Oper
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MUSIKALISCHE LEITUNG
Georg Fritzsch / Axel Kober

INSZENIERUNG
Adolf Dresen

BÜHNE UND KOSTÜME
Wolf Münzner

CHOR
Christoph Kurig

Oper

Der fliegende Holländer

Romantische Oper in drei Aufzügen
Dichtung vom Komponisten
-
In deutscher Sprache mit Übertiteln

Dauer: ca. 2 Stunden 15 Minuten, keine Pause

Heinrich Heine war der eigentliche Urheber des "Fliegenden Holländers". In seinen "Memoiren des Herren von Schnabelewopski" hatte Richard Wagner (1813 -1883) die Geschichte des unheimlichen Seefahrers entdeckt, die sich hier noch als ironische Marginalie zum Theatergeschmack des Amster- damer Publikums um 1830 liest. Für Wagner dagegen wurde sie zum Initialerlebnis, als er 1839 hochverschuldet auf dem Seeweg von Riga nach London vor seinen Gläubigern auf der Flucht war. Die stürmische Überfahrt mit mehreren Havarien und Notankerung vor der norwegischen Küste hinterließ prägende atmosphärische Eindrücke für das Drama um den Ahasverus des Ozeans, der nach Erlösung sucht. Dazu verdammt, für alle Ewigkeit auf den Weltmeeren umherzusegeln, wird dem Holländer alle sieben Jahre die Chance gewährt, an Land zu gehen, um eine bedingungslos treue Frau zu gewinnen, die sein Schicksal wenden kann. Diese Frau findet er in Senta, der Tochter des norwegischen Seefahrers Daland, der die Sage vom "Fliegenden Holländer" schon lange zu Herzen geht. Doch als Senta noch einmal ihrem Jugendgeliebten Erik begegnet, fühlt sich der Holländer verraten. Erst als sie ihm und seinem entschwindenden Geisterschiff ins Meer nachstürzt, gelingt das Erlösungswerk.

Mit dem "Fliegenden Holländer" navigierte Wagner auf seine künftigen Musikdramen zu, in denen er mythische Stoffe zu Parabeln auf die gesellschaftliche Gegenwart umgestaltete. In dieser Oper spiegelt sich auch seine persönliche Situation als Künstler, der um seine Anerkennung ringen muss und sich von einer bornierten und geschäftssüchtigen Kunstwelt zurückgestoßen fühlt. Adolf Dresen, den bedeutenden deutschen Theaterregisseur der Vorwendezeit, beschäftigte in seiner In- szenierung nicht ein ferner Erlösungsgedanke, sondern die Einlösung einer Liebe, die nichts fragt, nichts fordert und vor allem kein Tauschgeschäft ist. ***

Ort: Theater Duisburg, Großes Haus

16.04.2011 - 19:30 Uhr
23.04.2011 - 19:30 Uhr
07.05.2011 - 19:30 Uhr

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