Myllia - die Müllkippe am Rande des Universums
Unsere neuen außerirdischen Freunde, die Myllianer, kommen vom Planeten Myllia. Der dritte Planet in einem weit entfernten Sonnensystem, das für seine hohe Konzentration an Schwermetallen bekannt ist. Darum bestehen die Myllianer im Gegensatz zu uns nicht aus Kohlen- und Wasserstoff, sondern primär aus Metall-Legierungen.
Ihre blaue Farbe verdanken die Myllianer der auf Myllia vorherrschenden Atmosphäre. So ist der Sauerstoffgehalt dort so gering, dass bereits die ersten Lebewesen auf Myllia regelmäßig blau anliefen. Im Laufe der myllianischen Evolution verfestigte sich dieses Merkmal genetisch.
Der geringe Sauerstoffgehalt des Planeten ist auch für die Antriebsschwäche der Myllianer verantwortlich: Statt zu arbeiten, stehen Sie am liebsten in der Gegend rum und fressen alles, was sie kriegen können. Diese Eigenschaft nutzen seit Jahrtausenden andere Außerirdische, die auf Myllia regelmäßig Ihre Altlasten entsorgen, welche sich aufgrund des großen Appetits der Myllianer innerhalb kürzester Zeit in Luft auflösen. Aufgrund dieser einzigartigen Funktion wird Myllia auch gerne die Müllkippe am Rande des Universums genannt.
Ein großes Rätsel war lange Zeit die Raumfahrttechnik der Myllianer. Schließlich ist es kaum vorstellbar, dass ein Sternenvolk, das sich rund um die Uhr mit Fressen beschäftigt, Hochtechnologie entwickeln kann. Inzwischen ist jedoch bekannt, dass die Myllianer mit einem der größten Gebraucht-Raumschiffhändler ihrer Galaxie eine Kooperation abgeschlossen haben. So erhalten sie für jeweils zehn verputzte Schrott-Sternenkreuzer als Abwrackprämie ein funktionstüchtiges Raumschiff aus siebter Hand.


