Reduzierung von Barrieren im Wohnungsbestand

Zur Reduzierung von Barrieren in bestehenden Mietwohnungen und Eigenheimen sowie Eigentumswohnungen in Nordrhein-Westfalen gewährt das Land Darlehen aus Mitteln der NRW.BANK nach Maßgabe von Nr. 1 der Richtlinien BestandsInvest (s. unter „Weitere Links und Download“) in Verbindung mit dem Gesetz zur Förderung u. Nutzung von Wohnraum in Nordrhein-Westfalen (WFNG NRW) v. 08.12.09 in der jeweils geltenden Fassung.

Beschreibung

Der Wohnungsbestand soll baulich so umgestaltet werden, dass er möglichst barrierefrei von allen Altersgruppen und insbesondere auch von älteren Menschen genutzt werden kann und damit an die Erfordernisse des demografischen Wandels angepasst wird.

Diese Förderung ist einkommensunabhängig, es sei denn sie wird mit  Nummer 5 der Richtlinien BestandsInvest kombiniert.

Förderungsfähige Maßnahmen:

Förderfähig sind bauliche Maßnahmen in und an bestehenden Wohngebäuden und auf dem zugehörigen Grundstück, die dazu beitragen, die Barrierefreiheit im Sinne der "DIN 18040 Teil 2: Wohnungen"  zu verbessern.

Dazu zählen z.B. folgende Maßnahmen:

  • barrierefreie Umgestaltung des Bades durch den Einbau einer bodengleichen Dusche (ein Duschplatz gilt auch als bodengleich, wenn er Wasserschutzkanten von bis zu 2 cm Höhe hat), Grundrissveränderungen zur Schaffung der notwendigen Bewegungsflächen sowie weitere Ausstattungsverbesserungen (z.B. unterfahrbarer Waschtisch, erhöhte Toiletten, Verlegung von Schaltern, Steckdosen u. Haltergriffen),
  • barrierefreie Umgestaltung von Küchen (z.B. Schaffung der notwendigen Bewegungsflächen),
  • Einbau neuer, verbreiteter Türen (Innentüren u. Wohnungsabschlusstür) sowie von Balkontüren zum Abbau von Türschwellen,
  • Grundrissveränderungen zur Schaffung von barrierearmen Wohnflächen (auch Anbau einzelner Räume),
  • Schaffung stufenfrei erreichbarer Abstellflächen,
  • Nachrüstung mit elektrischen Türöffnern, Einbau von Orientierungshilfen für Menschen mit sensorischen Einschränkungen (Ausstattung mit auditiven, visuellen und taktilen Orientierungshilfen),
  • Überwindung von Differenzstufen zwischen Eingang und Erdgeschoss (sowie innerhalb einer Wohnung) durch Rampen, Aufzug, Treppenlift oder Umgestaltung eines Nebeneingangs,
  • barrierefreier Umbau eines vorhandenen oder Anbau eines neuen barrierefreien Balkons oder einer barrierefreien Terrasse,
  • Modernisierung eines vorhandenen Aufzugs, sofern dabei Barrieren abgebaut werden,
  • Herstellung der Barrierefreiheit auf Wegen, Freiflächen und Stellplätzen des Grundstücks (z.B. auch Schaffen barrierefreier Abstellanlagen für Räder)
  • Bau eines neuen Erschließungssystems zur barrierefreien Erreichbarkeit der Wohnungen (z.B. Aufzugturm, Laubengänge, Erschließungsstege),
  • erstmaliger Einbau/Anbau eines Aufzuges,
  • Einbau von Sicherheitstechnik zum Schutz gegen Einbruch und zur Verbesserung der Sicherheit am und im Gebäude (z.B. Einbau oder Nachrüsten von Türen mit Türspionen oder Querriegelschloss, Verrieglung von Fenstern oder Fenster- und Kellertüren, Verbesserung der Belichtung am und im Gebäude z.B. durch Bewegungsmelder).

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