Feinstaub (PM10)

PM10 sind kleine Schwebeteilchen mit einem Durchmesser von höchstens 10 Mikrometern. Wegen ihrer Winzigkeit sind sie besonders gesundheitsgefährdend, denn sie dringen tief in die Lunge ein. Schwebeteilchen mit einem Durchmesser von mehr als 10 Mikrometern werden vor allem durch die Nase und die oberen Atemwege herausgefiltert und dringen nicht in gleichem Maße in die sensiblen Lungenpartien vor.

Beschreibung

Woher stammt Freinstabu?: Es gibt zahlreiche vom Menschen verursachte Quellen von Feinstaub, doch kommt er auch in der Natur vor, wenn beispielsweise Staub oder Meersalz vom Wind aufgewirbelt werden. Der Verkehr erzeugt Feinstaub durch die Verbrennung von Benzin und Diesel in Kraftfahrzeugen. Zuweilen ist dann von Dieselruß die Rede. Weitere Quellen sind u. a. Anlagen zur Verbrennung fossiler oder sonstiger Brennstoffe. Beispiele dafür sind Kraftwerke und kleine Heizkessel in Privathaushalten, Holzverbrennungsanlagen sowie weitere industrielle Prozesse, bei denen verschiedene Formen von "Staub" anfallen.

Auswirkung von Feinstaub auf die Gesundheit: Feinstaub ist einer von vielen Schadstoffen, die wir mit der Luft einatmen und die für uns schädlich sind. Er führt zur Verschlimmerung von Atemwegserkrankungen sowie zur Erhöhung der Sterblichkeit: Vor allem durch ein erhöhtes Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen einschließlich Herzinfarkten wird die Lebenserwartung erheblich gesenkt. Nach neuesten Schätzungen des Programms "Saubere Luft für Europa" (CAFE) verringert sich die durchschnittliche Lebenserwartung in der EU durch Feinstaub um neun Monate. Diese Zahl schwankt zwischen wenigen Monaten in Mitgliedstaaten mit ziemlich sauberer Luft und fast zwei Jahren in den schlechtesten Fällen. In einer von der WHO veröffentlichten Studie zu umweltbedingten Krankheiten bei Kindern wurde festgestellt, dass jährlich bis zu 13000 Todesfälle bei Kindern im Alter von 0-4 Jahren in den 52 europäischen Mitgliedstaaten der WHO auf die Feinstaubbelastung in der Außenluft zurückzuführen sind. Ferner geht aus der Studie hervor, dass mehr als 5000 dieser Leben gerettet werden könnten, wenn die Belastung durch Feinstaub in den betreffenden Ländern auf die EU-Grenzwerte für Feinstaub gesenkt würde.

Feinstaub-Kohortenstudie Frauen (NRW): Gesundheitliche Auswirkungen von Feinstaub auf die Sterblichkeit bei Frauen in NRW wurden im Rahmen der aktuell veröffentlichten Feinstaub-Kohortenstudie beschrieben. Für Nordrhein-Westfalen als hoch industrialisiertes Land mit zusätzlich starker Verkehrsbelastung ist die Feinstaubproblematik von besonderer Bedeutung. In der Studie wurden Aussagen zur Langzeitwirkung von Feinstaub auf die Gesundheit von Frauen in Duisburg und anderen NRW-Städten gemacht. Die Kohorte umfasst knapp 4800 Frauen, die zum Zeitpunkt der Basisuntersuchung zwischen 50 und 59 Jahre alt waren. Bis März 2003 wurde bei diesen Frauen ein Mortalitäts-FollowUp unter Berücksichtigung der jeweiligen Todesursachen durchgeführt, d. h., es wurde ermittelt, ob die Frauen verstorben sind und welche Todesursache vorlag. Die Ergebnisse belegen, wie auch in anderen Studien, den signifikanten Zusammenhang zwischen der Sterblichkeit an Atemwegs-und Herz-Kreislauf Erkrankungen und der Konzentration von PM10 bzw. NO2 am Wohnort. Bei einer langfristigen Erhöhung der Feinstaub-Konzentration um 7µg/m³, nimmt die Wahrscheinlichkeit an Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu versterben um ein Drittel zu. Bei einer Zunahme der NO2-Konzentration um 15µg/m³ steigt das relative Risiko an Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu versterben um die Hälfte. Die Sterblichkeit an Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen für Frauen, die im 50 Meter Radius einer Hauptverkehrsstraße wohnen, nimmt um zwei Drittel zu gegenüber Personen, die mehr als 100 Meter von einer Hauptverkehrsstraße mit mehr als 10000 Kfz/Tag wohnen.

In Duisburg wurden Messungen in folgenden Stadtbezirken durchgeführt:

  • DU - Bruckhausen
  • DU - Marxloh
  • DU - Meiderich
  • DU - Walsum
  • DU - Mitte 
  • DU - Buchholz
  • DU - Angerhausen
  • DU - Hüttenheim
  • DU - Ehingen und
  • DU - Rheinhausen

Die Messwerte für PM10 an diesen Stationen (Jahresmittelwert µg/m³ und die Überschreitungshäufigkeit des Tagesmittelwertes > 50 µg/m³ ) sind hier als Download-Datei für Sie vorbereitet.

 

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