Impfungen - FAQ

Wegen der vielen Nachfragen haben wir die am häufigsten gestellten Fragen und Antworten rund um das Thema Impfen zusammengestellt. Diese Seite wird fortlaufend gepflegt.
STAND: 10.05.2021

IMPFBERECHTIGUNG

Wer kann aktuell geimpft werden?

Das Land NRW informiert auf seiner Website zur aktuellen Impfreihenfolge und -priorisierung:

https://www.land.nrw/corona/impfung

https://www.mags.nrw/coronavirus-schutzimpfung

Wie laufen die Einzelfallentscheidungen im Rahmen der Impfverordnung?

Personen, die aufgrund von Vorerkrankungen ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus zu befürchten haben, können seit Ende Februar einen Antrag auf eine Einzelfallentscheidung stellen. Hierfür sind u. a. begründete (fach-)ärztliche Zeugnisse der behandelnden Ärzte vorzulegen, aus denen sich zweifelsfrei ein entsprechendes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus ergibt. Bitte beachten Sie jedoch, dass Ihnen nicht sofort ein Impfangebot gemacht werden kann, sondern erst dann, wenn die entsprechende Personengruppe in die Sie eingestuft wurden, durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen freigegeben wurde.

Häufig gestellte Fragen von Wahlhelfenden zur Schutzimpfung gegen das Corona Virus (Stand: 10.05.2021)

Für die Wahlleitung in Duisburg hat die Gesundheit der Wahlhelfenden und der Wahlberechtigten die oberste Priorität. Wahlhelfende sind Teil der Personengruppe mit erhöhter Priorität (Gruppe 3). 

In diesem Dokument, das laufend fortgeschrieben wird, werden die häufig von Wahlhelfenden gestellten Fragen beantwortet. 

Wie erhalten Wahlhelfende die Bescheinigung, die sie zur persönlichen Vereinbarung eines Impftermins berechtigt?  

Personen, die sich bereits jetzt zur Übernahme des Ehrenamtes verpflichtet habenwurde vom Wahlamt die erforderliche Bescheinigung zugesandt. 

Wenn Sie sich verbindlich als Wahlhelfende/r anmelden wollen, senden Sie uns bitte das ausgefüllte Formular (https://www.duisburg.de/microsites/wahlen/rubrik1/wahlhelferinnen/wahlhelferinnen.php) zurück.  

Das Wahlamt sendet Ihnen daraufhin die oben genannte Bescheinigung zu, mit welcher Sie als Wahlhelfende/r zur kommenden Bundestagswahl verpflichtet sind und die Sie als Priorisierungsgrundlage zum Impfen vorlegen können. 

Für die Vereinbarung der Termine sind die Wahlhelfenden selbst zuständig. Eine Terminvergabe seitens des Wahlamtes erfolgt nicht!  

In welchem Duisburger Wahllokal sie bei der kommenden Bundestagswahl tätig sein werden, wird den Wahlhelfenden voraussichtlich Anfang Juni 2021 mitgeteilt.  

Erhalten auch Wahlhelfende eine Impfbescheinigung für Ihre Tätigkeit bei vergangenen Wahlen?  

Als der Teil der Personengruppe mit erhöhter Priorität (Gruppe 3) haben Wahlhelfende nur Anspruch auf eine Schutzimpfung gegen das Corona Virus SARS-CoV-2, wenn Sie sich bereits jetzt zur Übernahme des Ehrenamtes für die Bundestagswahl 2021 verpflichtet haben und daraufhin als Wahlhelfende berufen/ernannt wurden. 

Müssen sich Wahlhelfende impfen lassen?  

Nein, es besteht kein Impfzwang. Es werden auch Wahlhelfende eingesetzt, die nicht geimpft sind.  

Können Wahlhelfende von der Verpflichtung zurücktreten?  

Wahlhelfende organisieren eigenverantwortlich als Wahlorgan die Wahl in ihrem Wahllokal und Briefwahllokal. Sie tragen eine hohe Verantwortung. Fallen sie aus, besteht ein erhebliches Risiko, dass die Wahl in dem entsprechenden Wahlgebiet nicht oder nicht rechtssicher durchgeführt werden kann. 

Wahlhelfende können von der Verpflichtung nur aus wichtigen Gründen“ (siehe unten) entbunden werden. Der Grund muss belegt werden. Wer sich ohne genügende Entschuldigung den Pflichten entzieht, handelt ordnungswidrig. Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu fünfhundert Euro geahndet werden. 

