Wasser und fördern gleichzeitig die Bodenfruchtbarkeit.