Zusammenfassung der Altstadt Analyse

Analyse Historie Vergleich

Kurzfassung Gebietsanalyse

Das Integrierte Handlungskonzept für die Duisburger Innenstadt gliedert die rund 2,7 km² große Innenstadt in sieben Aktivitätszonen. Eine dieser Aktivitätszonen, die Altstadt-Süd, ist identisch mit dem Untersuchungsgebiet des Rahmenplans für die Altstadt. Sie weist, obwohl räumlich durch breite Straßenzüge massiv getrennt, enge funktionale Bezüge zu den Aktivitätszonen Altstadt-Nord und zum Gebiet der Handelslagen auf. Altstadt Süd und Nord sowie Teilbereiche der Handelslagen bilden zusammen den historischen Kern Duisburgs.

Die städtebauliche Struktur der Duisburger Altstadt ist geprägt durch den Wiederaufbau nach dem zweiten Weltkrieg und die damit in Zusammenhang stehende Nachkriegsarchitektur. Erhaltenswerte und prägende historische Bauten sind daher nur vereinzelt vorhanden. Einzelne Immobilien sind aber bereits umfangreich saniert worden und bieten damit die Möglichkeit, neue Identifikationspunkte innerhalb der Altstadt zu werden und einen positiven Effekt auf die Umgebung zu entfalten. Der erhaltenswerten Bausubstanz steht jedoch ebenso Bebauung mit deutlichem Aufwertungsbedarf gegenüber. Die Stadt- und Freiräume der Altstadt sind überwiegend steinern; großflächige Grünflächen bestehen nicht.

Die zentrale Achse der Altstadt, die Münzstraße, ist bedeutende Verbindungsachse zwischen dem Innenhafen und der Haupteinkaufslage. Allerdings wird eine gute fußläufige Verknüpfung durch die Steinsche Gasse behindert und die Angebote an der Münzstraße sind für Fußgänger kaum wahrnehmbar. Zusätzlich verstärkt wird dieser Eindruck durch besonders hier auftretende „Nutzungsverluste“ und Trading Down-Tendenzen.

Der Straßenzug Peterstal - Klosterstraße teilt das Untersuchungsgebiet in Quartiere mit jeweils unterschiedlichen Nutzungscharakteren: Westlich des Straßenzugs erstreckt sich ein fast reines Wohnviertel, in dem auch in den Erdgeschossen gewohnt wird. Lediglich vereinzelt finden sich Anbieter aus den Bereichen Gastronomie/Hotellerie und Dienstleistungen. Im Zentrum des Quartiers liegt mit der Gemeinschaftsgrundschule Klosterstraße ein öffentliches Bildungsangebot. Dieses wird ergänzt durch einige weitere öffentliche Einrichtungen, vor allem lokalisiert zwischen Beekstraße und Steinsche Gasse. Östlich des Straßenzugs Peterstal - Klosterstraße liegt der ehemalige Einzelhandelsschwerpunkt der Gesamtstadt, der diese Funktion wegen der Schließung von vier großen Kaufhäusern heute in keiner Weise mehr ausüben kann.

Die Anbindung der Altstadt erfolgt für den motorisierten Individualverkehr über die übergeordneten Erschließungsachsen und im ÖPNV durch U-Bahn und Busse. Neben der guten Anbindungsoption bilden die genannten Achsen gleichzeitig massive Barrieren, die die Altstadt separieren.

Analyse Freiraum
Analyse Städtebau

Kurzfassung Bedarfs- bzw. Nachfragesituation

Die Bedarfs- bzw. Nachfragesituation für Innenstadt relevante Nutzungen stellt sich aufgrund der vorgenommenen Analysen für die Duisburger Altstadt zusammenfassend wie folgt dar:

Der Einzelhandel in der Duisburger Innenstadt wird aufgrund der Wettbewerbssituation, der begrenzten Kaufkraft und des wachsenden Online-Handels durch eine ganze Reihe von Leerständen und durch Trading-down-Prozesse geprägt. Er ist daher zukünftig auf funktionsfähige, kompakte und dicht besetzte Lagen um die Königsstraße zu konzentrieren. In der Altstadt kann er nur noch eine ergänzende Funktion wahrnehmen.

Die Altstadt kann sich aufgrund ihrer Standortqualitäten sowie dem Nachholbedarf an qualitativ hochwertigen Büroflächen in Duisburg sowie dem Vordringen neuer Arbeitsformen zu einem interessanten Bürostandort entwickeln.

Dagegen ist der Hotelmarkt wegen der allgemein angespannten Marktlage in diesem Segment und der aktuellen Aktivitäten in der Duisburger Innenstadt eher nachrangig einzuordnen.

Die Entwicklung neuer Gastronomieeinrichtungen ist abhängig vom zukünftigen Genre der Altstadt, wäre aber ein wichtiges Segment und könnte prägend für ein neues Quartier sein.

Für die Altstadt besteht grundsätzlich ein nennenswerter Bedarf für (neue) Wohnungen. Voraussetzung ist dabei, dass adäquate Standards geschaffen, die Nutzungsmischung ausgeweitet und die Wohnumfeldqualität deutlich aufgewertet werden.

Öffentliche-, Bildungs- und Sozial- bzw. Gesundheitseinrichtungen sind wegen der zentralen Lage der Altstadt und dadurch, dass diese Einrichtungen das Gebiet heute schon mitprägen, interessant. Insbesondere Verwaltungs- und Gesundheitsimmobilien könnten die Gebietsentwicklung fördern. Langfristig sollten auch universitäre Ansiedlungen ins Auge gefasst werden.

Insgesamt ergeben sich aus diesen Einordnungen dann eine relativ gute Nachfragesituation, wenn das Image der Altstadt gedreht werden kann und Impulse gesetzt werden können.

Analyse Verkehr
Mikroanalyse Nutzungen

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