Informationen für Geimpfte und Genesene

Fragen und Antworten zur Gleichstellung von Geimpften und Genesenen mit negativ Getesteten

Was genau bedeuten die neuen Regelungen zur Gleichstellung von Geimpften und Genesenen mit negativ Getesteten?

Vollständig Geimpfte und Genesene werden negativ getesteten Menschen in bestimmten Bereichen gleichgestellt. Etwa bei

  • „Click and Meet“ im Einzelhandel, dem Besuch der Außenbereiche von Zoos oder Botanischen Gärten oder bei den zulässigen körpernahen Dienstleistungen
  • bei der Testpflicht in Schulen oder
  • bei der Einreisequarantäne

müssen Geimpfte oder Genese keinen zusätzlichen negativen Corona-Test mehr nachweisen. Dazu müssen Geimpfte oder Genesene die vollständige Immunisierung nach festgelegten Kriterien nachweisen.

Quarantäne-/ Isolationsanordnung 

Ab dem 01.06.2022 stellt das Gesundheitsamt bei einer Corona-Infektion keine Isolationsanordnungen mehr aus.

Grundlage der selbst durchgeführten Absonderung ist neuerdings auch der positive PoC-Test (nicht Selbsttest!), der in den Testzentren durchgeführt wird. 

Vollständiger Immunisierungsstatus

Erleichterungen durch optimierten Schutz infolge Boosterimpfung - z.B.

  • Keine zusätzliche Testungen bei Nutzung der Gastronomie, beim Frisör, bei kulturellen Veranstaltungen usw. notwendig.
  • bei Kontakt zu einer infizierten Person müssen vollständig Immunisierte sich nicht in Quarantäne begeben.
  • seltenere berufliche Testpflicht

Genesenennachweis

Einen Genesenennachweis erhalten Sie mit dem Nachweis einer positiven PCR-Testung in Ihrer Apotheke.

Eine Antikörperbestimmung kann nicht Grundlage eines Genesenennachweises sein.

Auf Grundlage eines Schnelltestes kann derzeit leider kein Genesenenzertifikat ausgestellt werden, obwohl er Grundlage der (Selbst-)Isolation sein kann. Eine Änderung der Vorgaben dies zu ermöglichen wird erwartet. Daher sollten Sie auch den Nachweis des Schnelltestes gut aufbewahren. Der Nachweis des positiven Schnelltests (ggfs. in Kombination mit dem Abschlusstest) gilt weiterhin als Nachweis für den Arbeitgeber für mögliche Entgeltansprüche im Rahmen der Isolation.

Woran erkenne ich den Unterschied zwischen der Bescheinigung für einen Bürgertest und dem PCR-Test?

Die Testzeugnisse müssen nach den rechtlichen Vorgaben die Testart ausweisen. Diese ist also klar auf der Bescheinigung aufgeführt.

Warum erfolgt die Gleichstellung von vollständig Immunisierten und Genesenen mit negativ Getesteten?

Die Corona-Beschränkungen galten und gelten der Gefahrenabwehr. Von geimpften Menschen geht keine größere Gefahr aus als von negativ getesteten Menschen. Wo also der Zugang zu Einrichtungen oder die Wahrnehmung von Angeboten für negativ getestete Menschen erlaubt ist, muss dies erst recht für Geimpfte und Genesene gelten. Daher werden sie in diesen Bereichen mit negativ Getesteten gleichgestellt.

Gelten Kontaktbeschränkungen für vollständig immunisierte Personen?

Grundsätzlich nein. Zum Beispiel werden bei privaten Zusammenkünften immunisierte Personen bei der Höchstzahl der zulässigen Teilnehmer nicht mehr mitgezählt. Auch wenn bei anderen vergleichbaren Zusammenkünften, z.B. bei Versammlungen zur Religionsausübung, eine Höchstzahl der Teilnehmer vorgesehen ist, zählen Immunisierte nicht mit.
Allerdings gilt auch für Immunisierte: Faktische Personengrenzen, die sich aus der Einhaltung der Mindestabstandsregeln ergeben, müssen eingehalten werden. Auch Zugangsbegrenzungen, die sich an der Fläche oder Kapazität der Immobilie orientieren (z. B. bei Großveranstaltungen), müssen beachtet werden.

Gelten Ausgangsbeschränkungen noch für Geimpfte und Genesene?

Nein, nächtliche Ausgangsbeschränkungen nach dem Infektionsschutzgesetz („Bundesnotbremse“) oder nach kommunalen Regelungen gelten nicht mehr für Geimpfte und Genesene.

Dürfen Geimpfte und Genese damit gegenüber negativ Getesteten mehr?

Nein. In diesem ersten Schritt erfolgt nur eine Gleichstellung mit den negativ Getesteten. Also dort, wo mit dem Nachweis eines negativen Testergebnisses Angebote wahrgenommen oder Einrichtungen besucht werden dürfen, ersetzt die nachgewiesene Immunisierung den Nachweis des negativen Tests. Denkbar ist aber, dass für Geimpfte und Genesene auf weitere Beschränkungen verzichtet werden kann, die für andere Personen trotz eines negativen Tests bestehen bleiben müssen. Denn die Testungen weisen eine gewisse Fehlerquote auf und bieten deshalb eine geringere Sicherheit als die durch eine vollständige Impfung oder die Genesung erlangte Immunisierung. Ob und in welchem Umfang weitere Erleichterungen für Geimpfte und Genesene möglich sind, wird derzeit noch geprüft.

Hat die Neuregelung Auswirkungen auf die Alten- und Pflegeheime?

Das RKI und die AV Einrichtungen empfehlen, in Pflegeheimen aufgrund der Vulnerabilität der Menschen noch nicht auf eine Testung auch von Geimpften zu verzichten. Daher gibt es hier keinen Verzicht auf die Testungen. Angesichts der Restrisiken bei Geimpften und den wenigen nicht geimpften Bewohnern ist ein Test immer der geringere Eingriff gegenüber den im Fall einer Infektion oft schweren und tödlichen Krankheitsverläufen.

Hat die Gleichstellung Auswirkungen für das Reisen?

Auf das Reisen wirkt sich die jetzige Gleichstellung nur insofern aus, als bei der Rückkehr aus Risiko- und Hochinzidenzgebieten (nicht aber aus Virusvarianten-Gebieten) für Geimpfte und Genesene kein zusätzlicher Test mehr nötig ist, um die Einreisequarantäne zu vermeiden. Auch hier gilt eine Nachweispflicht. 

An wen kann ich mich wenden, wenn noch individuelle Fragestellungen zur Impfdokumentation offen sind?

Zur Klärung offener Fragen bietet die Stadt Duisburg eine Anlaufstelle am Theater am Marientor (TaM) an. Diese ist dort in einem Container untergebracht. Die Anlaufstelle ist von Montag bis Freitag von 8 Uhr bis 16:30 Uhr geöffnet. Erreichbar ist sie auch per mail unter impfdokumentation@stadt-duisburg.de