Flüchtlinge wollen Deutsch lernen

Die Volkshochschule Duisburg stellt bei Flüchtlingen eine hohe Motivation zum Deutschlernen fest. Viermal in der Woche werden dort Asylbewerber und Asylberechtigte beraten und auf eventuelle Deutsch-Vorkenntnisse getestet.

„Der Stapel mit den Unterlagen der an Deutschkursen interessierten Flüchtlingen war riesig“, sagt die zuständige Fachbereichsleiterin Barbara Aldag, „aber nach den Auflagen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) dürfen wir zurzeit nur Menschen aus Syrien, Iran, Irak und Eritrea in Integrationskurse aufnehmen. Für alle anderen Asylbewerber ist der Weg zu einem Deutschkurs aufwändiger. Aber auch hier versucht die VHS, so weit es geht zu helfen.

Gabriele Röber-Pfannkuch, die im Projekt Asyl der VHS tätig ist, ist beeindruckt von der großen Motivation der Asylbewerber. Mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen erklärt sie den Anwesenden das Procedere. Mehrsprachige Informationsblätter und ihr Talent, auch mit Händen und Füßen sprechen zu können, helfen ihr dabei. Alle haben ihr bedeutet, dass sie am liebsten sofort mit einem Deutschkurs beginnen möchten.

Seit Herbst 2015 bietet die Volkhochschule auch zusätzliche Deutschkurse für Flüchtlinge an – nicht nur Integrationskurse. „Wir kommen an unsere Grenzen“, so Babara Aldag, „es fehlen uns Räume und manchmal auch entsprechend ausgebildete Lehrer. Aber an Interesse und an Motivation von Seiten der Flüchtlinge fehlt es nicht!“

VHS-Mitarbeiterin Gabriele Röber-Pfannkuch im Beratungsgespräch mit einer Asylbewerberin und ihrer ehrenamtlichen Begleiterin

Beratung zu Integrations- und Flüchtlingskursen

0203 283-2655
b.aldag[at]stadt-duisburg.de

0203 283-3372
g.boellert[at]stadt-duisburg.de 

KompAS Asylbewerber
0203/283-5769
g.roeber-pfannkuch(at)stadt-duisburg.de