Anzeige wegen Verdachts eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz

Beschreibung

"Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung." (Artikel 20 a Grundgesetz)

Als „Tierschutz“ werden alle menschlichen Aktivitäten bezeichnet, die darauf abzielen, allen Tieren individuell ein artgerechtes Leben ohne Zufügung von unnötigen Leiden, Schmerzen und Schäden zu ermöglichen. Im Bürgerlichen Gesetzbuch ist ebenfalls klar geregelt, dass Tiere KEINE Sachen sind (§ 90 a BGB), sondern Mitgeschöpfe, die durch besondere Gesetze, wie u. a. das Tierschutzgesetz und dessen Verordnungen, geschützt sind. Das Tierschutzgesetz (TierSchG) bezweckt "...aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf, dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen"(§ 1 TierSchG, Grundsatz). Alle Tierhalter haben dafür zu sorgen, dass ein Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend ernährt, gepflegt und untergebracht wird und sich artgemäß bewegen kann (§§ 2, 2a TierSchG).

Die Betreuung, Pflege und Versorgung eines Tieres – zusammenfassend eine artgerechte Haltung von Tieren – sollte für jeden selbstverständlich sein.

Leider trifft dies nicht immer zu!

Die zuständige Behörde, die für die Einhaltung tierschutz-rechtlicher Bestimmungen zuständig ist, ist mit weitreichenden Rechten und Pflichten ausgestattet, die es ihr ermöglichen, den Schutz der Tiere zu gewährleisten oder wiederherzustellen.

Die Abteilung „Tierschutz“ des Bürger- und Ordnungsamtes überprüft daher in enger Zusammenarbeit mit den amtlichen Veterinären*innen der Stadt Duisburg routinemäßig oder anlassbezogen, ob die Vorschriften des Tierschutzgesetzes eingehalten werden. Diese Prüfungen werden sach- und fachgerecht von der oder dem als „Sachverständigen“ hinzugezogenen amtlichen Veterinär*in durchgeführt. Aufgrund der getroffenen Feststellungen und der gutachterlichen Stellungnahme des/der amtlichen Veterinärs*in werden die Anzeigen entsprechend weiterverfolgt.

Oft wird eine tierschutzwidrige Haltung erstmals durch eine Tierschutzanzeige aus der Bevölkerung bekannt. Diese Anzeigen werden ernst genommen und es wird ihnen gewissenhaft nachgegangen.

Bei offensichtlichen Tiermisshandlungen (u. a. Tiere weisen starke körperliche Pflegemängel auf, wirken sehr stark abgemagert, weisen offensichtliche unbehandelte Wunden auf, wurden unversorgt – ohne Wasser  – über nachweisbar längere Zeit zurückgelassen, wirken verhaltensgestört usw.) können Sie sofort aktiv werden und eine begründete Anzeige aufgeben.

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