Die wohlriechende, knisternde Wärme eines Feuers und die gemütliche Atmosphäre eines Holzofens in den eigenen vier Wänden werden zunehmend beliebter. Dabei täuscht das Bild des umweltfreundlichen und klimaschonenden Heizens. Die Verbrennung von Holz, insbesondere in kleinen Kaminöfen verläuft nie vollständig und führt zur Entstehung gesundheitsgefährdender und klimaschädlicher Luftschadstoffe sowie Feinstaub, Ruß und Kohlenstoffdioxid.
Nach Angaben des Umweltbundesamtes emittiert ein herkömmlicher Kaminofen in einer Stunde etwa 500 mg Staub, welches einer Autofahrt von circa 100 Kilometern mit einem PKW der Abgasnorm Euro 6 entspricht. Deutschlandweit sind Holzöfen für circa 20 Prozent der Feinstaubbelastungen verantwortlich.
Dabei gibt es viele Tipps und Tricks um möglichst effizient und emissionsarm zu Heizen. Neben der richtigen Auswahl an Brennstoffen, der Holzfeuchte, dem Anzünden, sowie der Befeuerungsart und Intensität gibt es viele Faktoren, die den Wirkungsgrad von Kaminöfen beeinflussen. Es gilt je höher der Wirkungsgrad, desto geringer der Holzverbrauch und die Kosten. Nebeneffekt sind Klima- und Gesundheitsschutz.
Nutzerinnen und Nutzer von Kaminen und Öfen können durch ihr Verhalten maßgeblich zur Reduzierung lokaler Luftverschmutzung beitragen. Basierend auf den neuesten Forschungsergebnissen besteht die Möglichkeit, die Feinstaubbelastung um bis zu 50 Prozent, den CO2-Ausstoß um bis zu 35 Prozent und die Menge organischer Schadstoffe um bis zu 50 Prozent zu reduzieren. Dies setzt jedoch voraus, dass die Holzöfen ordnungsgemäß betrieben werden.