Kann die Wahlleitung garantieren, dass Wahlhelfende rechtzeitig einen Impftermin erhalten?  

Nein, das kann nach derzeitigem Stand nicht garantiert werden. Impftermine werden von den Impfzentren, Hausärzten und dezentralen Impfstellen vergeben. Bitte vereinbaren Sie Ihre Impftermine selbstständig. 

Wir empfehlen zusätzlich, sich auch bei der Impfbrücke Duisburg (https://duisburg.impfbruecke.de) anzumelden. 

Darf ich vom Ehrenamt zurücktreten, wenn ich keinen Impftermin erhalten habe?  

Nein, das ist kein Grund für die Ablehnung des Ehrenamtes. Die Wahlhelfenden sind selbst verantwortlich für die Vereinbarung eines Impftermins. Derzeit kann nicht garantiert werden, dass alle Wahlhelfenden, die dies wollen, rechtzeitig vor dem Wahltag eine Impfung erhalten. Dies gilt besonders für die Personen, die sich erst in den letzten Wochen vor dem Wahltag zur Übernahme des Ehrenamtes bereiterklären.  

Muss ich dem Wahlamt mitteilen, ob ich geimpft bin?  

Nein, das ist nicht erforderlich wäre aber aus organisatorischen Gründen wünschenswert. 

Welche Schutzmaßnahmen sind im Wahllokal und im Briefwahllokal vorgesehen? 

Das hängt von der Pandemielage am Wahltag ab. Nach derzeitigem Stand wird erwartet, dass die Wahlen am 26. September unter besonderen Hygienebedingungen stattfinden. Wahlhelfende und Wahlberechtigte werden deshalb vermutlich einen medizinischen Mund-Nasenschutz tragen müssen. Die erforderlichen Schutzmaßnahmen, wie Desinfektionsmittel, Schutzmasken, Plexiglasabtrennungen usw., werden durch das Wahlamt bereitgestellt.   

Sie haben weitere Fragen?  

Kontakt 

Tel: 0203-283-4399 

Fax: 0203-283-4738 

E-Mail: wahlhelferstadt-duisburgde 

Rechtsgrundlagen:  

  • 11 Bundeswahlgesetz

(1) Die Beisitzer der Wahlausschüsse und die Mitglieder der Wahlvorstände üben ihre Tätigkeit ehrenamtlich aus. Zur Übernahme ist jeder Wahlberechtigte verpflichtet. Das Ehrenamt darf nur aus wichtigen Gründen abgelehnt werden. 

  • 9 Bundeswahlordnung

Die Übernahme eines Wahlehrenamtes können ablehnen:  

  1. Mitglieder der Bundesregierung oder einer Landesregierung,  
  2. Mitglieder des Europäischen Parlaments, des Deutschen Bundestages oder eines Landtages, 
  3. Wahlberechtigte, die am Wahltage das 65. Lebensjahr vollendet haben,  
  4. Wahlberechtigte, die glaubhaft machen, dass ihnen die Fürsorge für ihre Familie die Ausübung des Amtes in besonderer Weise erschwert,  
  5. Wahlberechtigte, die glaubhaft machen, dass sie aus dringenden beruflichen Gründen oder durch Krankheit oder Behinderung oder aus einem sonstigen wichtigen Grunde gehindert sind, das Amt ordnungsmäßig auszuüben.  
  • 49a Bundeswahlgesetz

(2) Ordnungswidrig handelt, wer 1. entgegen § 11 ohne wichtigen Grund ein Ehrenamt ablehnt oder sich ohne genügende Entschuldigung den Pflichten eines solchen entzieht ...  

(3) Die Ordnungswidrigkeit des Absatzes 1 Nr. 1 kann mit einer Geldbuße bis zu fünfhundert Euro ... 

Muss ich mich impfen lassen bzw. gibt es Menschen, die sich (beruflich) impfen lassen müssen?

Eine generelle Impfpflicht besteht nicht.

Existiert eine spezielle COVID-19-Impfung für Kinder?

Eine Impfung für Personen unter 16 Jahren wird derzeit nicht empfohlen.

VOR DER IMPFUNG

Wo wird in Duisburg geimpft?

Das Corona Center Duisburg befindet sich im Theater am Marientor.

Zusätzlich sind mobile Impfteams dabei, Bewohner von Alten- und Pflegeeinrichtungen zu impfen.

Impfberechtigte Mitarbeiter*innen in Krankenhäuser werden in ihren Einrichtungen geimpft.

