Der Begriff „Kreislaufwirtschaft“ ist vornehmlich ein Begriff, der von der Abfallwirtschaft geprägt wurde. Im Sinne des Kreislaufwirtschaftsgesetztes ist Kreislaufwirtschaft „die Vermeidung und Verwertung von Abfällen“. Zunehmend versteht man unter dem Begriff „Kreislaufwirtschaft“ einen ganzheitlichen Ansatz.
Es geht um den Übergang von einer linearen Wirtschaftsweise hin zu einem Wirtschaftsmodell, bei dem die effiziente Verwendung von Ressourcen im Fokus steht und bei dem Materialien und Produkte in einem Kreislauf der Wieder-, Weiter- und Umnutzung geführt werden, statt sie wegzuwerfen.
Es geht demnach um eine ganzheitliche Betrachtung des gesamten Lebenszyklus von Produkten. Dieser beginnt bei dem Produktdesign und den verwendeten Rohstoffen. Es stehen also u.a. Langlebigkeit, Reparierbarkeit und sortenreine Trennbarkeit der Materialien aber auch Umgang und Nutzungsweise im Mittelpunkt.
Dies zeigt auf, Kreislaufwirtschaft ist nicht nur ein Thema der Wirtschaft, sondern ein gesamtgesellschaftliches. Es erfordert ein Umdenken in unserem Konsumverhalten und das sich Bewusstmachen um die Endlichkeit von Ressourcen. Denn das Festhalten an bisherigen linearen Systemen ist langfristig weder ökonomisch und ökologisch noch sozial tragfähig.
Die im Dezember 2024 beschlossene Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) unterstützt dieses Modell durch rechtliche Rahmenbedingungen und zielgerichtete Maßnahmen. Denn um klima- und umweltpolitischen Ziele zu erreichen, sind die Reduktion des Primärrohstoffverbrauchs und die Schließung von Stoffkreisläufen unerlässlich.
Reduzierter Primärrohstoffbedarf, also der Bedarf nach unbearbeiteten Rohstoffen mindert Treibhausgasemissionen durch Sekundärproduktion (Wiedergewinnung von entsorgten Materialien und Produktionsrückständen) und verringert die Rohstoffabhängigkeit von anderen Ländern.
Das Programm der Umweltwochen 2026 will sich diesem relevanten Thema widmen. Unter verschiedenen Gesichtspunkten soll zielgruppengerecht über Ressourcenknappheit und Umweltauswirkungen informiert sowie Möglichkeiten, Angebote und Ideen in Duisburg zur ressourceneffizienten Nutzung vorgestellt werden, wie zum Beispiel:
· Teilen/ Verleihen/ Tauschen (engl. Sharing Economy)
· Gebrauchtmärkte
· Reparieren statt Wegwerfen
· Recycling
· EU-Richtlinie zum „Recht auf Reparatur“ (Right to Repair, R2R)
· Cradle to Cradle
· Müllvermeidung
· Nachhaltige Quartiersentwicklung
· Bewusster Konsum
· Ressourcenschonung im Baugewerbe
· Stoffkreisläufe in der Landwirtschaft
· Wasser als Ressource im Kreislauf (Trinkwassernutzung, Trinkwasserbrunnen)
· Erneuerbare Energien / Energiekreisläufe (Biomasse)