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Karate ist eine Kampfkunst zur Selbstverteidigung, deren Ziel nicht Sieg oder Niederlage ist. Der Lehre nach soll Karate vielmehr der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit dienen. In diesem Sinne wird auch immer der Gegner in einem Kampf mit Respekt betrachtet. Da Karate eine so genannte Null-Kontaktsportart ist, müssen die erlaubten Fuß- und Fauststöße so präzise ausgeführt werden, dass der Kontrahent nicht voll getroffen wird. Die Sportler müssen eine gute Körperbeherrschung, Selbstdisziplin und auch Verantwortungsbewusstsein gegenüber dem Kampfpartner besitzen. Bei den World Games besteht die bekannteste Kampfsportart der Welt im Wettbewerb aus den Disziplinen "Kata" (Bewegungsabläufe) und "Kumite" (Kampf).
Die Japaner gelten als Favoriten, aber auch die Duisburgerin Kora Knühmann (WM-Dritte im Kumite 2004) hat Chancen auf Gold.
Kurzer Einblick ins Regelwerk:
• Die Kumite (japanisch: Kampf) dauern zwei Minuten bei den Damen, drei Minuten bei den Herren, nach jeder Punktvergabe wird die Uhr angehalten. Bei Gleichstand gibt es eine Verlängerung von einer Minute, steht es danach immer noch Remis, entscheiden vier Kampfrichter.
• Treffer mit K.o.-Wirkung werden geahndet. Erlaubt ist nur die leichte Berührung am Kopf, der Rumpfbereich darf stärker getroffen werden.
• Fußtreffer am Kopf werden mit drei Punkten gewertet, Fußtreffer am Oberkörper bringen zwei Zähler, für Fausttreffer wird ein Punkt vergeben. Treffer an Rücken und Unterkörper sind nicht erlaubt. Gekämpft wird auf einer 8 x 8 Meter großen Matte, Faustschoner, Mund- und Brustschutz (bei den Frauen) sind Pflicht.
• Bei den Kata-Ausführungen, die den Kampf gegen mehrere imaginäre Gegnerinnen oder Gegner zeigen, kommt es auf Präzision, Schnelligkeit, Dynamik und Ausdrucksstärke in den Darbietungen an. Die einzelnen Katas dürfen sich im Verlauf des Wettkampfs nicht wiederholen.
Geschichte:
Karate zählt zu den traditionellen asiatischen Kampfsportarten und ist vermutlich im 5. Jahrhundert n. Chr. ursprünglich als Selbstverteidigungstechnik entstanden. Es heißt, dass chinesische Mönche aus bestimmten gymnastischen Übungen, die der Selbsterfahrung und Selbstfindung dienten, allmählich die Kampfkunst des Karate entwickelten. Als Wettkampfsport ist Karate noch relativ jung, das Regelwerk wurde in Japan erst Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelt. Seit rund 30 Jahren ist Karate weltweit als Wettkampfsportart etabliert.
Disziplinen:
Kumite: Einzel (Herren: sieben verschiedene Gewichtsklassen; Damen: vierverschiedene Gewichtsklassen)
Kata: Einzel (Herren, Damen)
Gewinner 2001:
Herren: Kenichi Imai (JAP / -60 kg), Jason Ledgister (GBR / -65 kg), Yasuhisa Inada (JAP / -70 kg), Gennaro Talarico (ITA / -75 kg), Salvatore Loria (ITA / -80 kg), Seydina Balde (FRA / +80 kg), David Felix (FRA /Open), Rouki Abe (JAP / Kata)
Damen: Sachiko Miyamoto (JAP / -53 kg), Roksanda Lazarevic (YUG / -60 kg), Emiko Honma (JAP / +60 kg), Atsuko Wakai (JAP /Kata)
Verbände:
Nat. www.karateverband.de
Int. www.wkf.net
Austragungsort:
Duisburg, Landschaftspark Nord (LaPaNo ) - Kraftzentrale (1)
www.landschaftspark.de
Termine:
23.07 - 24.07.2005
Zeitplan (Angaben ohne Gewähr)
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