Begrüßungen und Keynote

Die 10. Duisburger Bildungskonferenz wurde moderiert von Edda Dammmüller und startete mit zwei Grußworten und einem fachlichen Input.

Die Grußworte

Dagmar Domeier, Schulleiterin des Kaufmännischen Berufskollegs Duisburg-Mitte, eröffnete die Duisburger Bildungskonferenz, die bereits zum fünften Mal in den Räumlichkeiten ihrer Schule stattfand. Astrid Neese, Beigeordnete für Bildung, Arbeit und Soziales begrüßte die Teilnehmenden zur inzwischen 10. Duisburger Bildungskonferenz. 

Begrüßungsworte Dagmar Domeier

Grußwort Astrid Neese

Die Keynote

Die Keynote „Mit BNE und Bildungsmonitoring in eine chancengerechte Zukunft steuern.“ hielt Dr. Antje Brock, Technische Universität Berlin, Institut Futur. 

Globales Bildungsziel ist, dass weltweit bis 2030 Menschen mit den Fähigkeiten und Kompetenzen ausgestattet werden, um aktiv zur Nachhaltigkeit beitragen zu können. Dafür brauche es hochgradig effiziente und wirksame Lernumgebungen, die Menschen entweder direkt zum Handeln einladen oder selbst Teil des Lernprozesses sind.

Dr. Antje Brock beleuchtete unter anderem die Planetary Health Checks, stellte die sogenannten „Pollution Pods“ vor, in denen man die Luftqualität, Gerüche und Temperaturen von Städten wie Neu-Delhi, São Paulo, Beijing, London oder Trondheim direkt erleben kann, erklärte, wie Ernährung als zentraler Hebel Veränderung bewirken kann, befasste sich mit der Frage „Was bewegt Menschen tatsächlich zu anderem Handeln? Welchen Effekt hat Wissen wirklich?“ und kam zu dem Schluss, dass Bewusstsein allein nicht ausreicht, sondern reale Handlungsoptionen wichtig sind. Sie erläuterte den Whole Institution Approach als ganzheitliches Bildungskonzept. Dort, wo Nachhaltigkeit sichtbar gelebt wird und sich an unterschiedlichen Stellen der Institution zeigt, sind Motivation und das Gefühl von Empowerment deutlich höher. Die Referentin stellte dar, dass in den letzten Jahrhunderten hochgradig intergenerationell und ohne schlechte Absichten versucht worden sei, eine „gute Moderne“ zu schaffen. Dabei konnte das menschliche Wohlbefinden erheblich gesteigert werden, allerdings auf Kosten der planetaren Gesundheit. Heute befinden wir uns an einem Punkt, an dem das menschliche Wohlbefinden weiter erhöht werden soll, ohne die planetaren Grenzen weiter zu überschreiten. Ein entscheidender Unterschied liege bei Zielen und Transformationsprozessen darin, wie Ziele formuliert seien. Nachhaltigkeitsthemen sind häufig stark von Avoidance geprägt („Die Lage ist schlecht, wir müssen da irgendwie raus“). Wirksamer sind jedoch Approach-Strategien, die positive Zielbilder und Pull-Effekte erzeugen, wie etwa durch nachhaltige Ernährung.

Der Vortrag kann leider nicht an dieser Stelle zur Verfügung gestellt werden, Frau Dr. Brock bot aber an, dass Interessierte bei Fragen zu einzelnen Inhalten gern auf sie zukommen können.