Aletta Haniel Programm- Die Chance für deine Zukunft!

Aletta Haniel Programm- Die Chance für deine Zukunft!

Beschreibung

Beschreibung

Seit 2009 setzen sich unter dem Slogan „Aletta Haniel Programm – Die Chance für deine Zukunft“ die Kooperationspartner des Kommunalen Integrationszentrums Duisburg der Stadt Duisburg, der Aletta-Haniel-Gesamtschule und der Haniel Stiftung für einen breit gefächerten, mehrjährigen Berufsorientierungsprozess ein. Nach Ende der dritten Förderphase und der sich anschließenden Verlängerung des Projekts bis 2023, entschieden sich die Kooperationspartner aufgrund der positiv erzielten Ergebnisse für die erneute Verlängerung des Projekts und zu einer vierten Förderphase bis einschließlich 2026.
Neu seit 2021 ist der „Welker Werterucksack – Gemeinsam geht’s besser“. Dieses durch die Welker Stiftung und die Haniel Stiftung finanzierte Projekt zielt auf die Förderung der emotionalen und sozialen Kompetenzen aller Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 – 7.

Nach 12 Jahren AHP kann ein sehr positives Fazit bezüglich der Verbesserung der Schulabschlüsse als auch der Vermittlung in die Ausbildung gezogen werden. Denn alle Teilnehmer*innen des Programms haben die Schule mit einem Abschluss verlassen. Etwa 54 % der Jugendlichen verbesserten ihre Abschlüsse gegenüber der Prognose in der 8. Klasse. Hierbei ist es von Bedeutung zu erwähnen, dass 30 % der Jugendlichen eine doppelte Verbesserung des Abschlusses gegenüber der Prognose erreicht haben, wie z.B. vom Hauptschulabschluss über Fachoberschulreife zu Fachoberschulreife mit Qualifikation zum Besuch der Oberstufe.

Der Fokus des Programms richtet sich nicht nur auf die erreichten Abschlüsse, sondern von weitergehendem Interesse ist außerdem die Frage, ob den Jugendlichen auch ein Übergang in die Ausbildung gelingt. Über 50% der AHP-Teilnehmer konnten nach der 10. Klasse direkt eine Ausbildung beginnen, während die Vermittlungsquote der Aletta-Haniel-Gesamtschule insgesamt bei 10% liegt.

Jährlich nimmt das Programm in Klasse 8 bis zu 25 Schülerinnen und Schüler auf, bei denen der Abschluss in der zehnten Klasse gefährdet scheint. Über drei Jahre werden die Schülerinnen und Schüler deswegen mit verschiedenen Modulen betreut. Ob durch Förderunterricht, individuelle Lernbegleitung, Elternarbeit, Sozialkompetenztrainings oder Berufsorientierungscamps, im Fokus der begleitenden Module steht immer, die Kinder konstruktiv bei der zukünftigen Berufswahl und in ihrem Selbstvertrauen zu stärken. Durch das mittlerweile große Netzwerk des Programms werden die Schülerinnen und Schüler erfolgreich in Praktika oder Ausbildungen vermittelt. Auch im jetzt 11. Durchgang im Schuljahr 2021/2022, der erfolgreich abgeschlossen wurde, sprechen die Zahlen wieder für sich. Alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler (insgesamt 24) haben ihren Abschluss erlangt. Fünf von ihnen wurden erfolgreich in eine Ausbildung vermittelt, 12 setzen die Schulkarriere in der Oberstufe fort und vier werden das Berufskolleg aufsuchen. Für zwei Schüler ist ein Umweg über eine finanzierte Maßnahme der Arbeitsagentur sinnvoll.

Wichtige und vielbeachtete Meilensteine innerhalb des gegenwärtigen Projektes war zwei Fachtagungen (2015 & 2020). 2015 wurde zum ersten Mal auch das Übertragbarkeitsmodell, der „AHP-Werkzeugkasten“ vorgestellt. Dieser symbolische Werkzeugkasten beinhaltet Programmbausteine wie „Potentialanalyse“, „Förderunterricht“ oder „Sozialkompetenztraining“. Insgesamt elf verschiedene Programmbausteine können übernommen oder leicht verändert angewandt werden. Deswegen wurde das Programm Vertreter*innen der Stadt, verschiedener Schulen und Bildungsakteuren als Modellprojekt vorgestellt. Der Fokus der Tagung lag auf dem gemeinsamen Austausch darüber, wie man das Programm für andere Institutionen nutzen und aus dem Modell- ein Regelangebot machen kann.
2020 fand unter dem Titel „Berufsorientierung von morgen – die digitale Arbeitswelt als künftige Herausforderung“ eine Digitalfachtagung mit etwa 90 Teilnehmenden, darunter Vertreter*innen von Ministerium, Kommune, Schule und Wirtschaft, statt. Vor dem Hintergrund der grassierenden Coronapandemie wurden hier Lösungsansätze erarbeitet, wie man insbesondere Jugendlichen den Weg ebnen kann, um den sogenannten Digital Gap zu verringern und so die Bildungsgerechtigkeit wieder herzustellen.
Jährlich kommt es zu einem „Alumnitreff“, bei den ehemaligen Schülerinnen und Schüler aus allen aufgenommen Jahrgängen ihre Erfahrungen austauschen, die Zeit im Programm reflektieren und übers aktuelle Berufsleben berichten.

Die erfolgreichen Alumni-Absolvent*innen erklärten sich bereit, als Botschafter*innen das Aletta Haniel Programm zu unterstützen. Mit ihrem aktuellen Wissen aus der Berufswelt oder Studium wollen die Alumni ihre Erfahrungen weitergeben. Damit haben die neu startenden Schülerinnen und Schüler positive Vorbilder und die nötige Motivation.

So bleiben alle AHP Teilnehmer*innen dem Programm erhalten und machen Hoffnung auf eine erfolgreiche vierte Programmphase. 

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