Das aktuelle Veranstaltungsprogramm
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Werden Sie Mitglied im Verein für Literatur Duisburg.
Drucken Sie sich dazu die ausgefüllte Anmeldung aus und senden diese an die Geschäftsstelle.

Der jährliche Mitgliedsbeitrag beträgt 35,- Euro. Für Schüler und Studenten nur 20,- Euro.

Bei Vereinsveranstaltungen ist der Eintritt für Vereinsmitglieder frei!

Anmeldekarte
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Literaturkataloge

Die vom Verein für Literatur Duisburg produzierten Literaturkataloge sind gegen eine Schutzgebühr von 2,- Euro erhältlich.

Sehen Sie hier alle bisher veröffentlichten Kataloge

Geschäftsstelle

Stadtbibliothek Duisburg
Verein für Literatur
Steinsche Gasse 26
47051 Duisburg


Geschäftsführer

Dr. Jan-Pieter Barbian

 

Ihre Ansprechpartnerinnen
Marlis Krause     
Tel.: 0203/283-2593

Petra Dobler-Wahl
Tel.: 0203/283-2664

Verein für Literatur Duisburg

Im Jahr 1912 war Duisburg eine Stadt im kulturellen Aufbruch. Die Einweihung des Stadttheaters wie auch die Gründung des Vereins fallen in jenes Jahr. Seine grundsätzliche Aufgabe sah und sieht der Verein vor allem darin, sich um die Pflege des literarischen Lebens in Duisburg zu kümmern.

Literatur als Herzenssache

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Seine Blütezeit erfuhr der Verein während der Weimarer Republik. So zählte er damals mehr als 700 Mitglieder. Diesen wurden hochkarätig besetzte Lesungen, darunter mit Hermann Hesse, Arno Holz, Gerhart Hauptmann, Thomas Mann und anderen namenhaften Schriftstellern geboten. Nahezu alle Repräsentanten der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur wurden nach Duisburg eingeladen: Bertolt Brecht, Alfred Döblin, Alfred Kerr, Heinrich Mann, Franz Werfel, Stefan Zweig.

Nach der Machtübernahme der NSDAP geriet auch der Verein in den Sog nationalsozialistischer "Gleichschaltung". Über diese Entwicklung ist jedoch wenig bekannt. Nur einige Monate nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Verein wieder aktiv. Sowohl das Programm der Lesungen und Vorträge in den späten 1940er Jahren als auch das des nächsten Jahrzehnts beinhaltete erneut große Namen der deutschen Literatur: Elisabeth Langgässer, Alfred Andersch, Adolf Muschg und Luise Rinser waren darunter. 1977 zählte der Verein bereits wieder 380 Mitglieder.

Auch heute bleibt der Verein seiner Tradition treu, das Duisburger Publkikum mit öffentlich bekannten ebenso wie mit literarisch neu zu entdeckenden Belletristik- und Sachbuch-Autoren ins Gespräch zu bringen. Ein dramaturgisches Jahresmotto hilft dabei, das Programm und den Dialog mit der Öffentlichkeit zu profilieren.


Volksbank Rhein-Ruhr Stiftung fördert den Verein für Literatur

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Am Montag, 8. Juli 2013  überreichte Thomas Diederichs, Vorstandssprecher der Volksbank Rhein-Ruhr eine Spende in Höhe von 5.000 Euro an den Geschäftsführer des Vereins für Literatur und Kunst, Dr. Jan-Pieter Barbian. Der aus Fördermitteln der Volksbank Rhein-Ruhr Stiftung kommende Betrag ist höchst willkommen und hilft,  in der kommenden Literatursaison wieder ein hochkarätiges Programm zusammenzustellen. Die Besucher und Besucherinnen werden sich auf viele namhafte Autorinnen und Autoren und anregende Literaturabende freuen können.


