Theatertreffen
Hauptmenue

Der Auftrag

Regie
Tom Kühnel, Jürgen Kuttner

Dramaturgie
Johannes Kirsten

Bühne
Jo Schramm; Anna Sörensen

Kostüme
Ulrike Gutbrod

Musik
Hannes Gwisdek, Peter Bartz,
Moritz Bossmann, Boris Nielsen

Video
Peer Engelbracht, Stephan Komitsch

Es spielen
Corinna Harfouch, Julia Schmalbrock; Janko Kahle, Jürgen Kuttner,
Daniel Nerlich, Hagen Oechel,
Jonas Steglich

Schauspiel Hannover
(Koproduktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen)

Theatertreffen

Der Auftrag

von Heiner Müller

19:00 Uhr Schauspielführer live
Dauer: ca. 1 Stunde 40 Minuten, keine Pause

Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit - die Werte der Französischen Revolution sollen auch in die entfernten Kolonien hinausgetragen werden. Der Export einer Idee, für alle, überall. Die drei Emissäre der Revolution Debuisson, Galloudec und Sasportas haben den Auftrag, auf der Insel Jamaika eine Sklavenrevolte anzustiften. Die Drei könnten unterschiedlicher nicht sein: Debuisson ist bürgerlicher Sohn von Sklavenhaltern, Galloudec ein Bauer aus der Bretagne und Sasportas ein schwarzer Revolutionär, der die Herrschaft der Kolonialherren am eigenen Leib erfahren hat. Als in Frankreich Napoleon die Macht übernimmt, beginnt eine neue Zeit. Das Trio gerät in Streit, ob der Auftrag nach wie vor gültig ist.

Heiner Müller schrieb "Der Auftrag" 1979. Als Vorlage diente ihm die Erzählung "Das Licht auf dem Galgen" von Anna Seghers. Entstanden ist ein Stück über Verrat und das Scheitern von Utopien.

PRESSE

Kühnel / Kuttner haben sich eines gewaltigen Kunstgriffs bedient: Praktisch der gesamte Stücktext kommt nicht von den Spielern, sondern aus dem Off, von Heiner Müller eingelesen, aus einem alten Mittschnitt einer Lesung in Leipzig 1980. Und der stockende, aber feste, gleichförmige, unnachahmlich warme Leseton Müllers gibt dem Geschehen Halt. Wie sinistere Marionetten hängen die Akteure in den Stromdrähten des fremden Textes. Dazu spielt die Band 'Die Tentakel von Delphi' im Orchestergraben live mythisch schwebende Sounds ein._ Theater heute

Die Regisseure Tom Kühnel und Jürgen Kuttner haben erkannt, dass niemand den rohen, naturgemäß großartigen Text besser abliefern kann, als der Autor selbst. Nicht zuletzt aber sind in diesem Zirkus die Schauspieler die Attraktion, auch wenn sie meistens nur die Lippen zum Text bewegen. Aber ihre Körper, ihre Mimik kommen groß zur Geltung. Allen voran ist es die bewundernswerte Corinna Harfouch, die als Debuisson mit der Präzision und Eleganz ihrer Gestik gewissermaßen das Komplement abgibt zum eher ungelenken Sprachmodus des Autors._Süddeutsche Zeitung

Das Theatertreffen wird gefördert vom

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Ort: Theater Duisburg, Großes Haus

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