Wer die eigene Wohnung nicht verlassen kann, kann erst zu einem späteren Zeitpunkt geimpft werden. Der derzeit zur Verfügung stehende Impfstoff ist für eine Impfung im häuslichen Bereich nicht geeignet. Sobald weitere Impfstoffe zur Verfügung stehen, die transportabel sind, werden auch diese Personengruppen in ihrer häuslichen Umgebung aufgesucht und geimpft.

Findet vor der Impfung eine Untersuchung statt?

Akut erkrankte Personen sollten sich nicht impfen lassen. 

Vor der Impfung wird eine Temperaturmessung vorgenommen. Bei Auffälligkeiten stellt ein Arzt die Impffähigkeit fest.

Darf ich mich auf Grund meines Gesundheitszustandes impfen lassen?

Die endgültige Impfentscheidung trifft der verantwortliche Arzt im Impfzentrum in direkter Absprache mit dem Patienten individuell. Es werden alle Aspekte eventuell bestehender Vorerkrankungen besprochen. Es erfolgt ebenfalls eine Abklärung bei einem Verdacht, ob die zu impfende Person eventuell bereits infiziert ist.

Ich bin aktuell erkrankt, darf ich trotzdem geimpft werden?

Wie bei jeder anderen Impfung sollte man gesund sein, bevor die Impfung erfolgt.

Personen, die Vorerkrankungen haben oder an einer chronischen Krankheit leiden, sollten zuvor Rücksprache mit ihrem Hausarzt halten.

Ich bin aktuell an Corona erkrankt, darf ich trotzdem geimpft werden?

Personen, die aktuell an einer COVID-19 Infektion erkrankt sind, wird nach aktuellem Stand der klinischen Forschung keine Impfung empfohlen.

Ich hatte bereits Covid-19. Muss ich dennoch geimpft werden oder ist eine Impfung nicht mehr notwendig?

Für Patienten, die bereits die COVID-19-Erkrankung durchlebt haben, ist eine Wartezeit von 6 Monaten vorgesehen. Infektionen, die länger zurückliegen, haben keinen Einfluss auf die Impfempfehlung.

Wer ist mein Ansprechpartner?

Zuallererst: Der Hausarzt. Er legt die Impfbedürftigkeit einzelner Patent*innen fest, die einer festgelegten, vulnerablen (besonders empfindlichen) Gruppe angehören. 

Die Beratung im Vorfeld sollte ebenfalls über den Hausarzt erfolgen. Er kennt seine Patienten und deren Krankengeschichte am besten.

Auch bei Angehörigen der systemrelevanten Berufe ist der Hausarzt oder der Betriebsmediziner der erste Ansprechpartner.

Wie bekomme ich einen Termin?

Impfberechtigte können unter der Telefonnummer (0800) 116 117 01, oder der Internetseite www.116117.de einen Termin machen.

Der Termin für die 2. Impfung wird ebenfalls direkt verbindlich festgelegt.

ABLAUF DER IMPFUNG

Wie ist der Ablauf im Corona Center Duisburg?

Vor dem Gebäude gibt es eine Einlasskontrolle. Hier wird die Impfberechtigung geprüft.  

Das Gebäude ist detailliert beschildert. Auch sind entsprechend gekennzeichnete Mitarbeiter auf dem Vorgelände als Ansprechpartner zugegen, um Fragen zu beantworten und die richtigen Laufwege anzuweisen.  

Nach Anmeldung (bitte auf Pünktlichkeit achten) werden an einer ersten Registrierstelle die Zugangsberechtigung und die persönlichen Daten überprüft. Nach einer automatischen Fiebermessung erfolgt die Registrierung und das Abfragen medizinisch relevanter Daten. Anschließend erfolgt bei Bedarf das Impfgespräch und eine individuelle Impfberatung. Bei fehlenden Kontraindikationen (Gegenanzeigen, wenn also nichts gegen eine Impfung spricht) erfolgt die Impfung einschließlich Dokumentation.

Anschließend wird eine 30minütige Beobachtungszeit empfohlen. Diese kann im Zuschauersaal unter der Aufsicht geschulten medizinischen Fachpersonals des Theaters verbracht werden. 

Sollten keine Anzeichen einer möglichen irregulären Impfreaktion bestehen und somit keine Behandlungsbedürftigkeit, verlässt die geimpfte Person das Impfzentrum.

Benötige ich eine Überweisung meines Hausarztes?

Zum derzeitigen Zeitpunkt müssen Impfberechtigte den Nachweis ihres Impftermins, sowie Ihren Personalausweis oder Reisepass mitbringen. 

Ich benötige Unterstützung. Darf mich hierfür eine weitere Person begleiten?

