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Das japanische Ju Jutsu heißt übersetzt „sanfte Kunst“ oder „Kunstfertigkeit“. Die Leitidee dieser Kampfsportart ist, die Heftigkeit eines Angriffes so abzufangen, dass die Energie zum Schaden des Gegners zurückgegeben wird. Dafür muss ein Kämpfer lernen, sowohl Geist als auch Körper im Gleichgewicht zu halten, um sich auch gegen kräftemäßig überlegene Gegner verteidigen und behaupten zu können. Ju Jutsu wird als Muttersportart des olympischen Judo bezeichnet und zu den Kampfsportarten gezählt, obwohl es traditionell eine Selbstverteidigungstechnik ist. Gekämpft wird in verschiedenen Gewichtsklassen, die Begegnungen finden in den Disziplinen Duo- und Einzelwettkampf statt.
Als Favoriten werden bei den Spielen 2005 die Franzosen gehandelt.

Kurzer Einblick ins Regelwerk:
• Im „Fighting-System“ kämpfen zwei Kontrahenten in ihrer gemeinsamen Gewichtsklasse, ausgestattet mit Hand-, Fuß- und Tiefschutz, gegeneinander. Dabei dürfen im Leichtkontakt Schläge, Tritte und Stöße sowie Hebel-, Wurf-, und Würgetechniken angewendet werden.
• Ju Jutsu-Sportlerinnen und -Sportler müssen in relativ kurzer Zeit (2 x 2 Minuten) ihre Gegner nach Punkten besiegen oder zur Aufgabe zwingen.
• Die Einzelbegegnungen sind aufgeteilt in Distanz-, Kontakt- und Schlusskampf auf der Matte.
• Beim Duo-Wettkampf zeigt ein Paar von Kämpfern aus derselben Mannschaft mögliche Selbstverteidigungstechniken, die in einer frei gewählten Reihe von Griffen, Hebel- und Würgegriffen, Schlägen oder Tritten bei bewaffneten Angriffen mit dem Stock oder Messer eingesetzt werden.
• Das Regelwerk schließt ernsthafte Verletzungen des Gegners weitgehend aus. Über die Einhaltung der Wettkampfregeln wachen bei jeder Begegnung drei Kampfrichter.

Geschichte:
Der Legende nach entwickelte der Samurai Shirobei Akiyama im 16. Jahrhundert diese Selbstverteidigungskunst, nachdem er beobachtet hatte, wie die Zweige einer Weide sich in einem Schneesturm von ihrer Last befreiten, ohne zu brechen. Es gibt allerdings auch Hinweise, dass Ju Jutsu viel früher seine Ursprünge in China hat. Sicher ist, dass die Kampfkunst sich im 17. Jahrhundert in Japan bei den Samurai als eine Form der Selbstverteidigung ohne Waffen rasch durchsetzte, um einen Gegner unschädlich zu machen oder gar zu töten. Es folgte die Hochblüte des Ju Jutsu, die viele verschiedene Schulen hervorbrachte, die jeweils eigene Elemente beisteuerten. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Ju-Jutsu auch in Europa eingeführt, wurde aber erst ab den 60er und 70er Jahren wirklich populär. 

Disziplinen:
Einzel: Herren (vier verschiedene Gewichtsklassen), Damen (drei verschiedene Gewichtsklassen)
Duo: Herren, Damen, Mixed

Gewinner 2001:
Herren: Antonio da Costa (FRA / -69 kg), Didier Cezar (FRA / -77 kg), Rob Haans (NED / -85 kg), Kamal Temal (FRA / -94 kg)
Damen: Patricia Hekkens (NED / -62 kg), Nicole Stavnager (DAN / -70 kg)
Teams: Herren: Frankreich (FRA), Damen: Dänemark (DAN), Mixed: Spanien (ESP)


Verbände: 
Nat. www.ju-jutsu.de
Int.  www.jjifweb.com

Austragungsort: 
Duisburg, Landschaftspark Nord (LaPaNo) -  Kraftzentrale (2)
www.landschaftspark.de

Termine:
21.07 – 22.07.2005

 

 

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