Einige Sonderbauwerke
Pumpwerke
Beim Bau der Abwasserkanäle wird darauf geachtet, dass diese ein leichtes aber stetiges Gefälle in Abflussrichtung haben. Dadurch wird erreicht, dass das Abwasser allein durch dieses Gefälle vom Punkt der Einleitung bis zur Kläranlage transportiert wird. In Gebieten, in denen es nicht möglich ist, das Abwasser allein durch ein Gefälle zur Kläranlage zu transportieren, beispielsweise weil sie niedriger liegen als die umliegenden Gebiete, kommen Pumpwerke zum Einsatz, die das Abwasser mittels Förderpumpen zu einem höher gelegenen Teil des Kanalnetzes heben.
Ebenso kommen Pumpwerke in Druckentwässerungsnetzen zum Einsatz. Erfolgt der Abtransport des Abwassers aus einem tief liegendem Bauwerk oder einem Niederungsgebiet über ein Druckentwässerungsnetz, so halten Pumpwerke den Druck im Netz, durch den das Abwasser in den höher gelegenen Kanal befördert wird, aufrecht.
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Regenrückhaltebecken
Bei einem Regenrückhaltebecken handelt es sich um ein Bauwerk mit einem großen Fassungsvermögen zur Aufnahme von Niederschlagswasser, das den Zufluss von Niederschlagswasser zum Abwasserkanal reguliert. Niederschlagswasser kann von einem Siedlungs- oder Gewerbegebiet in großen Mengen in das Regenrückhaltebecken eingeleitet werden, wird aber über einen entsprechend dimensionierten Abfluss nur in einer relativ kleinen Menge in das Kanalnetz eingeleitet, wodurch sichergestellt wird, dass der Kanal nicht überlastet wird. Bei starken Regenfällen fließt mehr Niederschlagswasser in das Regenrückhaltebecken als daraus abfließt, das Niederschlagswasser wird in dem Bauwerk zwischengespeichert und wird dem Kanal auch nach dem Ende des Regenereignisses kontinuierlich weiter zugeführt, bis sich das Becken wieder geleert hat. Das Regenrückhaltebecken verteilt die Zuführung des Niederschlagswassers zum Kanal auf einen größeren Zeitraum und vermindert dadurch die mengenmäßige Belastung des Kanalnetzes, dabei ist das Fassungsvermögen so ausgelegt, dass das Niederschlagswasser vollständig aufgenommen wird. Nur für unvorhersehbar starke Regenereignisse ist ein Notüberlauf vorhanden, über den Niederschlagswasser, das die Aufnahmekapazität des Regenrückhaltebeckens übersteigt in ein Gewässer eingeleitet wird. Dieser kommt aber im Regelbetrieb nicht zum Einsatz.
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Ein Beispiel für ein Regenrückhaltebecken ist das am Kruppgraben.
Der Kuppengraben ist ein natürliches Fließgewässer, in das große Mengen von Regenwasser aus dem Niederschlagswassernetz eingeleitet werden. Um auch bei starken Niederschlägen einen effizienten Gewässer- und Hochwasserschutz zu gewährleisten, war es notwendig, ein Regenrückhaltebecken zu errichten, das in er Lage ist, auch große Wassermengen zwischenzuspeichern und nach Ende des Regens dosiert in den Kuppengraben einzuleiten.
Das zu diesem Zweck errichtete Regenrückhaltebecken hat ein Fassungsvermögen von 16.500 m³ und wurde in einem Zeitraum von 36 Monaten, der Planung und Bau umfasste, errichtet. Beim Bau wurden mehr als 10.000 m³ Beton und 1.200 t Bewehrungsstahl verbaut. Nach Abschluss der Bauarbeiten wurde über dem Becken der auf dem Grundstück ursprünglich vorhandene Parkplatz von etwa 2.300 m² Größe wiederhergestellt.
Stauraumkanal
Ein Stauraumkanal (auch Rückhaltekanal oder Regenrückhaltekanal genannt), ist ein Teilstück des Kanalnetzes, das über ein erhöhtes Fassungsvermögen verfügt. Es erfüllt die gleiche Funktion wie ein Regenrückhaltebecken.
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Regenüberlauf
Bei einem Regenüberlauf handelt es sich um ein Bauwerk, das dazu dient bei starken Regenfällen Niederschlagswasser bzw. mit Niederschlagswasser vermischtes und dadurch stark verdünntes Schmutzwasser, das die Kapazität des Kanals übersteigt, direkt in ein Gewässer einzuleiten. In dieser Funktion dient es als Entlastungsbauwerk.
In Gebieten mit Trennkanalisation werden zudem Regenüberläufe eingesetzt, um dem Schmutzwasserkanal Niederschlagswasser zuzuführen und diesen dadurch zu spülen.
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Regenüberlaufbecken
Bei einem Regenüberlaufbecken handelt es sich um ein Entlastungsbauwerk, das einem Regenrückhaltebecken in Funktions- und Bauweise ähnelt, aber mit einem vergleichsweise kleineren Fassungsvermögen errichtet worden ist. Sobald das Becken vollständig gefüllt ist, wird das Niederschlagswasser bzw. das mit Niederschlagswasser vermischte und dadurch stark verdünnte Schmutzwasser über einen Überlauf in ein Gewässer eingeleitet. Dabei ist das Regenüberlaufbecken so aufgebaut, dass sich der größte Teil der nicht im Wasser gelösten Schmutzfracht abgesetzt hat und nicht ins Gewässer eingeleitet wird. Der Überlauf des Wassers und dessen Einleitung in ein Gewässer gehört beim Regenüberlaufbecken zum Regelbetrieb und tritt nicht nur bei unvorhersehbar starken Regenereignissen auf.
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Regenklärbecken
Bei einem Regenklärbecken handelt es sich um ein Entlastungsbauwerk, das dazu dient, Niederschlagswasser von darin enthaltenen Stoffen, die nicht wasserlöslich sind, zu befreien. Die nicht wasserlöslichen Stoffe setzen sich am Boden des Beckens ab und das von dieser Schmutzfracht befreite Regenwasser wird in ein Gewässer oder das Kanalnetz eingeleitet. Wird das Niederschlagswasser in das Kanalnetz eingeleitet, kann das Regenklärbecken zudem die Funktion eines Regenrückhaltebeckens erfüllen.
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Regenversickerungsanlagen
Regenversickerungsanlagen, die als Sonderbauwerke Bestandteil der öffentlichen Abwasseranlagen sind, sind von der Stadt Duisburg betriebene Anlagen, die der Versickerung von Niederschlagswasser dienen. Diese Anlagen erfüllen in erster Linie eine Entsorgungsfunktion, die damit einhergehende Entlastung des Kanalnetzes ist dabei ein Nebeneffekt.