Festschrift zum 100-jährigen Bestehen des Vereins für Literatur Duisburg

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Im Jahr 1912 war Duisburg eine Stadt im kulturellen Aufbruch. Die Einweihung des Stadttheaters am 7. November fällt in jenes Jahr. Die Tonhalle (seit 1887), die Stadtbibliothek (seit 1901) und das Heimatmuseum (seit 1902) waren bereits zu festen Einrichtungen der städtischen Kultur geworden. Der Museumsverein engagierte sich seit 1907 für den Aufbau eines Städtischen Kunstmuseums. Was jedoch noch fehlte, war eine bürgerliche Vereinigung, die sich um die Pflege der literarischen Lesungen kümmerte. Diese »Lücke im Geistesleben der Stadt« schloss der am 12. Januar 1912 gegründete Verein für Literatur und Kunst. Der aus Anlass des 100-jährigen Bestehens erschienene Sammelband gibt einen Überblick über die Geschichte des Vereins vom Wilhelminischen Kaiserreich bis in die Gegenwart.

Die einstmals 700, heute noch 150 Mitglieder konnten eine Vielzahl prominenter Gäste erleben: ob während der Weimarer Republik die Nobelpreisträger Gerhart Hauptmann und Thomas Mann, Bertolt Brecht und Alfred Döblin als Vertreter der literarischen Avantgarde, Alfred Kerr, Heinrich Mann, Jakob Wassermann, Franz Werfel und Stefan Zweig als Repräsentanten der klassischen Moderne, oder in der Zeit der Bundesrepublik Golo Mann, Marion Gräfin Dönhoff, Elias Canetti, Walter Kempowski, Eugen Drewermann, Christian Brückner, Leon de Winter, Carola Stern, Ulla Hahn, um nur einige zu nennen. Darüber hinaus werden in der »Festschrift« die kulturpolitischen Rahmenbedingungen seit den 1970er-Jahren, die von einer Demokratisierung des Zugangs zur Kultur geprägt waren, und unter der Überschrift »Mehr Wunden als Wunder« die aktuellen Entwicklungen der Literatur im Ruhrgebiet mit ihren Erfolgen und Defiziten dargestellt.

Der Verein finanziert heute nicht nur die Lesungen der Stadtbibliothek Duisburg, sondern ermöglicht seit 2004 auch die regelmäßige Herausgabe von Literaturkatalogen. Sie beschäftigen sich auf 24 ansprechend gestalteten Seiten mit einem Autor oder einem Literaturland. Bislang liegen zwölf Kataloge vor. Der erste Katalog »Von Mäusen, Menschen und noch mehr. Ausgewählte Literatur aus den USA in deutscher Übersetzung « erschien zu den Duisburger Akzenten »Endstation Amerika?«.

2005 folgte aus Anlass des 200. Todestages des Weimarer Klassikers »Schiller schillert«. 2006 wurden »Heine erlesen« von Professor Bernd Kortländer und »Jetzt erst Brecht« veröffentlicht. 2007 schrieb Jochen Schubert vom Böll-Archiv in Köln den Text zu »Böll, Heinrich: Schriftsteller«, 2008 Waltraud John zu »Ich bin Literatur... Franz Kafka«. 2009 hieß es »Vive la Littérature! Französische Literatur in deutscher Übersetzung«. »Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)« prägte 2010 Dieter Borchmeyer, Literaturwissenschaftler und Präsident der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, mit seinem Essay »Goethe - der Überdeutsche «. Der im gleichen Jahr veröffentlichte Katalog »Dem Mörder auf der Spur … Arthur Conan Doyle, Sherlock Holmes und Doktor Watson« basierte auf den Texten zu einer Ausstellung, die das Stadthistorische Museum von Portsmouth mit seiner Arthur-Conan-Doyle- Abteilung im September/Oktober 2010 in der Stadtbibliothek Duisburg zeigte. »Heinrich von Kleist (1777- 1811): Der ›Sonderfall‹ eines deutschen Klassikers« würdigte den 200. Todestag des preußischen Dichters im November 2011. Für »Siegfried Lenz. Die Welt in Geschichten« steuerte Hanjo Kesting, der langjährige Leiter der Kulturredaktion des NDR-Hörfunks in Hamburg, den Text bei. Und »Wolfgang Borchert (1921-1947) - Sehnsucht nach einem richtigen Leben« erinnert an einen der wichtigsten Schriftsteller der deutschen Nachkriegsliteratur.

Dr. Jan Pieter-Barbian

Die Festschrift ist im Buchhandel und in der Geschäftsstelle des Vereins für Literatur
zum Preis von 14,95 Euro erhältlich.


Fotoimpressionen von Vereinsveranstaltungen



Pressekonferenz 2012/2013

Film: Frank M. Fischer, duisburg365.de