Eine Begleitung von impfberechtigten Personen mit körperlichen Einschränkungen ist durch eine weitere Person möglich. Das Impfzentrum ist barrierefrei und es steht zudem auch Personal zur weiteren Unterstützung bereit. 

Wie wird der Impfstoff verabreicht?

Der Impfstoff wird wie jede andere Impfung auch in den Oberarmmuskel injiziert. Eine zweite Dosis wird nach etwa 6-9 Wochen verabreicht. Der zweite Impftermin wird bei der Vereinbarung des ersten Termins gleich mit vereinbart.

Wie viele Impfungen sind notwendig?

Bei den derzeit zur Verfügung stehenden Impfstoffen sind zwei Impfungen nötig. Die Wiederholungsimpfung erfolgt ca. 6-9 Wochen nach der ersten Impfung.

Wie läuft die Impfung und die Terminvergabe bei den niedergelassenen Ärzten ab?

Niedergelassene Ärzte (Hausärzte) sind in die Impfungen eingebunden. Termine für eine Impfung beim Hausarzt werden auch nur über diesen vergeben. Bei Fragen dazu, wenden sie sich bitte an ihren Hausarzt.

SONDERFÄLLE: ALT / KRANK / BARRIEREFREIHEIT

Ich bin bettlägerig und kann das Haus nicht verlassen. Wie kann ich geimpft werden?

Wer die eigene Wohnung nicht verlassen kann, kann unter der E-Mail-Adresse cc-coronastadt-duisburgde oder unter der Rufnummer 0203-940049 einen Impftermin beantragen. Die Impfung erfolgt dann durch ein mobiles Team. Auch hier werden Alter und der Grad der Pflegebedürftigkeit berücksichtigt.

Wie verläuft die Organisation der Impfung in den Heimen?

Heimbewohner*innen werden in ihren Einrichtungen von einem mobilen Impfteam aufgesucht. Der Ablauf der Impfung und der vorherigen Beratung erfolgen nach denselben Kriterien wie im Impfzentrum. Ausreichendes Fach- und Arztpersonal ist vor Ort, um die Impfung und die Impfberatung durchführen zu können.

Ist das Impfzentrum barrierefrei?

Das Impfzentrum verfügt über einen barrierefreien Zugang und barrierefreie Räumlichkeiten. Sollte besondere Unterstützung notwendig sein, ist Hilfe da.

Brauche ich einen aktuellen Covid-19 Test?

Eine Testung vor der Impfung ist nicht notwendig. Allerdings sollten Sie sich nicht impfen lassen, wenn Anzeichen einer COVID-Erkrankung bei Ihnen vorliegen. In Zweifelsfällen besprechen Sie sich vorab mit Ihrem Hausarzt.

NACH DER IMPFUNG

Ich bin geimpft worden und fühle mich jetzt krank. Was muss ich tun?

Sollte es Ihnen nach der Impfung schlecht gehen, wenn Sie bereits wieder zu Hause sind, so ist der Hausarzt – wie sonst auch - Ihr erster Ansprechpartner. 

In Notfällen ist natürlich ein Notarzt zu kontaktieren.

Ich bin geimpft worden, muss ich noch eine Maske tragen und mich an die CoronaSchVO halten?

Ja, auch nach der Impfung ist weiterhin eine gegenseitige Rücksichtnahme aller Einwohner*innen notwendig. Ein Einhalten der AHA+L+A-Regeln (Abstand halten, Hygieneregeln beachten, Alltagsmaske tragen, Lüften, Corona-warn-App benutzen) wird weiterhin dringend empfohlen.

INFORMATIONEN RUND UM DIE IMPFSTOFFE

Welche Impfstoffe werden aktuell geimpft?

Derzeit kann man mit Impfstoff der Firma Biontec (Impfstoffname: Comirnaty), Moderna (Impfstoffname: COVID-19 Vaccine Moderna; kurz: Moderna) und Astra Zeneca (Impfstoffname: COVID 19 Vaccine AstraZeneca) geimpft werden.

Der Impfstoff Moderna wird aktuelle nur in den Kliniken geimpft. In den Impfzentren wird hauptsächlich mit den Impfstoffen der Firmen AstraZeneca und Biontec geimpft.

Wodurch unterscheiden sich die Impfstoffe?

Die Impfstoffe unterscheiden sich insbesondere durch ihre Funktionsweise. Bei den Impfstoffen der Firmen Moderna und Biontec handelt es sich um neuartige mRNA-Impfstoffe. Hier findet die Bildung der Immunabwehr statt, indem Bruchstücke des Viruserbmaterials in den Köper eingebracht werden und der Körper darauf mit der Bildung einer Immunantwort reagiert. Ihr Erbgut wird dadurch nicht verändert.

