Regenwassernutzung im Haushalt

Nur etwa für die Hälfte des täglich in Privathaushalten verbrauchten Wassers wird unbedingt Trinkwasserqualität benötigt. Zum Garten gießen, zum Putzen, für die Toi-lettenspülung und mit Einschränkungen für das Waschen der Wäsche kann ohne weiteres Regenwasser verwendet werden

Worauf soll geachtet werden?

Regenwasser, das im Haushalt genutzt werden soll, wird normalerweise von sauberen Dachflächen aufgefangen. Bedachungen aus Kupfer und Zink oder mit größeren Flächen aus Blei bedeckte Dächer sind aufgrund der Abschwemmung von Schwermetallen nicht geeignet.


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Regenwasserspeicher - Wasserertrag - Wasserbedarf

Als Regenwasserspeicher werden in der Regel unterirdische Zisternen oder Kellertanks genutzt. Um das benötigte Volumen dieser Speicher abzuschätzen, muss sowohl der mögliche Wasserertrag aus dem Niederschlag pro Jahr als auch der Was-serbedarf ermittelt werden. Der Wasserertrag hängt von den in Duisburg üblichen jährlichen Niederschlagsverhältnissen ab (800-900 l pro m² jährlich). Für Ein- und Zweifamilienhäuser sollte für den Regenwasserspeicher ein erforderliches Volumen von mindestens 800 bis 1.000 Litern pro Person angesetzt werden.


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Kein Kontakt zur Trinkwasserleitung

Da der Regenwasserspeicher in Abhängigkeit von den Niederschlagsmengen und des Wasserverbrauches daraus komplett entleert sein kann, muss zur Sicherstellung der Funktion von an die Anlage angeschlossenen Toiletten eine Nachfüllung aus der Trinkwasserleitung installiert werden. Die Trinkwasserleitung darf aber unter keinen Umständen direkt mit der Regenwassernutzungsanlage Kontakt haben, da nur so eine Verunreinigung des Trinkwassers sicher und dauerhaft ausgeschlossen werden kann. Ebenso dürfen keine anderen Verbindung mit Trinkwasser führenden Syste-men und der Regenwassernutzungsanlage hergestellt werden. Die Leitungssysteme müssen farblich unterschiedlich gekennzeichnet werden, damit sie klar auseinander zuhalten sind. Durch geeignete technische Einrichtungen (wie z. B. durch einen freien Überlauf gemäß DIN 1988) ist sicherzustellen, dass kein Regenwasser aus der Regenwasser-nutzungsanlage in das Trinkwasserversorgungsnetz gelangt. Bau und Betrieb einer Regenwassernutzungsanlage sollten entsprechenden technischen Standards erfolgen (u.a. DIN 1989, Teil 1 bis Teil 4). Für größere Anlagen empfiehlt sich eine Berechnung mittels Computersimulation durch einen Fachbetrieb


Die wichtigsten Regeln für die Regenwassernutzung

  • Nur Dachablaufwasser von sauberen Dächern verwenden
  • Kein Dachablaufwasser von Dächern aus Kupfer, Zink oder mit größeren Bleianteilen verwenden
  • Feinfilterung des Wassers vor dem Speicher
  • Wasserspeicher kühl und dunkel errichten
  • Für kontrollierte Wasserführung im Speicher sorgen:
    - beruhigter Zulauf 
    - Entnahme knapp unterhalb der Oberfläche oder mindestens 10 cm über dem Boden 
    - leichten Austrag von Schwimmstoffen ermöglichen
  • Speicherüberlauf möglichst vor Ort versickern
  • Dauerhafte, korrosionsbeständige und umweltfreundliche Materialien verwenden
  • Verbindung zwischen Trinkwasser- und Regenwassernetz sind nicht zulässig
  • Alle Leitungen und Entnahmestellen deutlich kennzeichnen
  • Anlage beim Institut für gesundheitlichen Verbraucherschutz der Stadt Duisburg (Meidericher Str. 14, 47058 Duisburg) schriftlich anzeigen.

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Warum ist die Anmeldung der Anlage wichtig?

Der Bau und die Inbetriebnahme von Regenwassernutzungsanlagen müssen grund-sätzlich den dafür zuständigen Aufsichtsbehörden schriftlich angezeigt werden. Durch Kontrollen wird sichergestellt, dass beim Betrieb dieser Anlagen eine Verun-reinigung des Trinkwassers aus dem Versorgungsnetz und dadurch möglicherweise verursachte Erkrankungen in der Bevölkerung ausgeschlossen werden. Die sich aus so einem Schaden ergebenden juristischen Folgen und Kosten, gehen zu Lasten der Betreiber der Regenwassernutzungsanlagen. Daher sollten Sie im eigenen Interesse dafür Sorge tragen, dass ihre Regenwassernutzungsanlagen nicht einen solchen Schaden hervorrufen können.