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Kiebitze im Landschaftsschutzgebiet Binsheimer­ Feld

Bildausschnitt vom Binsheimer Feld in Duisburg

Im Binsheimer Feld befindet sich das letzte Brutgebiet des Kiebitzes in Duisburg. Damit der Nachwuchs eine Chance hat, ist umsichtiges Verhalten vor Ort entscheidend.

Das Landschaftsschutzgebiet liegt im Nordwesten Duisburgs zwischen Orsoy, Baerl und Binsheim in einer ehemaligen Rheinschlinge. Es ist Teil des Vogelschutzgebiets „Unterer Niederrhein“. Die landwirtschaftlich genutzten Flächen sind teilweise vernässt und haben eine hohe Bedeutung als Brut- und Nahrungsgebiet für zahlreiche Vögel.

Insbesondere Gänse und andere wassergebundene Arten nutzen die Flächen als Rastgebiet während des Zugs oder zur Überwinterung. Gleichzeitig finden gefährdete Arten wie Feldlerchen und Kiebitze hier geeignete Brutplätze.


Rückgang der Kiebitze

Nahaufnahme von einem Kiebitz im Binsheimer Feld

Früher weit verbreitet, ist der Kiebitz heute selten geworden.

  • Kiebitze sind Bodenbrüter und legen ihre Eier in Mulden, bevorzugt auf offenen Ackerflächen. Dadurch sind sie Gefahren wie Witterung oder Fressfeinden ausgesetzt.
  • Ackerflächen werden heutzutage intensiver bewirtschaftet. Das erhöht das Risiko, dass Nester durch landwirtschaftliche Maschinen zerstört werden.
  • Der Einsatz von Pestiziden verringert die Zahl der Insekten und damit die wichtigste Nahrungsquelle der Küken. Diese suchen ihre Nahrung selbst und werden nicht von ihren Elterntieren gefüttert.

Verhalten vor Ort

Bildausschnitt von einer Informationstafel im Binsheimer Feld

Das Binsheimer Feld wird auch zur Naherholung genutzt. Spaziergänge und das Ausführen von Hunden sind hier üblich. Zu beachten ist, dass während der Brut- und Aufzuchtzeit besondere Schutzvorgaben nach dem Landesnaturschutzgesetz NRW (Öffnet in einem neuen Tab) gelten.

Das bedeutet konkret:

  • Hunde vom 1. März bis 31. Juli an der Leine führen
  • Auf den befestigten Wegen bleiben
  • Keine Ackerflächen oder Wiesen betreten

Diese Vorgaben dienen dem Schutz der Vögel und ihres Nachwuchses.

Denn freilaufende Hunde können von den Elternvögeln als Gefahr wahrgenommen werden. Sie verlassen das Nest oder die noch flugunfähigen Küken, wodurch diese besonders gefährdet sind.


Schutzmaßnahmen während der Brutzeit

Die Untere Naturschutzbehörde arbeitet gemeinsam mit den im Binsheimer Feld wirtschaftenden Landwirten, dem Wasserverbund Niederrhein, dem ehrenamtlichen Naturschutz und der Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet daran, den Bruterfolg zu sichern.

  • Nester werden markiert, damit landwirtschaftliche Maschinen um sie herumfahren
  • Blühstreifen, Brachen (Bereiche ohne Nutzung) und Feuchtflächen werden angelegt, um Nahrungsräume zu schaffen und Schutz zu bieten
  • Einige Bereiche sind abgesperrt und es gibt eine Informationstafel

Rücksicht hilft, die Brutplätze im Binsheimer Feld zu erhalten. Wer sich an die Vorgaben hält, leistet einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz.

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Bildnachweise

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