Präsentation der Ergebnisse des Forschungsprojektes: Migration und Gesellschaft in Duisburg-Marxloh

Studierende der Ruhr-Universität Bochum/Fakultät für Geschichtswissenschaften haben in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Erinnerungskultur und dem Stadtarchiv zu den Anfängen der sogenannten „Gastarbeitermigration“ in Duisburg-Marxloh geforscht.

Montag, 19. Juni 2017 | Stadt Duisburg - Die Präsentation der Ergebnisse des Forschungsprojektes werden am Mittwoch, 5. Juli, ab 18 Uhr in der DenkStätte des Zentrums für Erinnerungskultur, Menschenrechte und Demokratie (ZfE) am Karmelplatz 5 in der Innenstadt vorgestellt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen teilzunehmen und sich vor Ort mit den Studierenden auszutauschen. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.
Ziel des Forschungsprojekts war es, die „Gastarbeitermigration“ als ein Teil der Stadtteil-geschichte zu untersuchen. Die historische Entwicklung in Marxloh war nach dem Zweiten Weltkrieg eng mit dem Wiederaufbau und dem Ausbau der Industrie verbunden. Hierbei spielte die August-Thyssen Hütte eine zentrale Rolle. Im Rahmen des Forschungsprojekts haben die Studierenden die Werkszeitschrift der ATH sowie weitere Quellen im Stadt- und Thyssenkrupp Konzernarchiv ausgewertet. Darüber hinaus haben sie zur Wohnsituation ausländischer Mitarbeiter recherchiert. Ihre Ergebnisse haben die Studierenden in den Gesamtkontext der Stadt(teil)geschichte Marxlohs eingeordnet und dabei auch die bisherige Forschungsliteratur gesichtet und systematisch erfasst. Um die Perspektive der damals in Marxloh lebenden Menschen abzubilden, wurden Interviews mit migrantischen und nichtmigrantischen Marxlohern geführt, die das Wissen um die Nachkriegsgeschichte Marxlohs abrunden und einen subjektiven Blick auf diese Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven ermöglichen.
Das ZfE ist aktuell dabei, die migrantische Erinnerungskultur als eigenständige Säule seiner Arbeit aufzubauen. Die Kooperation mit der Ruhr-Universität bedeutet einen ersten wichtigen Schritt auf diesem Weg. Beide Partner haben die Absicht, das gemeinsame Projekt des forschenden Lernens in Zukunft fortzusetzen und weiter auszubauen.
Ansprechpartner für das Kooperationsprojekt: Prof. Dr. Koller, Ruhr-Uni/Fakultät für Geschichtswissenschaften, (0234) 3224670 Leyla Özmal, Stadt Duisburg, Zentrum für Erinnerungskultur, Menschenrechte und Demokratie, (0203) 283-6854

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