Integrationslotsen
"Hand reichen, Weg weisen, Brücken bauen"
Auf Vorschlag des Beirates für Zuwanderung und Integration und mit Unterstützung des Rates der Stadt Duisburg wurde im September 2006 ein Projekt zur Initialisierung eines Integrationslotsenpools ins Leben gerufen und mit Mitteln des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration umgesetzt.
Duisburgerinnen und Duisburger waren aufgerufen, sich ehrenamtlich als Integrationslotsen zu engagieren, um die Duisburger Integrationsarbeit zu unterstützen und den Migrantinnen und Migranten als Ansprechpartner zur Seite zu stehen.
In Duisburg hat fast jeder Vierte einen Migrationshintergrund. Nach den Angaben des Integrationsbüros der Stadt Duisburg kommen jährlich noch ca. 200 Kontingenteinwanderer sowie 800 Heiratsmigranten dazu. Insbesondere Sprachprobleme und Orientierungsschwierigkeiten stehen den Neuzugewanderten in der für Sie zunächst völlig fremden Gesellschaft im Weg. Behördliche Formalitäten, Eingliederung in die Arbeitswelt, in Nachbarschaften, Schulsysteme oder weitere Gesellschaftsstrukturen stellen sich oftmals als nur schwer überwindliche Hürden dar.
Auch der Duisburger Beirat für Zuwanderung und Integration hatte diese Schwierigkeiten erkannt und mit Unterstützung des Rates die Verwaltung beauftragt, Duisburgerinnen und Duisburger für die Integrationsarbeit zu gewinnen.
Durch den gezielten Einsatz von den Integrationslotsen soll eine optimale Integrationshilfe für die in Duisburg lebenden Neuzuwanderer gegeben werden. Betätigungsmöglichkeiten für die ehrenamtlichen Integrationslotsen werden in den Bereichen Nachhilfeunterricht, Hausaufgabenhilfen und Lesetrainings sowie in der Organisation von Angeboten zur Freizeitgestaltung und der gemeinsamen Bewältigung von Alltagsaufgaben gesehen. Aber auch die Einrichtung von Gesprächskreisen zu unterschiedlichen Themen ist vorstellbar.
Nach umfangreichen Schulungen und einer intensiven Fortbildungsphase stehen seit März 2007 rund 30 ehrenamtlich tätige Duisburgerinnen und Duisburger, die insgesamt ca. 15 verschiedene Sprachen sprechen, zur Verfügung. Sie werden sowohl für die Neuzugewanderten als auch für eine Vielzahl der hier bereits länger lebenden Migrantinnen und Migranten sowie Aussiedlerinnen und Aussiedler integrative Hilfen leisten. Ziel ist es, neben den alltäglichen Hilfestellungen, den Duisburger Zuwanderern auch Möglichkeiten für Kommunikation zu geben. Hierbei sollen soziale Werte und Normen sowie das Bewusstsein, füreinander verantwortlich und Bestandteil einer gemeinsamen Stadtgesellschaft zu sein, vermittelt werden.
Für eine zielgerichtete Vermittlung und Koordination steht im Referat für Integration die Geschäftsstelle Integrationslotsennetzwerk zur Verfügung.

