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Programm "Verein für Literatur Duisburg" 2026/2027

Zentralbibliothek im Stadtfenster, Steinsche Gasse 26, 47051 Duisburg

Ronald Reng
Dienstag, 15. September 2026, 20.00 Uhr

Ronald Reng „Der deutsche Sommer“

Eintritt: 10,– € / VVK 8,– € 

2006 – die Fußball-WM fand in Deutschland statt, Millionen  Menschen aus der ganzen Welt waren zu Gast und eine Leichtigkeit, wie sie nur ein Sommer hervorbringen kann, erfasste das Land.  Die Deutschen, die zuvor Hemmungen im Umgang mit  Nationalsymbolen gezeigt hatten, malten sich die Nationalfarben auf die Wangen, Immigranten schwenkten zum ersten Mal im  Leben die deutsche Fahne und internationale Umfragen erklärten Deutschland zum coolsten Land der Welt. Heute leben wir in  einem anderen Land. Ronald Reng schildert die Zeit der Leichtigkeit und fragt, ob so ein Hochgefühl heute noch möglich ist.

Kartenvorverkauf (Öffnet in einem neuen Tab)

Annika Büsing
Dienstag, 22. September 2026, 20.00 Uhr

Annika Büsing „Magisch“

Eintritt: 10,– € / VVK 8,– € 

Magisch ist zurück. Natürlich mit einem Job, der nicht ganz legal ist, natürlich mitten in der flirrenden Hitze des Spätsommers. Und alles fühlt sich an wie in ihren besten Zeiten, als Marie und Magisch erst enge Freunde und dann die erste Liebe wurden. Mehr als fünfzehn Jahre sind vergangen, und jetzt sitzen sie unten am Feldweg bei der Pferdekoppel im Schatten der Büsche und trinken Fanta-Korn als wären sie nie weg gewesen. Doch Andi, Maries Bruder, ist auch noch da, war tatsächlich nie weg, ist mittlerweile in der Partei, und noch immer gefährlich. Als Magisch bedroht wird, ist für Marie der Zeitpunkt gekommen, die Frage nach der Brandmauer in der eigenen Familie neu zu stellen.

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Nefeli Kavouras
Montag, 05. Oktober 2026, 20.00 Uhr

Nefeli Kavouras „Gelb, auch ein schöner Gedanke“

Eintritt: 10,– € / VVK 8,– € 

Georg stirbt, und das schon viel zu lange. Während Ruth ihren Mann selbstvergessen zu Hause pflegt und sich darüber von ihrer fünfzehnjährigen Tochter Lea entfremdet, möchte die endlich Normalität und ungebremst ein jugendliches Leben führen. Ruth und Lea brauchen sich, driften aber immer weiter voneinander weg. Und dann passiert etwas mit Georg, mit dem keiner gerechnet hat.

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Frank Goosen
Dienstag, 13. Oktober 2026, 20.00 Uhr

Frank Goosen „Lovely Rita“

Eintritt: 10,– € / VVK 8,– €

In seinem neuen Roman geht Frank  Goosen in die Kneipe. Genauer gesagt ins „Haus Himmelreich“, die alte Eckkneipe, in der sich Geschichten und Schicksale kreuzen: Da ist das Tresencockpit mit dem Käpt’n, dem Langen und Willi Trommer, Typen, die schon seit Urzeiten hier sitzen. Da sind Gisela, die Kunstzapferin, die Wacholder-Anni oder auch die Gräfin, die manchmal in einem alten Song lebt. Vor allem aber ist da Rita  Urbaniak, Lovely Rita, die Wirtin, die eigentlich mal was ganz anderes machen wollte, der aber das Leben dazwischenkam. In „Lovely Rita“ erzählt Frank Goosen gewohnt humorvoll und warmherzig über ein aussterbendes Biotop, die Kneipe.

