Trockenheit: Waldbrandgefahr und durstige Straßenbäume

Die Sonne lacht und wir freuen uns über das herrliche Sonnenwetter.
Die Kehrseite: Geringer bis gar kein Niederschlag erhöht die Wald- und Wiesenbrandgefahr und macht Pflanzen und Tieren zu schaffen.
Was kann jeder tun? Worauf ist zu achten?

Brandgefahr

Beispielbild: Feuerwehr im Einsatz

Einen allgemeinen Überblick über die aktuelle Lage gibt der deutsche Wetterdienst heraus:

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) beobachtet und aktualisiert fortwährend die Daten zur Trockenheit und gibt einen Überblick zur Gefahrenlage durch Brände in Wäldern oder im offenen Gelände.

"Der Waldbrandgefahrenindex (WBI) beschreibt das meteorologische Potential für die Gefährdung durch Waldbrand. Er zeigt die Waldbrandgefahr in 5 Gefahrenstufen an: 1= sehr geringe Gefahr (grün) bis 5 = sehr hohe Gefahr (lila)."

"Der Graslandfeuerindex (GLFI) beschreibt die Feuergefährdung von offenem, nicht abgeschattetem Gelände mit abgestorbener Wildgrasauflage ohne grünen Unterwuchs. Er zeigt das witterungsbedingte Feuerrisiko in 5 Gefahrenstufen an: 1 = sehr geringe Gefahr (grün) bis 5 = sehr hohe Gefahr (lila) – ebenso wie bei dem für Waldlandschaften verwendeten Waldbrandgefahrenindex (WBI)."

Verhalten im Duisburger Stadtwald

Achtsamkeit bei Trockenheit im Stadtwald

Im Stadtwald wachsen überwiegend Laubbäume, die sehr viel weniger gefährdet sind als Nadelwälder. Die harzhaltigen Bäume und Jungbäume bieten eine größere Angriffsfläche.

Ganz allgemein und immer gilt:

Halten Sie sich an das gesetzliche Rauchverbot im Wald – es gilt im Frühling, Sommer und Herbst, genauer: von 01. März bis zum 31. Oktober.

Desweiteren gilt:

  • Beachten Sie das Verbot offenen Feuers im Wald und im Abstand von 100 Metern vom Wald.
  • Lassen Sie Waldwege, Waldzufahrten frei – sie dienen als Rettungswege.
  • Stellen Sie Ihr Kraftfahrzeug nur auf befestigten Flächen ab – der heiße Auspuff / Katalysator kann Gras in Brand setzen.
  • Rauchen Sie nicht.
  • Gehen Sie umsichtig und mit offenen Augen durch Wald und Wiesen.
  • Machen Sie Mitmenschen auf die Gefahren aufmerksam.
  • Grillen ist nur an den offiziellen Grillstellen erlaubt, es gilt auch hier Sorgfalt und Vorsicht. Siehe Link:

Wenn es (zu) spät ist:

Rettungspunkt: Im Notfall muss der Feuerwehr die Standort-Nummer mitgeteilt werden.
  • Löschen Sie kleine Entstehungsbrände, wenn es Ihnen gefahrlos möglich ist.
  • Verlassen Sie den Gefahrenort auf kürzestem Wege.
  • Begeben Sie sich zu einem Rettungspunkt (Schild mit Nummer, siehe Bild) und rufen Sie die Feuerwehr unter „112“ an. Geben Sie die Nummer ihres Rettungspunkts durch.

Verantwortungs- und rücksichtsloses Verhalten wird geahndet.

  • Wer unter den derzeitigen Bedingungen Feuer macht, muss mit einem Bußgeld von 500 Euro rechnen.
  • Wer im Wald raucht, wird verwarnt und muss einen Betrag von 55 Euro zahlen.
  • Wer wiederholt erwischt wird, muss ein Bußgeld von 80 Euro zahlen.

Es finden regelmäßig Kontrollgänge durch Försterei, Ordnungsamt und Polizei statt!

Bewässerung der Straßenbäume – alle können helfen

Ein paar Liter Wasser können schon helfen.

Die Beschäftigten aus dem Bereich Grünflächen der Wirtschaftsbetriebe Duisburg sind bei den Temperaturen wieder im Einsatz, um die Sommerbepflanzungen und die Jungbäume im Stadtgebiet zu bewässern.

Jetzt mithelfen:

Doch für die insgesamt 50.000 Straßenbäume, wovon mehrere tausend Jungbäume sind, wäre es schön, wenn wir auf die freiwillige Unterstützung der Duisburger setzen könnten. Mit ein paar Gießkannen oder Eimern Wasser pro Woche kann man helfen, den „Durst“ des nächsten Straßenbaums zu lindern. So kann die Erschöpfung der Bäume durch die bereits länger anhaltende Hitze und Trockenheit gemindert werden. Die Bäume sollten mit reinem Wasser bzw. Regenwasser bewässert werden.

Wildtiere

Piepmatz hat Durst

Auch Tiere brauchen Wasser. Hilfreich sind beispielsweise Vogeltränken. Wer kann, einfach ein kleines Gefäß mit Wasser aufstellen, dient der Erfrischung und hilft gegen Durst.