Euregio Rhein-Waal: Kommunales Spitzentreffen zu deutsch-niederländischen Kooperationen

Bereits 2017 hatten sich die Stadtspitzen der sechs größten Städte der Euregio Rhein-Waal – Düsseldorf, Duisburg und Moers auf deutscher Seite und Arnhem, Nijmegen und Ede auf niederländischer Seite - auf ein Memorandum of Understanding und somit zu verstärkter Zusammenarbeit verständigt. Seitdem kam es zu unterschiedlichen Kooperationsprojekten wie beispielsweise zu smarter Logistik, Ehrenamtsinitiativen für Zuwanderer oder Radwegeschnellverbindungen.

Freitag, 29. November 2019 | Stadt Duisburg - Heute gab es ein erneutes Treffen, um weitere Eckpunkte zukünftiger Zusammenarbeiten auszuloten. Im Vordergrund standen Themen zu nachhaltigen Entwicklungsinitiativen. Neu hinzu kam jetzt auf Einladung von Oberbürgermeister Sören Link die Stadt Apeldoorn, seit Juni Mitglied der Euregio Rhein-Waal.
Die nunmehr sieben Städte setzen sich für eine nachhaltige Stadtentwicklung in wirtschaftlichen Bereichen wie beispielsweise innovativer smarter Logistikströme ein. Ein besonderes Augenmerk lag außerdem auf den Themen klimafreundliche Lösungen für die Städte, biologische Vielfalt urbaner Ökosysteme sowie Lebensmittelvielfalt und gesunde Ernährung.
Schon lange ist man in Duisburg von der Bedeutung grenzüberschreitenden Zusammengehens überzeugt und sieht in den Niederlanden einen wichtigen Handelspartner in NRW. Die Kooperationen über die Grenze bei Themen wie Wirtschaft und Nachhaltigkeit sind zukunftsweisend. Der Bürgermeister von Nimwegen, Hubert Bruls ist überzeugt: „Städte sind als Motoren der regionalen Wirtschaft von entscheidender Bedeutung". Die Beigeordnete der Gemeinde Ede, Hester Veltman-Kamp, betont: „Innovation in der Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion sind essentielle Bestandteile für Biodiversität, gesundes Lebensumfeld sowie geringere Emissionen. Das NRW Wirtschaftsministerium hat Interesse an der Vorgehensweise der Region Foodvalley gezeigt. Dieses Know-how teilen wir als Gemeinde Ede gerne mit unseren deutschen Partnern“.
Nicht zufällig war das Zentrum für Brennstoffzellen-Technik an der Duisburger Universität als Ort für das Treffen gewählt. Zusammen mit niederländischen Partnern wird hier zu alternativen Antriebssystemen im Bereich der Logistik geforscht. „Für unsere Städte in der Region Rhein-Waal sind Innovationen zu smarter Logistik ein wertvoller Beitrag zur Senkung von Emissionen in Ballungsräumen“, erläutert Stadtdirektor Martin Murrack nach dem Treffen und zeigt sich optimistisch, dass die verabredete länderübergreifende Zusammenarbeit positive Impulse in Duisburg selbst, wie auch in der Region setzen wird.
Der Bürgermeister von Arnhem, Ahmed Marcouch, ergänzt: „Die Entwicklungen im regionalen Wasserstoff-Cluster bieten eine ausgezeichnete Gelegenheit für unsere Grenzregion. Gemeinsam mit deutschen und niederländischen Partnern können wir bei der Bekämpfung von Luftverschmutzung und CO2-Emissionen Fortschritte erzielen. Das gilt sowohl für den Landverkehr als auch für die Binnenschifffahrt auf Rhein und Waal.“
Dieser Einschätzung kann sich Bürgermeister Christoph Fleischhauer nur anschließen. Die Stadt Moers arbeitet im Verbund mit dem Kreis Wesel ebenfalls an zukunftsfähigen Konzepten im Bereich umweltschonender Antriebstechniken, auch mit Wasserstoff. Ein wichtiger Verkehrsträger, das Fahrrad, steht dabei bereits heute im Fokus. Eine gemeinsam erarbeitete Machbarkeitsstudie, der „Euregionale Radverkehrsplan“, attestiert der Verbindung Moers-Kamp-Lintfort hohes Potenzial für einen Radschnellweg. „Angesichts des Neubaus des Berufskolleg-Campus in Moers und der bestehenden Hochschule Rhein-Waal in Kamp-Lintfort ist der Radwegeausbau ein wichtiges Projekt. Nicht wenige der künftig dort Lernenden werden diese Radverkehrsverbindung nutzen“.

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