Cyrano von Bergerac
Dauer ca. 2 Stunden
Er ist der Held mit der langen Nase, der schneidenden Zunge, der schüchternen Seele und spätestens seit dem Film mit Gérard Depardieu auch dem deutschen Publikum ein Begriff: der Dichter, Edelmann und Abenteurer aus der Gascogne Cyrano von Bergerac. Voller Liebe zu seiner Cousine Roxane wagt er wegen seiner vermeintlichen Hässlichkeit nicht, ihr seine Gefühle zu offenbaren. Und als sie ihm ihre Zuneigung zu dem jungen schönen Christian gesteht, der in Cyranos Regiment dient, und ihn bittet, auf ihren Geliebten aufzupassen, tritt er nobel zurück und erfüllt ihren Wunsch. Doch Christian weiß sich nicht auszudrücken und Roxane liebt den Geist in der Liebe. So kommt es zu einem seltsamen Pakt: Cyrano schlägt Christian vor, an seiner Stelle die Liebesbriefe an die Angebetete zu verfassen. Und Christian stimmt
Romantische Helden, kunstfertige Dramaturgie, Witz und Ironie - verbunden mit dem Element des Tragischen - waren die Effekte, die Edmond Rostand zu einem der meistgespielten Bühnenautoren seiner Zeit werden ließen. Den Höhepunkt seines Schaffens erreichte er mit "Cyrano von Bergerac", das am 29. Dezember 1897 seine gefeierte Uraufführung im Pariser Théâtre de la Porte Saint-Martin erlebte und ihn mit einem Schlag berühmt machte. Spieltrieb präsentiert es in dieser Spielzeit in einer eigenen Fassung im Opernfoyer, an manchen Abenden auch als Dinnertheater mit Drei-Gänge-Menü.
Presse:
Cyrano von Bergerac war nicht nur im 17. Jahrhundert eine reale Person, das ist auch der Titel jener erfolgreichen romantischen Vers-Komödie von Edmond Rostand, die jetzt als jüngste Spieltrieb-Premiere im Opernfoyer bejubelt wurde. "Spieltrieb"-Chef Michael Steindl und Co-Regisseurin Katharina Böhrke haben sie ebenso leichtflüssig wie geistvoll und doch detailgetreu auf die raffiniert simple Bühne von Anja Müller gebracht. Die jugendlichen Schauspieler haben sichtlich Spaß an dem Mantel-und-Degen-Klassiker, allen voran Kevin Barz in der Titelrolle. Sehr schön, wie sich die acht anderen Darsteller hier die vielen, zum Teil winzigen Rollen teilen. (Rheinisch Post)
Katharina Böhrke und Michael Steindl führen die jungen Amateurdarsteller zur überzeugenden Darstellung der romantischen wie komödiantischen Aspekte des Stückes. Höhepunkt: die berühmte Balkonszene, in der Cyrano in die Rolle Christians schlüpft, um Roxane seine Liebe zu gestehen. (WAZ)
Wie immer imponieren die Darsteller durch ihren vorbildlichen Einsatz, auch wenn die gereimten Texte so ganz und gar nicht zum Sprachgebrauch der heutigen Jugend passen wollen. Doch gerade aus dieser Diskrepanz eröffnen sich reizvolle Einblicke in die ewig aktuellen Höhen und Tiefen jugendlicher Liebeswallungen. (NRZ)
Es spielen:
Dana Brüning
(Die Büffetdame / Poet / Hauptmann Carbon von Castel-Jaloux / Schwester Marthe)
Janine Fait
(Nonne / Stellwerk)
Katharina Ziolkowski
(Roxane)
Sarah Füsgen
(Lignière / Montfleury / Gascogner Kadett / Nonne)
Svenja Neumann
(Vicomte Valvert / Poet / Gascogner Kadett / Ein Kapuziner)
Behzad Sharifi
(Graf Guiche)
Harun Akgün
(Ragueneau)
Kevin Barz
(Cyrano von Bergerac)
Nedim Aydogmus
(Le Bret / Poet)
Steffen Köhler
(Christian von Neuvilette / Jodelet / Poet)


