Projekt „Nah dran – Aven majpashe“ Integrationsarbeit kommt an

Derzeit leben etwa 21.140 Menschen aus Rumänien und Bulgarien in Duisburg, darunter viele Roma. Erkennbar ist, dass sehr viele neuzugewanderte Menschen in Duisburg bleiben wollen. Sie gehen versicherungspflichtiger Arbeit nach und zeigen ein zunehmendes Interesse an der Bildung ihrer Kinder. Auch sehen sie in Duisburg ihre Chance, den Armutskreislauf zu durchbrechen.

Mittwoch, 09. September 2020 | Stadt Duisburg - Das Projekt „Nah dran – Aven majpashe“ fördert seit Februar dieses Jahres die Integration und Teilhabe von bleibewilligen Zugewanderten aus Südosteuropa, insbesondere von Roma. Die muttersprachlichen Projektmitarbeiter, die zum Teil selbst aus der Roma-Community kommen, informieren Familien über das Bildungssystem und über Sprach- und Integrationskurse. Sie helfen Lehrern und Eltern bei der Integration von Kindern in eine gesicherte und erfolgreiche Schullaufbahn. Die Ausrichtung von kulturellen und sportlichen Veranstaltungen von und mit Roma ist ebenso Bestandteil des Projektes wie wissenschaftliche Vortragsreihen und Lesungen zu verschiedenen Roma-Themen.

Seit März steht das siebenköpfige Team außerdem dem Krisenstab der Stadt Duisburg bei der Bewältigung der Aufgaben zur Eindämmung der Pandemie zur Seite. Viele Ängste und Vorbehalte konnten durch eine gezielte muttersprachliche Ansprache genommen werden. In Kooperation mit dem Jugendamt und freien Trägern haben die Mitarbeiter Familien in besonderen Notsituationen geholfen. Das Team wirkte auch bei der Umsetzung von Ferienprogrammen für daheim gebliebene Kinder mit. Unter „#DankeHochfeld. Wir halten Abstand, aber zusammen“ organisierte das Team während des Lockdowns Wohnzimmerkonzerte, die auf RuhrTube veröffentlicht wurden.

Integrationsdezernent Dr. Ralf Krumpholz ist froh über die mittlerweile spürbaren Ergebnisse der Integrationsarbeit in Duisburg. „Integration braucht Zeit. Wir alle sollten stolz darauf sein, wenn Menschen nach Duisburg kommen und in unserer Stadt bleiben wollen. Für eine nachhaltige Integrationsarbeit ist jedoch, neben der Förderung von zeitlich befristeten Projekten, eine strukturelle Hilfestellung von Bund und Land notwendig und wichtig.“

Stadt Duisburg
Amt für Kommunikation