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Stadtspitze und Wirtschaft geben mit Masterplan Impulse für Wachstum und Beschäftigung

Auf Initiative des hiesigen Unternehmerverbandes und der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve wurde in den vergangen zwei Jahren ein "Masterplan Wirtschaft für Duisburg" erarbeitet.

V.l.n.r.: Wolfgang Schmitz, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbandsgruppe; Heinz Lison, Mitglied des Vorstands des Unternehmerverband e.V.; Oberbürgermeister Sören Link; Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve zu Duisburg
 
Das erklärte Ziel der Initiative ist es, mit dem Masterplan möglichst "konkret, umsetzbar und nachprüfbar" wirtschaftliche Ziele und Ideen zur Entwicklung des Standorts festzuschreiben. Gemeinsam will man dem Standort so mehr Impulse für Wachstum und Beschäftigung geben.

"Mit einem dicken Ausrufungszeichen präsentieren wir heute den Masterplan Wirtschaft für Duisburg, weil es mit dem Masterplan gelingen kann, in Duisburg wieder Wachstum und Beschäftigung in den Mittelpunkt zu stellen", so Heinz Lison, Sprecher der regionalen Wirtschaft des Unternehmerverbandes, bei der Vorstellung des Masterplans. Lison unterstreicht die Bedeutung der Initiative: "Wir dürfen uns nicht damit abfinden, dass die Arbeitslosigkeit in Duisburg über doppelt so hoch ist wie im Bundesdurchschnitt." Der Strukturwandel tauge als Erklärung nur noch bedingt. Duisburg müsse endlich seine Chancen, die in einer "strategisch einmaligen Lage" im Zentrum der Rhein-Ruhr-Region lägen, konsequent nutzen. Diesen Vorteil gelte es auch in der Außendarstellung zu betonen und konsequent in der städtischen Kommunikation und im Marketing einzusetzen.

Zwei Jahre lang wurde am Masterplan gearbeitet. Zahlreiche Unternehmer, die Verwaltungsspitze, Gewerkschafter und Vertreter weiterer gesellschaftlicher Gruppen haben sich dabei engagiert. Herausgekommen sind über 60 konkrete Projekte. Das Besondere daran sei, dass sich die Wirtschaft zum Mitmachen verpflichtet, so Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK. Als die große Zukunftschance für Duisburg sieht er das Thema Digitalisierung: "Wir wollen gemeinsam mit der Stadt eine digitale Agenda initiieren. Darin werden Themen gebündelt wie etwa der Ausbau der digitalen Infrastruktur, die digitale - und damit kunden-freundlichere - Verwaltung und die stärkere Zusammenarbeit zwischen Universität und Wirtschaft."

Oberbürgermeister Sören Link bedankte sich für die gute Zusammenarbeit und sicherte zu, die Umsetzung des Masterplans zu unterstützen. Es sei ein großer Erfolg, dass wichtige gesellschaftliche Akteure in Duisburg nun gemeinsam an einem Strang ziehen. "Wir haben in Duisburg in den vergangenen zwei Jahren einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht. Stadt und Wirt-schaft packen gemeinsam mit an. Deswegen identifiziere ich mich sehr mit dem Masterplan und seinen Zielen", so der Oberbürgermeister.

"Wir wollen diese Aufbruchstimmung nutzen und alles tun, damit in der Stadt neue Jobs entstehen", so Link. Es gäbe noch viel zu tun, aber Erfolge seien bereits sichtbar. Link nennt den städtischen Leitbildprozess, der eng verzahnt ist mit der Arbeit am Masterplan Wirtschaft. Hier sei es erfolgreich gelungen, mit den Bürgern der Stadt einen Dialog über die nachhaltige Imageverbesserung Duisburgs zu führen. Link nennt aber auch Erfolge bei Unternehmensansiedlungen: "Das ist der konkrete Rückenwind, den der Standort jetzt braucht."

Vorfahrt für Wachstum und Beschäftigung fordert der Masterplan. Dafür sei es notwendig auch die strukturellen Voraussetzungen zu schaffen. "Wir brauchen eine mittelstandsfreundliche Verwaltung und gleichzeitig mehr Präsenz der Wirtschaft in den Verwaltungsabläufen", so Dietzfelbinger. Um dies zukünftig zu gewährleisten fordert der Masterplan ein Wirtschaftsdezernat bei der Stadt einzurichten. "Das wäre ein ganz wichtiges Signal für den Standort Duisburg und für Investoren", ist sich auch Heinz Lison sicher.

Am 7. März soll der Masterplan dann in der Mercatorhalle mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft im Rahmen eines großen Zukunftskongresses diskutiert werden. Zum Zukunftskongress wird unter anderem NRW-Verkehrsminister Michael Groschek erwartet.
 
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