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Casting ist der wettkampfmäßige Wurfsport des Sportangelns. Dabei geht es aber nicht um das Fangen von Fischen, sondern um zielgenaues und kraftvolles Werfen von künstlichen Fliegen oder tropfenförmigen Gewichten mit speziellen Angelruten. Deshalb werden die Turniere auch auf dem Rasen von Sportplätzen und nicht an Gewässern ausgetragen. Im Wettkampf müssen die Castingsportlerinnen und Castingsportler viele Wurftechniken aus der Praxis der Sportfischerei demonstrieren. Dazu gehört in den verschiedenen Disziplinen auch die Beherrschung von mehreren Körperdrehungen mit dem entsprechenden Anlauf, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. Zum engsten Favoritenkreis zählen die Deutschen, die bei den letzten Weltmeisterschaften mit fast 30 Medaillen die erfolgreichste Nation stellten.
Kurzer Einblick ins Regelwerk:
• In der Disziplin „Fliege Ziel“ muss der Castingsportler mit einer künstlichen Fliege in fünf wassergefüllte Zielschalen mit einem Durchmesser von jeweils 60 cm treffen. Das Zeitlimit beträgt 5:30 Minuten. Die Ziele befinden sich zwischen acht und 13 Metern vom Sportler entfernt. Jeder Treffer zählt fünf Punkte, es können maximal 100 Punkte erreicht werden.
• In der Disziplin „Fliege Weit“ muss eine künstliche Fliege möglichst weit geworfen werden. Für die Wertung werden die beiden besten Würfe herangezogen. Jeder Meter zählt einen Punkt, die Zeitvorgabe liegt bei 6:00 Minuten.
• In der Disziplin „Gewicht Präzision“ muss der Sportler aus fünf unterschiedlich weit entfernten Positionen jeweils zwei Würfe auf eine Zielscheibe ausüben.
Geschichte:
Entwickelt wurde dieser Sport vor über 100 Jahren in England. Dementsprechend stammt der Name „Casting“ auch von dem englischen Verb „to cast“ (werfen) ab. Dabei stand die Idee, die Wurftechniken von Sportanglern zu verbessern, im Vordergrund. Das erste offizielle Casting-Turnier soll 1864 im Staat New York ausgetragen worden sein. Neben den amerikanischen bestimmten bis Ende der 50er Jahre auch die skandinavischen Castingsportler die Leistungsentwicklung. Seit 1970 beherrschen die deutschen Sportler das Geschehen und stellten bei vielen Welt- und Europameisterschaften die Einzel- und Mannschaftssieger. Bei den World Games ist Casting seit der Premiere im Jahr 1981 ständig im Programm vertreten.
Disziplinen:
Fliege Ziel, Fliege Weit, Gewicht Präzision (Einzel: Herren, Damen)
Gewinner:
Fliege Ziel, einhändig: Henrik Osterberg (SWE), Jana Maisel (GER)
Fliege Ziel, zweihändig: Michael Harter (GER), Jana Maisel (GER)
Fliege Weit: Jacek Kuza (POL), Kathrin Ernst (GER)
Verbände:
Nat. www.vdsf.de
Int. www.castingsport.com
Austragungsort:
Duisburg, Sportpark Wedau - Felder 5 + 6
Sportschule Wedau
Termine:
22.07 – 24.07.2005
Patronatssponsor: boot Düsseldorf
Zeitplan (Angaben ohne Gewähr)
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