History


Deichrückverlegung Mündelheim: Mehr Hochwasserschutz

Das Land NRW und der Bund bauen den Hochwasserschutz am Niederrhein weiter aus. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks informierte sich zusammen mit dem nordrhein-westfälischen Umweltminister Johannes Remmel über die Bauarbeiten zur Deichrückverlegung in Duisburg-Mündelheim. Oberbürgermeister Sören Link bedankte sich für die Unterstützung.

Neue Überflutungsfläche soll Region Duisburg besser schützen


Oberbürgermeister Sören Link bedankte sich für die Unterstützung.
 
Die sogenannte Verbundmaßnahme Monheim-Mündelheim-Orsoy nahe der Stadt Duisburg ist Teil des Nationalen Hochwasserschutzprogramms, das Hendricks mit den Bundesländern im Jahr 2014 beschlossen hat. Das letzte Teilprojekt "Mündelheim" wird im Rahmen des Nationalen Hochwasserschutzprogramms finanziert. Im Fall eines Rhein-Hochwassers stehen durch die Verbundmaßnahme dann insgesamt 480 Hektar an zusätzlicher Überflutungsfläche zur Verfügung. Stromabwärts profitieren davon über mehr als 600.000 Menschen in der Niederrhein-Region.

Die Bundesumweltministerin betonte, wie wichtig es sei vor dem nächsten Hochwasser vorzusorgen und Flüssen mehr Fläche zu geben: "Es ist gut, wenn Bund und Länder dabei Hand in Hand gehen. Hochwasserschutz ist letztlich Ländersache. Der Bund engagiert sich dabei überregional bedeutsame Projekte voranzubringen, die gerade bei großen Flüssen wie dem Rhein wichtig sind."

 

GroßbildansichtBei Hochwasser werden dadurch mehr als eine halbe Million Menschen in der Niederrhein-Region besser geschützt.
Die genannten Deichrückverlegungen sind Teil des nordrhein-westfälischen Hochwasserschutzkonzeptes. "Wir unterstützen die Kommunen sowie die Wasser- und Deichverbände beim Hochwasserschutz und tragen ebenfalls einen großen Teil der Kosten. Allein zwischen 2010 bis 2015 haben wir rund 295,5 Millionen Euro für den Hochwasserschutz an den großen Gewässern ausgegeben", sagte NRW-Umweltminister Johannes Remmel.

Von dem Projekt profitiert Duisburg unmittelbar: "Duisburg ist eine Stadt am Wasser - mehr als zwei Drittel aller Duisburgerinnen und Duisburger werden durch die Deiche geschützt. Umso wichtiger ist es für uns, dass wir den Rheindeich sanieren können - das ist für die Menschen in Duisburg wichtig und ein gutes Gefühl. Gleichzeitig können wir hier zusätzlichen Überflutungsraum schaffen. Mein Dank geht an Bund und Land für ihre Unterstützung", sagte Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link.

Das Ende der Hauptbauarbeiten ist für 2021 geplant. Baubeginn war Mai 2015. Von den Gesamtkosten in Höhe von rund 70 Mio. Euro trägt der Bund etwa 42 Millionen Euro über den Sonderrahmenplan.
 
Call Duisburg
Sie haben die gewünschte Information nicht gefunden? Macht nichts. Unser Call Center hilft Ihnen unter 0203 / 94000 gerne und kompetent weiter. mehr ...