Netzwerk der Integrationslotsen
Im September 2006 startete das Pilotprojekt "Integrationslotsen" auf Vorschlag des Beirates für Zuwanderung und Integration und mit Unterstützung des Rates der Stadt Duisburg. Finanziert wurde es mit Mitteln des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration.
Zu Beginn des Projektes wurden Kontakte zu maßgeblichen Akteuren wie Behörden, Vereine, Verbände und Beratungsstellen geschaffen und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewonnen. Im Februar 2007 endete das Projekt und die Integrationslotsen wurden zu einem festen Bestandteil der städtischen Integrationsarbeit. Im Referat für Integration haben sie eine eigene Geschäftsstelle.
Nach Beendigung zahlreicher Fortbildungen (z.B. Zuwanderungsgesetz, Hartz IV - Gesetzgebung, Kultur- und Freizeitangebote in Duisburg, etc.) können heute eine Vielzahl von Integrationslotsen ihre ehrenamtlichen Dienste anbieten. Die Integrationslotsen kommen aus mehr als zehn verschiedenen Ländern. Es sind Frauen und Männer im Alter zwischen 20 und 80 Jahren mit vielfältigen Berufen, ausgewogener regionaler Verteilung und guten Deutschkenntnissen.
Einsatzmöglichkeiten
Ihre Einsatzmöglichkeiten ergeben sich inzwischen bei Sprachproblemen und Orientierungsschwierigkeiten, behördlichen Formalitäten und der Eingliederung beispielsweise in die Arbeitswelt, in die Nachbarschaft oder Schule. Des Weiteren werden Integrationslotsen abgerufen, wenn es um die gemeinsame Bewältigung von Alltagsaufgaben geht. Manche Integrationslotsen eröffnen sich auch selbständig Tätigkeitsfelder, indem sie z.B. Gesprächskreise zu unterschiedlichen Themen einrichten oder Angebote zur Freizeitgestaltung organisieren.
In der Geschäftsstelle auf der Gutenbergstr. 24, 47051 Duisburg werden die Integrationslotsen zielgerichtet vermittelt und die Angebote koordiniert. Auch die Dokumentation der Einsätze, die Pflege von Lotsenprofilen sowie begleitende Beratung erfolgt in der Geschäftsstelle der Integrationslotsen.
Erfahrungsaustausch
Seit Oktober 2007 findet in der Geschäftsstelle - im Referat für Integration - außerdem ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch statt, der zur Überprüfung, Weiterentwicklung und Ergänzung der Angebote dienen soll. Im Rahmen des Erfahrungsaustausches finden ebenfalls Fortbildungen und Infoabende statt. Dazu wird Fachpersonal aus städtischen Institutionen und Ämtern eingeladen.