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Alain Kniebs
Donnerstag, 05. November 2026, 20.00 Uhr

Alain Kniebs „Irene Janetzky – ein Leben im Zeichen des belgischen Rundfunks“

Eintritt: 10,– € / VVK 8,– € 

Irene Janetzky – der Name dürfte kaum jemandem bekannt sein und doch lohnt es sich, ihre Geschichte zu erzählen. Geboren 1914 in Duisburg und aufgewachsen in Malmedy war sie eine Pionierin: Als erste Leiterin der deutschsprachigen Sendungen im Belgischen Rundfunk formte sie ab 1945 ein Programm für die sprachliche Minderheit in den Ostkantonen – mit Haltung, Feingefühl und  unermüdlichem Einsatz. Diese Biografie erzählt von einer Frau, die als Radiostimme begann und in einer männerdominierten Welt zur politischen Brückenbauerin wurde. 

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Manuel Bittorf
Mittwoch, 18. November 2026, 20.00 Uhr

Manuel Bittorf „Goldener Retriever“

Eintritt: 10,– € / VVK 8,– € 

Mitten auf der Straße kommt Max wieder zu sich. Um ihn herum Blaulicht. Was zum Teufel ist passiert? Er ist doch gerade erst mit seinem Freund Chau hier angekommen. Nach einer letzten wilden Party in der Provinz sind sie raus aus dem Osten, rein nach Westberlin. Im noblen Grunewald wohnen sie völlig verloren zwischen Prunkvillen und Ferraris. Der Zufall bringt Max und Chau auf eine Geschäftsidee, die ihr frisch begonnenes Studium schnell in den Hintergrund rücken lässt. Ihr Plan funktioniert bis er zum Staatsakt wird. Für alle, die wissen, wie sich Verlorensein anfühlt und wie schön es ist, wenn man das Leben trotzdem in die eigene Hand nimmt.

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Portrait de Safia Al Bagdadi
08.06.2026Donnerstag, 03. Dezember 2026, 20.00 Uhr

Safia al Bagdadi „Unser Haus mit Rutsche“

Eintritt: 10,– € / VVK 8,– € 

Laylas Eltern sind das glamouröseste  Liebespaar der Welt, oder zumindest Saarbrückens. Ihr irakischer Vater hat ständig neue Geschäftsideen und verspricht seiner staunenden Familie zugleich  Umzüge nach New York, ein Haus mit Rutsche in den Tigris, eine große Zukunft. Ihre französische Mutter stammt aus dem nobelsten Bürgertum, rebelliert  gegen ihr Elternhaus. Alles in dieser Familie kann nur schiefgehen und ist dennoch oft leicht und wunderschön. Dann bricht 1991 der Golfkrieg aus, Laylas wird Vater ein Fremder. Ein tragikomischer Familienroman über das  Leben zwischen den Kulturen.

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Julia Franck
Donnerstag, 14. Januar 2027, 20.00 Uhr

Julia Franck „Ich ertrinke in den Wassern meiner eigenen Liebe. Rilkes letzte Geliebte.“

Eintritt: 10,– € / VVK 8,– € 

1920 begegnet die Malerin Baladine Klossowska dem Dichter Rainer Maria Rilke wieder. Sie, die geschiedene Mutter zweier halbwüchsiger Söhne - einer ist der Maler Balthus -, verliebt sich leidenschaftlich in ihn. Nach einer kurzen Amour fou geht Rilke immer mehr auf Abstand zu der Geliebten. Wo sie unbedingte Nähe und Gemeinschaft sucht und sich in der Liebe zu ihm verliert, braucht er Abstand und Ruhe, um schreiben zu können. Sie schreiben sich sehnsuchtsvolle Briefe, immer auf der Suche nach dem richtigen Maß von Nähe und Distanz. „Mouky“, nennt Rilke seine Freundin darin zärtlich.  Ein Brief an sie wird der letzte sein, den er kurz vor seinem Tod schreibt ...

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