Staubniederschlag - Aktuelle Messwerte (Messjahr 2023)
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Messwerte (Stand 2023)
In den letzten Jahren ist die Belastung durch Staubniederschlag so weit zurückgegangen, dass heute nur noch vereinzelt, punktuelle Überschreitungen im Umfeld von Emissionsquellen auftreten. Demgegenüber wird im Umfeld der Duisburg-Ruhrorter Häfen bei den metallischen Inhaltsstoffen, insbesondere für Nickel, der Immissionswert der TA-Luft großflächig überschritten. Neben Nickel werden punktuell auch die Immissionswerte für Blei, Arsen und Cadmium im Umfeld von Industriestandorten in Hochfeld, Meiderich und Hamborn überschritten. (siehe Links & Downloads)
Die chronologische Entwicklung der Staubniederschläge an den einzelnen Messstellen und die Lage der Messstellen ist der Zusammenfassung zu entnehmen. (siehe Links & Downloads)
Staubniederschlag 2023
Im Jahr 2023 wurde der Immissionswert der TA-Luft von 0,35 g/ (m² x d) an einer Messstelle (DUNO30) in Mittelmeiderich im Bereich der Duisburg Ruhrorter Häfen mit 0,42 g/ (m² x d) überschritten.
Im gesamten Stadtgebiet betrug der Median für Staubniederschlag im Jahr 2023 0,15 g/ (m² x d). Insgesamt wird der Immissionswert für Staubniederschlag seit 2019 nur noch lokal an einzelnen Messstellen im direkten Umfeld potenzieller Emittenten überschritten. Der Median der Jahresmittelwerte aller Messstellen liegt seit dem Jahr 2019 zwischen 0,14 g/ (m² x d) und 0,15 g/ (m² x d) deutlich unter dem Immissionswert.
Nickelniederschlag 2023
Der Immissionswert der TA-Luft für Nickel von 15 µg/ (m² x d) wurde im Jahr 2023 an 27 von 39 Messstellen überschritten. Die höchsten Konzentrationen wurden an den Messstellen DUNO 036A an der Bergstr. im Ortsteil Untermeiderich mit 335,6 µg/ (m² x d), DUNO 022 an der Schrottinsel in Ruhrort mit 134,7 µg/ (m² x d), DUNO 027 an der Friedrich-Ebert-Straße in Laar mit 102,4 µg/ (m² x d) und DUNO 53 in Beeckerwerth mit 10,5 µg/ (m² x d) in Beeckerwerth gemessen. Insgesamt liegt der Hotspot der Nickelimmissionen in den Ortsteilen Untermeiderich, Mittelmeiderich, Laar, Beeck und an der Schrottinsel in Ruhrort.
Der jeweilige Median der Jahresmittelwerte aller Messstellen im Stadtgebiet liegt seit dem Jahr 2019 zwischen 20 µg/ (m² x d) und 23 µg/ (m² x d). Über den Zeitraum 2019 bis 2023 wurde der Immissionswert von 15 µg/ (m² x d) an etwa 70% der Messstellen überschritten.
Bleiniederschlag 2023
Der Immissionswert der TA-Luft für Blei im Staubniederschlag von
100 µg/ (m² x d) wurde im Jahr 2023 an 2 Messstellen DUNO 022 an der Schrottinsel im Ortsteil Ruhrort mit 176,4 µg/ (m² x d) und DUNO 008 in Hochfeld mit 196 µg/ (m² x d) an der Fehrbellinstraße überschritten.
Überschreitungen des Immissionswertes treten seit dem Jahr seit 2019 lediglich lokal an einzelnen Messstellen auf. Der jeweilige Median der Jahresmittelwerte aller Messstellen im Stadtgebiet liegt seit dem Jahr 2019 zwischen 20 µg/ (m² x d) und 23 µg/ (m² x d) deutlich unter dem Immissionswert der TA-Luft.
Cadmiumniederschlag 2023
Der Immissionswert der TA-Luft für Cadmium im Staubniederschlag von
2 µg/ (m² x d) wurde im Jahr 2023 an 2 Messstellen überschritten. Dabei wurden die höchsten Konzentrationen mit 2,5 µg/ (m² x d) an der Messstelle DUNO 008 in Hochfeld und 5,1 µg/ (m² x d) an der Fehrbellinstraße und an der Messstelle DUNO022 im Ortsteil Ruhrort gemessen. Der Cadmiumniederschlag hat seit Jahren deutlich abgenommen, sodass der Immissionswert seit dem Jahr 2019 lediglich punktuell in unmittelbarer Nähe potenzieller Emittenten überschritten wird. Der jeweilige Median der Jahresmittelwerte aller Messstellen liegt seit dem Jahr 2019 mit 0,30 µg/ (m² x d) deutlich unter dem Immissionswert.
Arsenniederschlag 2023
Der Immissionswert der TA-Luft für Arsen im Staubniederschlag von 4 µg/ (m² x d) wurde im Jahr 2023 an 3 Messstellen überschritten. Die höchsten Konzentrationen wurden mit 10,7 µg/ (m² x d) an der Messstelle
DUNO 30 an der Sympherstraße im Ortsteil Untermeiderich, an der Messstelle DUNO 065 an der Matenastraße in Bruckhausen mit
4,4 µg/ (m² x d) und an der Messstelle DUNO 008 in Hochfeld mit 5,2 µg/ (m² x d) gemessen. Der jeweilige Median aller Messtellen liegt seit dem Jahr 2009 mit etwa 1 µg/ (m² x d) deutlich unter dem Immissionswert. Ähnlich wie beim Staub-, Blei- und Cadmiumniederschlag wird der Immissionswert seit 2019 lediglich punktuell an einzelnen Messstellen in direktem Umfeld potenzieller Emittenten überschritten.