Städtepartnerschaft mit Wuhan, China
Als erste Stadt der Bundesrepublik Deutschland hat die Stadt Duisburg im Jahre 1982 eine Städtepartnerschaft mit einer Stadt der Volksrepublik China gegründet. Am 08. Oktober 1982 unterzeichnete der damalige Duisburger Oberbürgermeister Josef Krings gemeinsam mit dem Wuhaner Oberbürgermeister Li Zhi die Städtepartnerschaftsurkunde in Wuhan.
Wie kam es zu dieser Partnerschaft?
Die ersten Kontakte resultieren aus den Jahren 1978 bis 1982, als ein Konsortium der Duisburger Firmen Mannesmann-Demag, Krupp-Industrie-Technik und Thyssen Consulting gemeinsam ein Kaltwalzwerk in Wuhan errichteten. Damals lebten mehr als 300 Ingenieure, von denen die meisten aus Duisburg kamen, mit ihren Familien in Wuhan. Aus diesen Kontakten erwuchs die Idee einer Städtepartnerschaft, zumal beide Städte ähnliche wirtschaftliche Strukturen und Gegebenheiten aufweisen. Wuhan ist ebenfalls als Zentrum der Eisen- und Stahlindustrie bekannt.
In der Partnerschaftsurkunde vom 08. Oktober 1982 heißt es: "Beide Seiten werden auf der Grundlage der neuen freundschaftlichen Beziehungen entsprechend den Prinzipien der Gleichberechtigung und des gegenseitigen Nutzens den Austausch und die Zusammenarbeit auf den Gebieten der Wirtschaft, des Handels, der Wissen-schaft, der Technik, der Kultur, der Erziehung, der Gesundheit und der Stadtverwal-tung sowie auf anderen gemeinsam interessierenden Gebieten in vielfältigen Formen und breitem Spektrum entfalten."
Stadtportrait
Die Stadt Wuhan liegt in Zentralchina direkt an der Mündung des Han Jiang in den Yangtze. Mit mehr als 8 Millionen Einwohnern ist sie die fünftgrößte Stadt Chinas und gleichzeitig die Hauptstadt der Provinz Hubei. Hubei bietet neben ausgedehnten Reisfeldern, klaren Seen und wilden Kirschblüten im Westen rauhe Berge mit Wäl-dern, Höhlen und kühlen Quellen. In Wuhan selbst ist der "Turm des gelben Kra-nichs" erwähnenswert, einer der drei größten historischen Türme der Volksrepublik, von dessen Spitze man einen traumhaften Blick über die Stadt und den Yangtze hat. Daneben gibt es noch zwei sehenswerte buddhistische Tempel und auf dem Hongs-han-Hügel eine 45 m hohe, 7stöckige Pagode aus dem Jahre 1279.