Der Impfstoff der Firma AstraZeneca ist ein sogenannter Vektorimpfstoff. Hier werden für den Menschen  harmlose Viren in den menschlichen Körper eingebracht, wodurch dann der Immunschutz gebildet werden kann. Dies ist ein jahrelang erprobtes und bewährtes Verfahren, dass bereits bei vielen anderen Impfungen Anwendung findet.

Ein weiterer wichtiger Unterschied, der für die Patienten aber eher zweitrangig ist, besteht in der Unterschiedlichen Lagerung und Aufbereitung der Impfstoffe. Hierbei handelt es sich Faktoren, die in der Logistik der Verimpfung berücksichtigt werden müssen.

Bestehen Unterschiede zwischen den mRNA Impfstoffen (BioNtec und Moderna)?

Nach aktuellem Stand der Wissenschaft bestehen keine Wirkunterschiede zwischen den oben genannten Impfstoffen.

Wieso wirkt der AstraZeneca Impfstoff gut?

Der COVID-19-Impfstoff von AstraZeneca ist hochwirksam. Er verhindert in der Mehrzahl der Fälle eine COVID-19-Erkrankung oder mildert bei Erkrankungen die Symptome. 

Welche Nebenwirkungen sind bei Impfungen mit dem AstraZeneca Impfstoff möglich?

Viel diskutiert ist das leicht gehäufte Auftreten von Sinusvenenthrombosen (Verstopfung von Blutgefäßen im Gehirn) nach der Impfung mit AstraZeneca bei jüngeren Frauen. Dies führte dazu, dass dieser Impfstoff für die Altersgruppe der über 60-jährigen zugelassen wurde.

Häufigere Nebenwirkungen sind: 

In klinischen Prüfungen mit dem COVID-19-Impfstoff AstraZeneca waren die am häufigsten berichteten Impfreaktionen bei den Geimpften (≥ 18 Jahre) Druckempfindlichkeit an der Injektionsstelle (> 60 %), Schmerzen an der Injektionsstelle, Kopfschmerzen und Ermüdung (> 50%), Muskelschmerzen und Krankheitsgefühl (>40%), Fiebrigkeitsgefühl und Schüttelfrost (>30%), Gelenkschmerzen und Übelkeit (>20%). Häufig (zwischen 1% und 10%) traten Fieber >38°C, Schwellung und Rötung an der Einstichstelle, Übelkeit und Erbrechen auf. Gelegentlich (zwischen 0,1% und 1%) wurde über Lymphknotenschwellung, Juckreiz oder Hautausschlag berichtet.

Diese Reaktionen treten in der Regel kurz nach der Impfung auf und sind nicht mit schwereren oder länger andauernden Erkrankungen verbunden. Die Art der unerwünschten Reaktionen spiegelt in der Regel die normale Immunantwort des Körpers auf die Impfung wieder.

Wieso empfiehlt die STIKO einen Impfabstand von 12 Wochen zwischen erster und zweiter Impfung bei der Verwendung des Impfstoffes der Firma AstraZeneca?

Es handelt sich dabei um einen Vektor-basierten Impfstoff und für einen optimalen Impfschutz ist die Verabreichung von zwei Impfstoffdosen notwendig. In der Zulassung wurde ein Abstand von 4 bis 12 Wochen zwischen der 1. und 2. Impfstoffdosis festgelegt.

Die STIKO hat den gesetzlichen Auftrag, Empfehlungen für den besten Einsatz zugelassener Impfstoff zu entwickeln und auszusprechen. In Bezug auf den optimalen Einsatz des COVID-19-AstraZeneca-Impfstoffs hat die STIKO intensiv die Daten aus den Zulassungsstudien geprüft.

In den Studien konnte gezeigt werden, dass der Abstand zwischen den beiden Impfstoffdosen die Effektivität der Impfung beeinflusst und ein verlängertes Dosisintervall einen positiven Effekt auf die Höhe des Impfschutzes hat.

Die Wirksamkeit einer 2-maligen Impfung, die im Abstand von 4-8 Wochen erfolgte, betrug 50,4% (95% KI 29,2-65,3), während die Effektivität bei einem Abstand von 8-12 Wochen 72,1% (95% KI 53,0-83,4) betrug und bei einem Impfintervall von >12 Wochen 75,4% (46,7-88,7).

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