Integrationspolitischer Prozess
- Rat der Stadt beschließt Einleitung des integrationspolitischen Prozesses
- Integrationskonferenzen
- Referat für Integration steuert weiteren Prozess
- Empfehlungen werden aufbereitet - Fachämter entwerfen Projekte
- Integrationsprogramm 2008 / 2009 - neue Impulse für Duisburg
- Das Duisburger Integrationskonzept
- Interkulturelle Urbanität ist Querschnittsaufgabe
- Interkulturelle Standards
- Interkulturelle Kompetenz
- Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für interkulturelle Belange
- Weitere Gestaltung des integrationspolitischen Prozesses
Rat der Stadt beschließt Einleitung des integrationspolitischen Prozesses
Integrationskonferenzen
Referat für Integration steuert weiteren Prozess
Über die Entwicklungen und den aktuellen Stand des integrationspolitischen Prozesses informierte das Integrationsreferat im Februar und August 2008 den Lenkungsausschuss. Der Lenkungsausschuss ist ein Gremium, das eigens für die Begleitung des integrationspolitischen Prozesses mit Ratsbeschluss vom 30.03.2006 gegründet wurde (DS-Nr.05-3142).
Empfehlungen werden aufbereitet - Fachämter entwerfen Projekte
Im April 2008 wurde der Startschuss zur ämter- und ressortübergreifenden Arbeit an der Planung von konkreten Projekten zur Umsetzung der Konferenzempfehlungen gegeben. Unter Federführung des Referates für Integration wurde die Arbeitsgruppe AG Integration eingerichtet. Sie wurde zunächst auf die Verwaltung beschränkt, denn rund drei Viertel der Empfehlungen richten sich an städtische Ämter und Institute.
Die AG Integration initiierte die Bildung von sechs Arbeitsgruppen zu den Themen Bildung, Gesundheit und Soziales, Wohnen und Stadtentwicklung, Wirtschaft und Beschäftigung, Sport, Kultur und Bezirke und Querschnittsaufgaben. Die sechs Arbeitsgruppen wurden mit Experten der Fachabteilungen besetzt. Sie erarbeiteten bis Ende September 2008 konkrete Projekte und Maßnahmen zur Umsetzung der Empfehlungen der Integrationskonferenzen.
Das Referat für Integration koordiniert und steuert den Arbeitsprozess dieser Arbeitsgruppen und liefert die integrationsspezifischen Kriterien in diesem Prozess, der ebenfalls Teil der interkulturellen Ausrichtung der Verwaltung ist.
Integrationsprogramm 2008 / 2009 - neue Impulse für Duisburg
Die verwaltungsinternen Arbeitsgruppen haben über 60 konkrete Maßnahmen und Projekte zutage gebracht und zahlreiche Kooperationen vereinbart. Mit diesen Maßnahmen erhält die Integrationsentwicklung in Duisburg neuen Auftrieb. Im "Integrationsprogramm 2008 / 2009" sind alle Maßnahmen und Projekte, die im Jahr 2009 / 2010 umgesetzt werden, aufgeführt. Beschrieben sind darin auch die Ziele und das Vorgehen des Referats für Integration auf dem Weg zu einer erfolgreichen Integration in der Duisburger Stadtgesellschaft. Das "Integrationsprogramm 2008 / 2009" wurde im Beirat für Zuwanderung und Integration und in den einschlägigen Ausschüssen des Rates beraten und diskutiert. Im Sommer 2009 befragte das Referat für Integration die einzelnen Fachämter zum Stand ihrer jeweiligen Projekte und Maßnahmen aus dem Integrationsprogramm.
Die Abfrage ergab: Von den insgesamt 61 Projekten wurden umgesetzt 15 (24,6 %) laufen derzeit noch 28 (45,9 %) sind trotz Probleme umsetzbar 12 (19,7 %) konnten nicht umgesetzt werden 6 (9,8 %) Im Austausch mit den zuständigen Ämtern informiert sich das Referat für Integration über den Entwicklungsstand und Erfolg der einzelnen Projekte.
