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Fallschirmspringen ist die Sportart der World Games, die den meisten Mut erfordert. Erstmals treten die Fallschirmspringer bei den Weltspielen in fünf Disziplinen an. Besonders attraktiv für die Zuschauerinnen und Zuschauer sind die Formationen und Manöver, die in der Luft gezeigt und von einem mitspringenden Videographen mit Helmkamera gefilmt werden. Wichtig ist dabei vor allem eine perfekte Körperbeherrschung aller Teilnehmer. In anderen Disziplinen kommt es in erster Linie auf Genauigkeit und Tempo an. Nur beim Zielspringen und Canopy Piloting ist der Fallschirm das Sportgerät, beim Formationsspringen, Freestyle und Freeflying dient er dem Abbremsen der Geschwindigkeit, die im freien Fall bis zu 300 km/h erreichen kann. Zu den aussichtsreichen Medaillenkandidaten gehören die Formationsspringer aus den USA und aus Frankreich, während sich die Deutschen und Italiener durch exakte Landungen auszeichnen.
Kurzer Einblick ins Regelwerk:
• Beim Zielspringen sollten die Sportler möglichst auf einer 3 cm großen Nullscheibe landen. Abweichungen werden mit einer 32 cm großen, elektronischen Messscheibe ermittelt und führen zu Punktabzügen.
• Vier Springer und ein Kameraflieger führen beim Formationsspringen in zehn Sprüngen 38 verschiedene Bilder vor. Pro Sprung aus etwa 3.300 Metern Höhe stehen 35 Sekunden zur Verfügung.
• Freestyle ist das Ballet des Fallschirmsports. Ein Springer führt in der Luft bestimmte Posen vor und wird von seinem Partner mit der Helmkamera gefilmt. In sechs Sprüngen werden Kür- und Pflichtübungen absolviert.
• Das Freeflying ähnelt dem Freestyle, hierbei sind aber zwei Springer in der Luft, die selbst kreierte Formationen vorführen. Ein Videograph filmt das Duo.
• Canopy Piloting: Mit einem Fallschirm durchfliegt der Sportler einen abgesteckten Kurs beginnend über dem Wasser. Bei insgesamt sechs Sprüngen werden die Geschwindigkeit, die zurückgelegte Distanz oder die Zielgenauigkeit bei der Landung bewertet.
Geschichte:
Fallschirmspringen ist ein noch relativ junger Sport, obwohl seine Ursprünge im 15. Jahrhundert liegen. Als Erfinder des Fallschirmes gilt der Maler und Techniker Leonardo da Vinci, dessen Abbildung und Beschreibung aus dem Jahr 1495 stammen. In der Folge gab es zahlreiche Sprungversuche von Gebäuden bis 1797 der Franzose André-Jacques Garnerin von einem Ballon aus 1.000 Meter Höhe den ersten richtigen Fallschirmabsprung wagte. 1913 sprang der Amerikaner Albrecht Berry als erster Mensch aus einem Flugzeug ab. Der Sportgedanke kam dann in den 20er Jahren auf, wobei die Fallschirmspringer um eine möglichst gute Ziellandung wetteiferten. In den letzten Jahren verfeinerten immer neue Disziplinen die Vielfalt dieser Sportart. Canopy Piloting und Freeflying wurden nunmehr ins World Games-Programm aufgenommen.
Disziplinen:
Zielspringen (Einzel: Herren, Damen), Formationsspringen (Mixed-Mannschaft),
Freestyle (Mixed-Paare), Freeflying (Dreier-Teams: Herren), Canopy Piloting (Einzel: Herren)
Gewinner 2001:
Freestyle: Olav Zipser/Matt Nelson (USA), Stefan Marttnengo/Fillipo Fabbi (ITA)
Formation: USA
Zielspringen: Marco Pflüger (GER)

Verbände:
Nat: www.daec.de
Int. www.fai.org
Austragungsort:
Duisburg, Toeppersee - Nordufer
Termine:
15.07 – 17.07.2005
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