Morsbags nähen

Morsbags nähen und nutzen, Wale und Vögel schützen

Morsbags nähen beim Makerday 2018

Samstag, 22.09.2018 von 11.00 bis 15.00 Uhr

Zentralbibliothek Duisburg
Steinsche Gasse 26
47051 Duisburg

Das nächste Morsbag-Näh-Café findet anlässlich des Makerday 2018 in der Stadtbibliothek statt. Dabei kann das Lieblingshemd mit dem abgerissenen Ärmel oder die lustige Kinderbettwäsche, die nicht mehr in das Teenagerbett passt, zur Morsbag vernäht weiterverwertet werden. Alle können mitmachen. Nähkenntnisse sind hilfreich, aber nicht erforderlich. Professionelle Näherinnen leiten an, eine individuelle Morsbag zu nähen. So kann liebgewonnenen, ausgemusterten Kleidungsstücken oder sonstigen Textilien ein neues Leben geschenkt werden. Morsbags nähen und nutzen, schont Ressourcen, schützt die Tiere und macht Spaß.

Was gibt es zu tun?

Stoffe spenden; Taschen nähen, verwenden und verschenken; die Idee in der Welt verbreiten; mehr Morsbags nähen… Wir geben auch gerne Morsbag-Etiketten, Beipack-Infozettel und Stoffe weiter, wenn jemand eine eigene Morsbag-Näh-Aktion starten möchte.

Nähere Informationen können dazu bereits jetzt unter abfallberatungwb-duisburgde

oder dem Info-Telefon (0203) 283-3000 angefragt werden.

 

Wie ist die Morsbag-Aktion entstanden?

Anfang 2017 verendete ein Cuvier-Schnabelwal vor der norwegischen Insel Sotra, der 30 Plastiktüten und weitere Kunststoffabfälle im Magen hatte. Das Plastik hatte einen Pfropf gebildet. Der Wal verhungerte mit einem Magen voller Plastik.

Eine andere Geschichte von einem qualvollen Tod erlebte Claire Morsman bei einem Spaziergang. Sie stieß auf einen Vogel, der sich hoffnungslos in einer Plastiktüte verheddert hatte. Sie beschloss fortan keine Plastiktüten mehr zu verwenden.

Clair Morsman begann für sich und ihre Familie Taschen aus alten Stoffen zu nähen. Weitere Taschen nähte sie für ihre Freundinnen. Sie hörte nicht mehr auf Taschen zu nähen und zu verschenken, bis sie bereits im ersten Jahr 1.000 Stück verteilt hatte. Die Geschichte nahm Fahrt auf. Ein Label wurde kreiert und die Webseite www.morsbags.com aufgebaut.

Inzwischen werden weltweit Stoffe gesammelt und zu Taschen, nach der Initiatorin Morsbags genannt, verarbeitet und verschenkt. Rund 1.600 Pods, das sind die einzelnen oder in Gruppen organisierten Nähaktivisten, fertigten und verschenkten bereits 230.000 Morsbags.

Morsbags können ganz einfach oder sehr kunstvoll gefertigt sein. Sie können alleine oder gemeinsam mit anderen nähbegeisterten Menschen angefertigt werden. Aber in Gesellschaft macht es besonders viel Spaß, Stoff zuzuschneiden, Kanten umzubügeln, die einzelnen Teile zusammenzunähen und sich für eine tier- und menschenfreundlichere Welt mit weniger Plastikabfällen einzusetzen.