Das Duisburger Integrationskonzept
Aufbauend auf den Überlegungen des Integrationsprogramms erarbeitete das Referat für Integration ein Konzept für die Integrationsarbeit der Stadt Duisburg. "Das Duisburger Integrationskonzept" benennt sowohl die theoretischen Grundlagen als auch konkrete Ziele und Schwerpunkte der Arbeit des Referats. Damit erhält die Integrationsarbeit in Duisburg ein zukunftsweisendes Fundament und das Konzept verdeutlicht, wie sich die Stadt Duisburg das Zusammenleben in Duisburg vorstellt. In 2010 befasst sich die Stadtverwaltung mit ausgesuchten Schwerpunktthemen und arbeitet kontinuierlich an ihnen weiter. Für die Zukunft wird man sich von der Struktur einer reinen Abarbeitung der Handlungsempfehlungen aus den Integrationskonferenzen lösen. Dieser Arbeitsschritt war erforderlich gewesen, weil sich ein Großteil der Handlungsempfehlungen an die städtische Verwaltung richtete. Nunmehr wird das Augenmerk darauf gerichtet sein, auch verwaltungsexterne Akteure der Integrationsarbeit - wie z.B. Wohlfahrtsverbände und MSO's stärker einzubinden. Denn nur durch einen breiten gesellschaftlichen Konsens kann Integration gelingen.
Interkulturelle Urbanität ist Querschnittsaufgabe
Nach dem Vorbild der Bürgerforen, in denen Bürger ihre Vorstellungen und Wünsche an die Stadtentwicklung formulieren, standen in dieser Konferenz Vorstellungen und Wünsche von Zuwanderern im Mittelpunkt. Beteiligt waren an der Konferenz Vertreter der freien Wohlfahrtspflege, der Migrantenselbstorganisationen, der Bürgerforen sowie der städtischen Verwaltung. Ausgehend von den Impulsen der Konferenzeilnehmer hat das Referat für Integration gemeinsam mit dem Projektteam Duisburg 2027 Leitlinien zur interkulturellen Urbanität erarbeitet. Die Leitlinien wurden Ende März vom Rat der Stadt verabschiedet und finden Eingang in die Arbeit der am Projekt Duisburg 2027 beteiligten Ämter (DS -09-1668 ). Die Leitlinien konzentrieren sich auf sechs Merkmale und Voraussetzungen einer interkulturellen Stadtgesellschaft. Entfalten sich diese Voraussetzungen, profitiert die gesamtstädtische Entwicklung davon. Das Papier enthält auch Beispiele dafür, wie die Leitlinien in die Praxis umgesetzt werden können.
Interkulturelle Standards
In den vergangenen drei Jahren wurde der integrationspolitische Prozess in Duisburg stetig weiterentwickelt. Ein Großteil der Empfehlungen der Integrationskonferenzen befinden sich in der Umsetzungsphase bzw. sind bereits umgesetzt. Nun ist es entscheidend, dass weitere wichtige Schritte folgen, um den Integrationsprozess zu vertiefen und weiterzuentwickeln.
Daher hat das Referat für Integration gemeinsam mit Vertretern der Wohlfahrtsverbände, Verantwortlichen aus der Verwaltung sowie Experten aus den Migrantencommunities Definitionen für eine einheitliche Sprachregelung sowie interkulturelle Standards entwickelt. Ziel ist es, allen Duisburger Akteuren im interkulturellen Bereich eine gemeinsame und einheitliche Grundlage zu bereiten, um die Integrationsarbeit stadtweit vergleichbar und messbar zu gestalten. Entwickelt wurden Interkulturelle Standards für die Bereiche Organisation, Personal, Angebote und Vernetzung/Kooperation . Die Standards wurden von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Projektgruppe in die jeweiligen Organisationen hineingetragen und die Form ihrer Umsetzung geklärt. Bei einem weiteren Treffen der Projektgruppe im Herbst 2010 konnten bereits erste Praxiserfahrungen ausgetauscht werden.
Interkulturelle Kompetenz
Interkulturelle Kompetenz als Qualitätsmerkmal soll ebenfalls ein Kriterium bei der Auswahl von Auszubildenden, bei Neueinstellungen und Beförderungen werden.
Die Universität Duisburg-Essen plant, das Fortbildungsprogramm mit finanzieller Unterstützung eines Sponsors (Stiftung) wissenschaftlich zu begleiten.
Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für interkulturelle Belange
Weitere Gestaltung des integrationspolitischen Prozesses
Downloads:
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Ausrichtung und konzeptionelle Schwerpunkte des Referates für Integration
(pdf, 15,71 KB) -
Aufbereitung und Bewertung der Handlungsempfehlungen der Integrationskonferenzen
(pdf, 21,88 KB) -
Auftakt Arbeitsgruppe AG Integration vom 24.04.2008
(pdf, 341,52 KB)

