Bivsi Rana und ihre Eltern kehren nach Duisburg zurück

Nachdem das Auswärtige Amt die Visaanträge für Bivsi und ihre Eltern aktuell übermittelt hat, wurden diese umgehend durch die Stadt Duisburg bearbeitet. Die Rückkehr Bivsi Ranas - in Begleitung ihrer Eltern - erfolgt nun über ein „Schüleraustausch-Visum“.

Dienstag, 25. Juli 2017 | Stadt Duisburg - Im Anschluss kann Bivsi zum Zwecke eines Studiums oder einer Ausbildung dann einen entsprechenden Folgeantrag stellen. Somit ist der Weg zurück nach Duisburg für die Familie Rana frei.
Oberbürgermeister Sören Link: „Zunächst einmal freue ich mich, dass Bivsi und ihre Eltern nach Duisburg zurückkehren können. Viele Menschen haben sich dafür stark gemacht und vor allem das Engagement von Bivsis Mitschülern hat mich sehr beeindruckt. Mir fällt persönlich ein Stein vom Herzen, dass es uns gelungen ist, diese äußerst schwierige Situation zu lösen. Alle Beteiligten können nun optimistisch in die Zukunft schauen.“
Link führt weiter aus: „Bei aller Freude über diese Einzelfallentscheidung sollten wir uns jedoch klar machen: bei der derzeitigen Rechtslage war die Abschiebung rechtmäßig. Das kann nicht richtig sein. Für die Zukunft muss der Bund endlich Gesetze schaffen, die Kommunen nicht dazu zwingen, Familien wie die Ranas abzuschieben. Denn was Bivsi und ihre Eltern durchmachen mussten, kann nicht im Sinne unseres Rechtsstaates sein. Es ist aber beileibe kein Einzelfall. Wir dürfen jetzt nicht zur Tagesordnung übergehen. Der Bund muss endlich handeln. Wir brauchen ein Einwanderungsgesetz und schnellere Asylverfahren - sonst wird es irgendwo in Deutschland vielleicht schon morgen einen anderen Fall Bivsi geben - und nicht immer gibt es ein Happy End."
Der „Fall Bivsi“ hatte zuvor bundesweit für Aufsehen gesorgt. Ende Mai war die in Duisburg lebende 15-jährige gemeinsam mit ihren Eltern nach Nepal abgeschoben worden. Trotz der Rechtmäßigkeit der Abschiebung hatten sich Mitschüler und Vertreter des Steinbart Gymnasiums, Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link, Integrationsminister Dr. Joachim Stamp, Abgeordnete und der Petitionsausschuss des Landes NRW für eine Rückkehr der Familie eingesetzt. Im Juli fand zudem ein Solidaritätskonzert statt, dessen Einnahmen der Familie Rana zugute kommen sollen.

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